Sportart mit viel Potenzial

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T-Ball ist eine vereinfachte Form von Baseball für Kinder und wird von der ASA angeboten.
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Die Virngrund Elks aus Ellwangen und die Baseballer der Aalener Sportallianz kooperieren, um ihrem Nachwuchs Spielmöglichkeiten bieten zu können.

Ostalbkreis. 

Um ihren Nachwuchs auf eine breitere Basis zu stellen und ihm vor allem wieder Spielmöglichkeiten zu geben, arbeiten die Baseballer der Virngrund Elks Ellwangen und der Aalener Sportallianz in der jetzt beginnenden Saison 2022 zusammen. Soll heißen, dass Spieler des einen Vereins in Altersklassen des anderen mitwirken, in denen man selbst keine Mannschaft stellen kann.

„Wir konnten unserem Nachwuchs zwei Jahre keine Wettkämpfe anbieten, das hat ihn – wie in vielen anderen Sportarten auch – ausgedünnt“, sagen Kai Leiter, Jugendtrainer der Elks, und Thomas Meyer, bei der Sportallianz für den Schülerbereich zuständig. „Bei einem Spiel müssen neun Spieler auf dem Feld stehen, dazu braucht man einige Auswechselspieler, um so eine Saison zu bestreiten, sollten etwa 15 im Kader stehen“, ergänzt Leiter. Da das weder bei der Jugendmannschaft der 12 bis 15 Jährigen der Elks noch bei der Schülermannschaft (8 bis 12 Jahre) der ASA der Fall ist, hatte man im Vorfeld Gespräche aufgenommen. So werden einige Schüler der Elks ihre Altersgenossen der ASA verstärken, umgekehrt drei Jugendliche aus Aalen die Mannschaft der Elks. Dazu wird Leiter auch 1 bis 2 Schüler in die Jugendmannschaft hochziehen. Beide Altersklassen spielen übrigens gemischt, mit Jungs und Mädchen besetzt.

Erfahrung ist gefragt

„Es ist wichtig, dass wir den Jungs und Mädchen Spielgelegenheiten bieten, denn nur über Spielerfahrung lernt man diesen intensiven Sport und vor allem die verschiedenen Positionen kennen – und hat einen Anreiz, auch dabei zu bleiben“, sagt Thomas Meyer von der Sportallianz. In beiden Vereinen hat Corona einen Umbruch in diesen Altersklassen verursacht, sind doch eine ganze Reihe Sportler abgesprungen. Andere sind in die nächsthöhere Altersklasse aufgerückt. „Wir haben aber auch Neulinge dazu gewonnen, und die brauchen jetzt Spielerfahrung“, freut sich Kai Leiter ebenso wie sein Aalener Kollege.

Baseball ist ein sehr zeitintensives Spiel, aber auch eine körperlich fordernde Sportart. Eine Partie in der Jugend dauert 2 bis 2 1/2 Stunden, mit kurzen intensiven Intervallen. Um ein Spiel zustande zu bringen, werden die wichtigen Positionen wie Pitcher oder Catcher mit erfahreneren Sportlern besetzt. „Aber jeder, auch die Neulinge, werden ihre Spielzeiten bekommen, der Sieg ist nicht das Wichtigste, sondern die Entwicklung der Spieler“, sagt Kai Leiter. Denn man wolle den Sport im Verein, aber auch in der Region nachhaltig entwickeln und bekannter machen. „Die Vereine werden sich die Spieler nicht gegenseitig abwerben, denn wir haben die gleichen Interessen, nämlich den Nachwuchs bis in die aktiven Mannschaften zu halten“, ergänzt Thomas Meyer. Mit der Kooperation könne man allen Baseball-Interessierten Spielmöglichkeiten bieten, von den Schülern bis zu den Aktiven. So biete die ASA auch das so genannte T-Ball an, eine vereinfachte Form für Kinder bis acht Jahren.

Sportart nachhaltig entwickeln

„Der Sport hat bei uns in der Region sicher Entwicklungspotenzial, auch deshalb, weil erst mal nicht der Leistungsgedanke, das Gewinnen müssen im Vordergrund steht, sondern das gute Miteinander gefördert wird“, sagt Leiter. Was immer wieder auch Eltern und Kinder bestätigen, die es zuvor beispielsweise im Fußball anders erlebt haben, und sich jetzt beim Baseball wohler fühlen. „Wir wollen der Sportart eine dauernde und möglichst breite Basis verschaffen, nur so kann er sich hier entwickeln“, betont Kai Leiter. Wobei die Elks mit einer Herren-Mannschaft in der 2. Bundesliga bereits recht gut dastehen. Aalen möchte wieder eine Herrenmannschaft aufbauen, zuvor eben den nötigen Unterbau schaffen. „Dazu möchten wir auch gemeinsam Ideen und Anreize entwickeln“, ergänzt Thomas Meyer.

Es ist wichtig, dass wir den Kindern Spielgelegenheiten bieten.“

Thomas Meyer,, Aalener Sportallianz
Mit T-Ball können auch die Jüngsten bereits spielen.
Volle Konzentration bei Pitcher (rechts) und Catcher.
Gemeinsam und mit gegenseitiger Unterstützung sind wir stark, heißt es bei den Baseballern.

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