Sieger-Irrtum:Gerlinde Herr jetzt Erste

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Die Läuferin der DJK Gmünd gewinnt beim Albmarathon, weil die vermeintliche Siegerin vorzeitig ausgestiegen ist.

So sieht echtes Fairplay aus: Anja Seidel vom ASV Köln hat sich bei der DJK Gmünd gemeldet und erklärt, dass sie beim "30. Sparkassen Albmarathon" zu unrecht zur Siegerin über 50 Kilometer gekürt wurde. Das ist jetzt eine Lokalmatadorin: Die bisher Zweitplatzierte Gerlinde Herr wurde nachträglich auf Platz eins gesetzt.

Wie kann das passieren? Es sind die Tücken der virtuellen Läufe ohne Streckenposten. Drei Zeiterfassungen gab es beim Albmarathon: eine am Start, eine nach 25 Kilometern auf dem Rechberg und eine im Ziel. Und eben diese drei Anlagen überquerte Anja Seidel. Allerdings: nicht durchgängig zu Fuß. "Anja hat uns angerufen und gesagt, dass sie nach 30 Kilometern ausgestiegen und mit dem Auto zurück zum Ziel zur Großsporthalle gefahren sei. Dort habe sie ihre Sachen abgeholt", sagt DJK-Organisator Tim Schwarzkopf. Dabei sei sie versehentlich zu nahe an die Zeiterfassung am Ziel gekommen. "Dass sie uns angerufen hat ist ganz großer Sport". Schwarzkopf gibt zu, dass "wir das nicht gemerkt hätten". Zumal Seidel bei Kilometer 25 noch die von ihr geschaffte Gesamtzeit (4:02,03 Stunden) hätte erreichen können.

Neue 50-Kilometer-Siegerin ist jetzt Gerlinde Herr. Die Athletin der DJK Gmünd benötigte für den Triumph 4:47,56 Stunden.

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