Sportfreunde Dorfmerkingen sind über dem Strich

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In der Oberliga haben die Sportfreunde Dorfmerkingen (rot) den SV Linx empfangen.

Sportfreunde Dorfmerkingen siegen beim südbadischen Pokalsieger SV Oberachern 2:5 und verlassen die Abstiegszone.

Oberachern.

Was für eine Energieleistung mussten die Sportfreunde Dorfmerkingen am Mittwochabend vollbringen, bis der 5:2-Auswärtssieg beim SV Oberachern unter Dach und Fach war. Dorfmerkingen hat damit die Abstiegszone verlassen.

Vier Stunden Anfahrt, kilometerlange Staus auf der A 8. Einige Akteure konnten die Reise berufsbedingt mit dem Mannschaftsbus gar nicht antreten und fuhren mit dem Privat-PKW zum Auswärtsspiel. Rund um das Team war Spannung pur angesagt. Jeder wusste, dass man nur bei einem Sieg die Chance auf den Klassenerhalt in Oberliga wahren kann.

Bereits bei der Ankunft merkte man, dass die Gastgeber nach ihrem Pokaltriumph im südbadischeen Pokalfinale ihren Fans einen Heimsieg präsentieren wollten, um somit ihrem befreundeten Nachbarverein SV Linx im Abstiegskampf Schützenhilfe zu leisten.

Dass den Schützlingen von Trainer Helmut Dietterle beim Auswärtssieg nichts geschenkt worden ist, zeigen die zwei roten Karten gegen den Trainer der Gastgeber und des Trainersohnes vom Abstiegskonkurrenten SV Linx, N. Leberer, der die Farben vom SV Oberachern trägt. Dies brachte auch Oberacherns Trainer in arroganter Weise bei der Pressekonferenz deutlich zum Ausdruck, indem er sich beim SV Linx für die Niederlage entschuldigte und den sehr konsequent leitenden Unparteiischen Zanke beleidigend kritisierte.

Während die Gastgeber in spielerischer Weise den Sportfreunden überlegen waren, waren es Gallego, Nietzer, Pesic & Co. die das effektivere Spiel an den Tag legten. Bereits nach sechs Spielminuten fiel die Dorfmerkinger Führung durch einen haltbaren Schuss von Gallego. Doch der Führungstreffer hielt gerade mal zwei Zeigerumdrehungen, als die Dorfmerkinger Abwehr durch die pfeilschnellen Außenstürmer ausgetanzt wurde und Ambri unhaltbar einschoss.

Oberachern bestimmte das Geschehen und die Sportfreunde erzielten die Tore. So der erneute Führungstreffer in der 17. Spielminute. Über die linke Seite wurde Eiselt von Gallego bedient und Sime Pesic wuchtete den Querpass unhaltbar in die Maschen der Gastgeber. Mit toller Moral und großem Kampfgeist verteidigten die Sportfreunde die Führung bis zur Pause.

Nach der Pause wollten es die Gastgeber wissen. Doch sowohl der quirrlige Awell, als auch Durmus fanden ihren Meister in SFD-Keeper Junker. Aus einer kämpferischen Abwehrleistung folgten Konter teilweise wie aus dem Lehrbuch. So schickte Gallego in der 60. Spielminute Sime Pesic auf die Reise und dieser wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Den Strafstoß verwandelte Gallego sicher zum 1:3. Danach fast eine Doublette in der 68. Spielminute, als erneut Gallego Daniel Nietzer mustergültig bediente, dieser alleine auf Keeper Redl zulief und von Leberer umgerissen wurde. Den erneuten Strafstoß verwandelte wiederum Gallego zum 1:4 und der letzte Widerstand der Gastgeber war gebrochen. Danach war es der eingewechselte Mutlu, der über die linke Seite quer zum mitgelaufenen Nietzer passte und der Abwehrversuch landete zum 1:5 im Oberachener Gehäuse. Der dritte Foulelfmeter dann in der 85. Minute war nur noch Ergebniskorrektur gegen die Sportfreunde zum 2:5 Endstand.

SFD-Trainer Dietterle: „Mit diesem Ergebnis hat vor der Partie sicherlich niemand gerechnet und ich muss allen eingesetzten Akteuren unter diesen schwierigen Vorzeichen ein großes Lob aussprechen. Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die effektivere. Dies heute war nur ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt. Schon jetzt richtet sich das Augenmerk auf die schwere Auswärtspartie am Samstag gegen die Sportunion Neckarsulm.

SF Dorfmerkingen: Junker - Schmidt, Janik, Feil, Eiselt, S. Pesic (75. Mutlu), Gunst (46. Avigliano), Nietzer (84. Renner), Adler (63. Schwarzer), Schindele, Gallego.

Tore: 0:1 Gallego (6.), 1:1 Ambri (8.), 1:2 S. Pesic (17.), 1:3 Gallego (60. / FE), 1:4 Gallego (68. / FE), 1:5 Eigentor (81.), 2:5 Durmus (85. / FE).

Rote Karten: Fabian Himmel (SVO-Trainer), N. Leberer (SVO).

Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die effektivere.“

Helmut Dietterle, SFD-Cheftrainer

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