Sieger nach 21 spannenden Runden

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Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.

IM Mark Heidenfeld holte sich in Schwabsberg den Titel des Württembergischen Blitzschach-Meisters, Ulrich Zimmermann aus Gmünd belegte Platz sieben.

Rainau-Schwabsberg.

In der Jagsttalhalle fand die württembergische Meisterschaft im Blitzschach statt. Es ging hierbei um zwei Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft, die im August in Magdeburg ausgetragen wird.

Ausgerichtet wurde das Turnier vom Schachclub Rainau, Turnierleiter war Klaus Fuß vom Schachverband Württemberg. Ursprünglich sollten 26 Spieler an den Start gehen, aber es gab kurzfristig einige Absagen, so dass letztlich 22 Spieler an den Brettern saßen. Gespielt wurde „Jeder gegen Jeden“, also 21 Runden in Fünf-Minuten-Partien (pro Spieler). Alle sechs angemeldeten internationalen Titelträger des Weltschachbundes FIDE waren jedoch dabei, darunter fünf FIDE-Meister (FM) und der Internationale Meister (IM) Mark Heidenfeld. Der Deutsch-Ire Heidenfeld startete mehrmals in der irischen Nationalmannschaft und gewann im August die irische Einzelmeisterschaft. Er spielt für den SV Jedesheim. Einziger Spieler aus der Region war Ulrich Zimmermann, der in der Oberliga für Schwäbisch Gmünd spielt. Auch er gehörte bei diesem Turnier zum erweiterten Favoritenkreis.

Vom Start weg lieferten sich die Favoriten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Zuschauer faszinierte. Der aktuelle Deutsche U18-Meister FM Nils Richter (TSV Schönaich, 2. Bundesliga) und FM Georg Braun (SK Bebenhausen, Oberliga), mit der besten Wertungszahl aller Starter, starteten mit sechs Siegen aus sechs Partien. In Runde sieben spielte Richter Remis, doch Braun gewann seine 7. Partie in Folge und übernahm die Führung. Die beiden wurden dicht gefolgt von Heidenfeld, FM Jens Hirneise (SC Böblingen) und FM Georg Bräuning (SK Bebenhausen) mit jeweils sechs Punkten. FM Holger Namyslo (TG Biberach) erwischte einen schlechten Start und landete am Ende auf einem Mittelplatz.

Runde 8 brachte die zweite Niederlage von Heidenfeld, aber auch Georg Braun verlor gegen seinen Vereinskameraden Bräuning. Nils Richter übernahm die Führung mit einem Sieg. Doch der erwischte jetzt eine schlechte Phase gab die Führung ab an Georg Braun. Dieser wiederum kassierte in der 11. Runde seine zweite Niederlage während Heidenfeld und Hirneise aufschließen konnten. Alle gewannen die nächsten fünf Partien.

Die Runden 17 und 18 brachten die Vorentscheidung: Georg Braun und Jens Hirneise trafen aufeinander. In einer hochklassigen Partie gab es ein Unentschieden. Heidenfeld konnte gegen Namyslo durch ein spektakuläres Zeitnot-Drama den vollen Punkt kassieren. Ihm waren noch sechs Sekunden verblieben, als die Bedenkzeit von Namyslo vorüber war. Er war jetzt alleiniger Tabellenführer.

Gleich darauf besiegte er im direkten Duell in einer fabelhaft vorgetragenen Partie Jens Hirneise und marschierte nun vorneweg. Braun folgte ihm dicht auf den Fersen. Heidenfeld zeigte bis ins Ziel hervorragendes Blitzschach.Voll konzentriert erlaubte er sich keinen Wackler und gewann den Rest seiner Partien. Er hatte nach seiner Niederlage in Runde 8 eine Serie von 13 Siegen geholt, darunter gegen die direkten Konkurrenten.Völlig zu Recht gewann er den Titel des Württembergischen Blitzschach-Meisters (19 Punkte). Georg Braun holte mit einem Punkt Rückstand den zweiten Qualifikationsplatz. Lokalmatador Ulrich Zimmermann kam auf 14 Punkte und Platz 7.

Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Im direkten Aufeinandertreffen gegen Georg Braun, links, verlor Mark Heidenfeld. Im Verlauf des Turniers steigerte sich Heidenfeld jedoch und gewann das Turnier mit 19 Punkten vor Braun mit 18 Zählern.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.
Blitzschachturnier in Rainau-Schwabsberg.

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