SF Dorfmerkingen gegen TSV Essingen: Sorgen auf beiden Seiten

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Die SF Dorfmerkingen empfangen den TSV Essingen.
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Nach dem 0:1 gegen Hofherrnweiler muss der TSV Essingen im nächsten Derby bei den SF Dorfmerkingen ran.

Neresheim-Dorfmerkingen

Der Stachel sitzt tief: Nach einer enttäuschenden Leistung hat der TSV Essingen das Derby gegen die TSG Hofherrnweiler (0:1) verloren. Und der nächste Lokalkampf steht bereits am Samstag an: Nun warten die SF Dorfmerkingen, die auch noch ihre Position in der neuen Liga suchen. TSV-Trainer Simon Köpf hofft jedenfalls, dass eine Serie hält. Anpfiff in der Röser-Arena: 14 Uhr.

Eines hatten Helmut Dietterle und Simon Köpf am Mittwochabend gemeinsam: Beide Trainer haben ihre Spiele verloren, und beide waren angefressen. Der Essinger Köpf haderte mit dem Auftritt seiner Kicker, und Dorfmerkingens Dietterle mit den Umständen, die zur 0.1-Niederlage in Tübingen geführt haben. „Da wurde mit zweierlei Maß gemessen“, sagt der Trainer und meint die Rote Karte gegen Sime Pesic, während ein Tübinger nach einem Foul von hinten nur mit Gelb bedacht wurde. Generell habe sein Team aber ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt, „wir waren besser als Tübingen - auch mit zehn Mann“. Aber: „Das bringt nun einmal keine Punkte.“

Dass der Oberliga-Absteiger mit zwei Niederlagen aus drei Spielen gestartet ist, überrascht Dietterle nicht. Denn die SFD kämpfen nach wie vor mit großen personellen Problemen. Der ohnehin zu dünn besetzte Kader muss immer wieder Rückschläge verkraften. Zur Roten Karten kommen noch mehrere Spieler, die angeschlagen sind oder verletzungsbedingt ausfallen. „Für uns geht es am Samstag in erster Linie darum, dass wir 14 Spieler in den Kader bekommen“, sagt der Ex-Profi, der notgedrungen zwei Spieler aus der eigenen Bezirksligamannschaft nach oben gezogen hat. „Wir haben noch unsere Probleme und suchen unseren Platz in der Verbandsliga. Aber wir arbeiten uns von Training zu Training und von Spiel zu Spiel nach vorne, und das gelingt uns sehr gut“, sagt Dietterle.

Der nächste soll am Samstag gelingen, wenn der TSV Essingen zu Gast auf dem Härtsfeld ist. „Das wird nicht nur wegen des Derbys ein interessantes Duell, denn auch die Essinger suchen noch ihre Position“, sagt Dietterle. Dass der TSV in der neuen Saison schwächer aufgestellt ist als bisher, sieht er allerdings nicht so. „Essingen hat noch immer einen sehr gut besetzten Kader mit viel Qualität in der Spitze und in der Breite.“

Diese Qualität haben die Essinger am Mittwochabend gegen Hofherrnweiler nicht auf den Platz bekommen, denentsprechend sauer war Simon Köpf - und fand deutliche Worte: „Das war bodenlos von uns.“

Immer wieder Rückfälle

Und: „Hofherrnweiler wollte es einfach mehr. Sie waren besser in den Zweikämpfen“, sagt der Trainer. Wie sich nach einer Niederlage zum Auftakt gegen den FC Normannia Gmünd und einem knappen Sieg in Pfullingen nun mangelnde Motivation oder eine schlechte Einstellung zu einem Derby in die Mannschaft schleichen konnte, sei ihm rätselhaft.

Köpf kann sich das nur so erklären, dass seinen Spielern in gewissen Momenten diese Einstellung fehle. „Wir haben immer wieder solche Rückfälle. Da gehen wir nicht mit der richtigen Mentalität ins Spiel. Da denken wir, dass es schon irgendwie wird. Aber auch mit guten Spielern auf dem Platz wird es nicht irgendwie.“ Vielmehr sei es zwingend nötig, dass man Tugenden wie Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft.

Angst und bange ist Köpf vor dem anstehenden Spiel in Dorfmerkingen aber nicht. Auch, weil er auf eine Serie hofft. „Bei uns ist es immer so, dass wir nach einem Ausraster nach unten immer ein gutes Spiel haben.“ Der Trainer glaubt, dass das auch am Samstag wieder so ist. Danach allerdings soll eine Konstanz einkehren. Denn: „Wir machen uns sonst vieles selbst kaputt.“

Der TSV Essingen muss nach der Niederlage gegen Hofherrnweiler zum nächsten Derby nach Dorfmerkingen.

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