SGB: Heimauftritt gegen Buch

+
Die SG Bettringen (in rot) empfängt am Sonntag den TSV Buch, der besonders in der Fremde brandgefährlich ist. Mit Entschlossenheit und der nötigen Kaltschnäuzigkeit will die SGB etwas Zählbares mitnehmen.

Nach der knappen 1:2-Niederlage der SG Bettringen gegen den TSV Bad Boll wartet am Sonntag (15 Uhr) mit dem TSV Buch die nächste Herausforderung.

Bettringen

Stehst Du oben, dann prallt der Ball von der Latte vor deine Füße. Stehst Du unten, dann prallt er zum Gegner“, geht Steffen Mädger auf die spielentscheidende Szene am vergangenen Sonntag gegen den TSV Bad Boll ein.

Beim Stand von 1:1 prallte in der 74. Minute ein Gäste-Freistoß vom Lattenkreuz zurück ins Feld vor die Füße von David Govorusic, der aus kurzer Distanz den 2:1-Siegtreffer für den Tabellendritten erzielte. „Ein Unentschieden wäre sicherlich das gerechte Ergebnis gewesen“, hadert der SGB-Trainer mit der unglücklichen Niederlage. Dennoch möchte er nicht unerwähnt lassen, „dass wir einem individuell sehr starken Gegner absolut Paroli geboten haben. Aber vor dem gegnerischen Tor sind wir einfach noch nicht effektiv und kaltschnäuzig genug. Das müssen wir uns einfach eingestehen“. Mädger spricht ein großes Problem dieser bisherigen Saison an: Der Tabellendrittletzte schießt schlichtweg zu wenig Tore.

Mit nur sechs erzielten Treffern in zehn Spielen stellt der Aufsteiger die schwächste Offensive. Dabei waren auch gegen den TSV Bad Boll wieder einige Chancen vorhanden, um mehr als nur ein Tor zu erzielen. „Wir dürfen uns nicht ärgern, dass wir einen Punkt oder gar den Sieg verpasst haben, sondern sollten stolz darüber sein, dass wir uns spielerisch überhaupt in die Lage gebracht haben, von einem möglichen Sieg oder Unentschieden zu sprechen.“ Nichtsdestotrotz sei eines nach wie vor am wichtigsten: „Wir brauchen Punkte.“

Möglichst am Sonntag, wenn der TSV Buch zum zweiten Heimspiel in Folge zu Gast sein wird. Der Tabellenachte hat mit einem absolvierten Spiel weniger - die Partie am vergangenen Sonntag daheim gegen den 1. FC Frickenhausen wurde beim Stand von 3:0 wegen eines Unwetters abgebrochen - acht Punkte mehr auf seinem Konto als die Bettringer. Zwölf ihrer 15 Zähler holten die Bucher in der Fremde. „Der TSV Buch verfügt über eine Mannschaft, die spielerisch viele Lösungen sucht und hierbei sehr mutig ist. Das ist auch individuell ein super Team“, blickt Steffen Mädger voraus.

Wie ein roter Faden zieht sich bei der SG Bettringen bisher das Verletzungspech durch diese Saison. Noch nicht einmal konnte man in Bestbesetzung antreten. Dominik Schweidler (Schambeinentzündung) und Dennis Wolf (Sprunggelenksverletzung) fallen genauso aus wie Marcel Knödler krankheitsbedingt. Hinzu kommen noch einige Wackelkandidaten.

Hoffnung gibt es beim neuen spielenden Co-Trainer Ralph Molner, der nach seiner langen Verletzungspause am Dienstag erstmals an einer Trainingseinheit komplett teilnahm. „Ob er für diesen Sonntag schon eine Option ist, müssen wir sehen“, möchte sich Bettringen-Coach Steffen Mädger noch nicht festlegen. ⋌sgb

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare