Sportmosaik

SSV Aalen: Ex-Profi des VfR Aalen wird Co-Trainer

+
Cassio da Silva: Der Ex-Profi ist neuer Co-Trainer des SSV Aalen.
  • schließen

Alexander Haag über namhafte Neuverpflichtungen, 1000 unnötige Kilometer und eine nicht ernst gemeinte Idee.

Er war ein gefragter Mann beim ersten „After-Work-Event“ des VfR Aalen: Benjamin Kindsvater. Nur wenige Tage nach seiner erneuten OP am Sprunggelenk gab der Angreifer geduldig Auskunft über seinen aktuellen Gesundheitszustand. Und verheißt für die Fans des Regionalligisten derzeit wenig Gutes: „Mein Knorpel musste gerichtet werden“, sagt Kindsvater, dessen lange Leidenszeit damit weiter geht. Zwei Wochen lang muss er einen Gips tragen, danach weitere vier Wochen den Fuß schonen. Ob er denn in der Vorrunde überhaupt noch zur Verfügung stehe, wurde er gefragt. „Ich denke schon, dass es für das eine oder andere Spiel noch reicht. Aber ob das Sinn macht ..“

Damit ist das Gewissheit, was viele befürchtet haben: Der VfR Aalen muss in der Vorrunde ohne seine beiden Leistungsträger in der Offensive auskommen. Neben Benjamin Kindsvater verpasst bekanntlich auch Steffen Kienle (Achillessehnenriss) das erste Halbjahr. Mit ein Grund, weshalb der Regionalligist einen weiteren Stürmer an der Angel hat. Dino Nuhanovic. Der 18-Jährige stürmte zuletzt für den VfL Wolfsburg in der U19-Bundesliga. Dort wollte VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore den Nachwuchsstürmer auch erstmals beobachten. Allerdings: An jenem Tag verletzte sich Nuhanovic beim Warmlaufen. Für Lepore bedeutete das: gut 1000 Kilometer umsonst gefahren.

Der SSV Aalen hat zwei namhafte Neuzugänge verpflichtet. Zunächst einen fürs Trainerteam. Cassio da Silva ist neuer Co-Trainer beim Bezirksliga-Absteiger. Der 43-jährige Brasilianer war einst Fußballprofi, er trug das Trikot des VfR Aalen, FC Normannia Gmünd und 1. Heidenheim. Er absolvierte in seiner aktiven Laufbahn 162 Regionalligaspiele, in denen der Innenverteidiger sechs Treffer erzielte. Außerdem eine Partie im DFB-Pokal.

Auch auf dem Spielermarkt hat der SSV Aalen noch einmal zugeschlagen. Vom Landesligisten SV Neresheim wechselt David Banen Essome zum Bezirksliga-Absteiger. Der 26-jährige Angreifer soll die Offensive des SSV verstärken.

Es war ein großes Handball-Fest, das der TSB Gmünd am Sonntag veranstaltete. Mit einem All-Star-Spiel gegen die aktuelle Oberliga-Mannschaft. Mit den heutigen Bundesligaspielern Djibril M'Bengue und Max Häfner, die 2014 beim ersten Oberliga-Aufstieg das TSB-Trikot getragen haben. Da kam TSB-Schatzmeister Markus Beirle mit einem - nicht ganz ernst gemeinten - Vorschlag um die Ecke: „Lasst uns die Spieler alle einsammeln, eine dritte Mannschaft anmelden und dann wieder von der Kreisliga aus durchmarschieren.“ Torjäger Sebastian Göth, der bis vergangenes Jahr noch für das Perspektivteam in der Bezirksklasse die Knochen hingehalten hatte, konnte darüber nur schmunzeln. „Dieses Spiel war ein einmalige Sache, den am nächsten Tag macht der Körper dann nicht mehr mit ...“

Eine runde Sache war beim TSB-Handballfest das All-Star-Game besonders für den Abschied von Sebastian Fabian, Christian Waibel und Aaron Fröhlich, die ihr blau-gelbes Trikot nach über zehn Jahren an den Nagel hängen. Trotz Trainingsspiel-Charakter und gemütlichem Zusammensein war mächtig Spannung geboten, allerdings gestand Fröhlich auch: „Die Jungen haben uns so aussehen lassen, dass es für uns gut aussah. Da brauchen wir uns jetzt nicht stärker machen, als wir sind.“ Als emotionaler Schlusspunkt bleibt dem Kapitän vielmehr das letzte Pflichtspiel von Ende Mai in Erinnerung, als der langjährige Kapitän in letzter Minute sein 1000. Oberliga-Tor erzielt hatte.

Über einen schönen Einstand auf der Trainerbank beim TSB Gmünd freuten sich Michael Stettner und Volker Haiser. „Die Jungs haben genau das gemacht, was wir wollten: Sie haben sich nicht verletzt und niemanden verletzt“, sagt Haiser. Bei beiden Coaches bestätigte das Handballfest den guten ersten Eindruck der vergangenen Wochen. Bereits beim Training musste sich ihr Team bei einer Athletikeinheit mit anschließendem Balltraining in der Halle mächtig auspowern. „Das war kräftemäßig schon an der Grenze“, sagt Stettner: „Aber die Jungs haben das bravourös gemacht, da hat sich keiner hängen lassen. Von diesem Tag nehme ich deutlich mehr mit als vom Spiel. Ziel war, dass da eine Show stattfindet und jeder Spaß hat. Der Rest war einfach nur Gaudi.“

Alexander Haag

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare