Simon Gegenheimer ist Mountainbike-Weltmeister im Sprint

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Der Aalener siegt in Graz

Graz

Simon Gegenheimer vom Mountainbike Racing Team Aalen hat in Graz den Weltmeistertitel im Mountainbike- Sprint gewonnen. Der Aalener setzte sich auf der Zielgeraden in Graz gegen den Europameister Jeroen Van Eck aus den Niederlanden und den Schweden Anton Olstam durch.

Mit einer makellosen Glanzleistung erfüllte sich der Deutsche Simon Gegenheimer den Traum vom Weltmeistertitel. Schauplatz war die Altstadt von Graz und der Kurs hatte mit einem Anstieg direkt vor der Zielgeraden eine tückische Besonderheit. Doch der Weltcup- führende Gegenheimer zeigte auch beim Kampf um den Meistertitel all sein Können.

Taktisch klug fuhr der Deutsche immer am richtigen Hinterrad und vertraute auf seine Stärke im Schlussantritt. „Ich habe es geschafft. Seit zehn Jahren arbeite ich hart an mir, stand bereits vier mal auf einem WM Podium. Doch heute hatte ich die Form und auch die dazu passende mentale Bereitschaft, um Weltmeister zu werden“, so der neu gekrönte Titelträger nach seiner Triumphfahrt. Er lies seine Fans jedoch bis zum allerletzten Moment zittern, denn erst 50 Meter vor dem Zielstrich setzte Gegenheimer zu seinem Überholmanöver an und fuhr am späteren Zweiten Jeroen Van Eck vorbei.„Du hast nicht viele Chancen in solch einem Zielsprint. Ich wusste, wenn alles passt und ich meine ganze Energie in den einen Antritt bringe, dann kann ich es schaffen“, so Gegenheimer und genauso tat er es auch.

Der Aalener setzte sich bereits 500 Meter vor dem Ziel an das Hinterrad des Europameisters und hielt dieses. Auch am finalen Anstieg blieb er noch im Windschatten, so dass er die Kraft und Explosivität hatte, um aus der letzten Kurve heraus auf der Zielgeraden vorbeizuziehen.

Fromberger wird Vierte

Gegenheimer’s deutsche Teamkollegin Marion Fromberger zeigte ebenfalls ein starkes und taktisch kluges WM-Rennen. Die erst 20-Jährige fuhr dabei mit gewohnt kämpferischer Einstellung über den Kurs, musste sich am Ende aber mit Platz vier zufrieden geben. Siegerin wurde die bereits die gesamte Saison dominierende Italienerin Gaia Tormena, vor der Französin Noemie Garnier und Iryna Popova aus der Ukraine. „Ich bin enttäuscht von meinem Rennen. Ich wollte eine Medaille und das habe ich heute nicht geschafft. Aber ich freue mich riesig für Simon“, sagte Marion Fromberger über ihre bereits vierte WM Teilnahme.

Beide, Fromberger und Gegenheimer, werden kommende Woche beim Weltcup in Winterberg antreten. Der neue Weltmeister ist aktuell auch Führender im Gesamtweltcup und wird trotz allen sportlichen Ambitionen seinen ersten Auftritt im Regenbogentrikot vor heimischem Publikum sicherlich auch genießen.

Gegenheimer Weltmeister
Fromberger, WM
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