„Spieler, die richtig Bock haben“

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Hinterste Reihe von links: Kai Horlacher, Cornelius Fichtner, Timo van Eerden, Samuel Schwarzer, Magnus Haas, Marco Ganzenmüller,Jonas Christlieb, Daniel Rembold, Benjamin Schiele. Mittlere Reihe von links: Patrick Faber, Marc Ruppert, Ansgar Schmid, Frank Metz, Veljko Milojkovic, Daniel Queiroz Sereja, Roland Peuten, Mario Katinic, Achim Pfeifer, Christoph Discher. Vordere Reihe von links: Can-Luca Groiss, Julian Köhnlein, Jeton Avduli, Pius Kuhn, Jakob Pfleiderer, Joshua Barth,Maximilian Blum, Nicola Zahner, Plamen Petrov, Jan Rieger. Eingeblendet: Kapitän Johannes Rief.
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Der Klassenerhalt - Ziel und nach zwei schwierigen Jahren keine leichte Aufgabe für die TSG Hofherrnweiler.Die Elf von Patrick Faber will mit leidenschaftlichem Fußball trumpfen.

Aalen-Hofherrnweiler

Unser Trumpf ist unsere Geschlossenheit.“ Bei der TSG Hofherrnweiler geht man optimistisch in die Saison - auch wenn man sich bewusst ist, dass der Klassenerhalt eine Mammutaufgabe ist.

20 Mannschaften, insgesamt 38 Spiele - so lautet das Pensum, das in der kommenden Verbandsligasaison auf die Mannschaften zukommt. Und das nach zwei Saisonen, die nicht liefen, wie geplant. In denen der Abstieg für die TSG Hofherrnweiler so viel drohend näherkam als der Aufstieg in Reichweite schien.

Trainer Patrick Faber will mit seinem Team an den guten Lauf der letzten Spiele anknüpfen. Und die Tests der vergangenen Wochen machen Hoffnung. Bis zum Pokalspiel gegen den FV Sontheim/Brenz gab's kein Gegentor, erst dann musste die Verbandsligamannschaft lernen, mit einem Rückstand umzugehen und haben aus ihrer 1:2-Niederlage gelernt.

„Wir haben in der letzten Saison viel zu viele Gegentore gekriegt“, weiß der Coach. „Darauf haben wir in der Vorbereitung nun natürlich den Schwerpunkt gelegt.“ Zudem hat Faber die Struktur des Teams auf dem Platz gefestigt.

Arbeiten kann der Trainer da mit einer Mannschaft, die sich größtenteils schon lange kennt, die gut eingespielt ist und in die sich die Neuzugänge bereits bestens integriert haben. „Unsere Gemeinschaft ist besonders stark“, weiß Faber. Und dass die TSG Hofherrnweiler keine Durchgangsstation ist für den Trainer der große Trumpf, die Marschroute und Philosophie, mit der sich die Spieler des Vereins identifizieren.

Faber gibt zu: „Sicher würde ich mir an der ein oder anderen Position Unterstützung wünschen.“ Aber: „Wir holen nur Jungs, die dazupassen. Und das haben wir geschafft. Jeder einzelne Spieler im Kader hat mein volles Vertrauen.“

Was Faber von seinen Jungs verlangt und fordert? Das beantwortet der Trainer deutlich: „Wir wollen leidenschaftlich spielen.“ Mit guter Struktur. Und weiter: „Wir wollen - ich nenne es immer - ,ehrlichen Fußball' spielen.“ Schnörkellos, aber leidenschaftlich, der Einsatz und Laufbereitschaft fordert. Wie er das seinen Jungs vermittelt? „Ich bin einer, der Dinge klar anspricht.“ Der 34-Jährige hat die Rollen in der Mannschaft klar verteilt, jeder Einzelne kennt seine Stärken und weiß sie einzusetzen.

Und das wollen Fabers Jungs nun in den kommenden 38 Punktspielen beweisen. „Das ist ein wahnsinnig hohes Pensum“, merkt der Trainer an. „Auch, weil quasi eine komplette Saison fehlt.“ Faber ist gespannt, wie die Mannschaften der Verbandsliga die Belastung wegstecken und auch wie seine Elf dies meistern wird. „Die Jungs müssen alles aus sich herausholen.“

Denn die Gegner haben es in sich. „Einige Mannschaften haben sich qualitativ verstärkt und Transfers mit Profis und Spielern aus dem Ausland getätigt.“ Da könne und wolle die TSG Hofherrnweiler nicht mitgehen, die Philosophie sei eine andere, sei der Aufbau der Jugend, die Ausbildung der Spieler und der Erfolg der Gemeinschaft.

Zu den Favoriten Fabers der diesjährigen Saison zählen neben dem TSV Essingen, der vergangene Saison schon großer Favorit war, auch der FSV Hollenbach. „Ich bin mir sicher, dass es auch ein, zwei Überraschungsmannschaften geben wird.“

Los geht es für die TSG am kommenden Samstag, 7. August, beim TSV Berg. „Natürlich hätte ich gerne zuerst ein Heimspiel gehabt“, gibt der 34-Jährige zu. Gerade wegen der heimischen Atmosphäre, den Fans und den Zuschauern, die ihre Hofherrnweiler Elf anfeuern. „Wir haben in Berg etwas gutzumachen“, erinnert der Trainer an die 0:4-Niederlage der vergangenen Saison. „Unser Ziel ist es, aus Berg etwas Zählbares mitzubringen.“

Bis dahin wird noch fleißig trainiert. Da immer wieder mal der ein oder andere Spieler in den Trainingseinheiten gefehlt hat, werde nun Aufgabe sein, alle Spieler zu integrieren und eine gute Trainingswoche zu absolvieren, um am Samstag möglichst alle Spieler zur Verfügung zu haben. „Wir als Trainerteam werden dann entscheiden, welche Formation am besten zum Gegner passt.“ Und das werden laut Faber sicher „Spieler sein, die richtig Bock auf Fußball haben.“

Wir wollen ehrlichen Fußball spielen.“

Patrick Faber, Trainer der TSG Hofherrnweiler

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