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SSV-Geschäftsführer Markus Thiele: So gut wie noch nie

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Markus Thiele
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Alexander Haag über einen Rekord, ein Derby und Ex-Aalener.

Acht Spiele - sieben Siege, null Niederlagen, 22 Punkte. Nie zuvor ist der SSV Ulm 1846 so gut in eine Saison gestartet. Nicht einmal in der Saison 1998/1999, als die „Spatzen“ unter dem damaligen Trainer Ralf Rangnick in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind. Da standen nach acht Partien fünf Siege und drei Unentschieden zu Buche. Am Samstag will der SSV 1846 seine Erfolgsserie fortsetzen - im Derby beim VfR Aalen. Und für fünf Ulmer ist es eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte: Geschäftsführer Markus Thiele, Analysetrainer Oliver Seitz sowie die Spieler Thomas Geyer, Dennis Chessa und Andreas Ludwig standen alle beim VfR unter Vertrag.

Wobei auf dem Rasen voraussichtlich nur ein ehemaliger Aalener stehen wird: Innenverteidiger Thomas Geyer. Dennis Chessa, der erst vor der Saison vom TSV Steinbach Haiger nach Ulm gewechselt hat, fällt wegen muskulärer Probleme sicher aus. Und Andreas Ludwig hat sich bei einem Sturz auf den Rücken eine Stauchung der Wirbelsäule zugezogen. Auch der frühere Bundesligaspieler wird im Derby eher passen müssen.

Nur ein bisschen besser sieht es bei Levin Kundruweit aus. Der Stürmer des VfR Aalen, der bis Sommer das Trikot des SSV Ulm 1846 getragen hat, hat am Sonntag beim VfB Stuttgart einen Schlag auf den Spann bekommen und musste kurz nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt werden. Trainer Tobias Cramer hat am Montag eine erste Entwarnung gegeben, und am Dienstag sagte auch Geschäftsführer Giuseppe Lepore, dass „die Schwellung leicht zurückgegangen ist“. Ob es allerdings bis Samstag zum Derby reicht, „können wir noch nicht abschätzen“.

Das Trikot des VfR Aalen hat einst auch Luca Schnellbacher getragen. Zwischen 2017 und 2019 absolvierte er 78 Pflichtspiele für die Schwarz-Weißen und erzielte 17 Treffer. Inzwischen spielt der Torjäger für die SV Elversberg, und mit der ist er vergangene Saison bekanntlich in die 3. Liga aufgestiegen. Auch dort könnte es für den 28-Jährigen nicht besser laufen. Die Elversberger sind als Aufsteiger überraschend Tabellenführer, und Schnellbacher liegt zudem mit sieben Toren in neun Partien in der Torjägerliste ganz vorne. Allerdings musste er zuletzt beim 3:1-Sieg in Halle mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Nun hat der Stürmer Entwarnung gegeben. „Ich habe nur eine Prellung, wurde an der Achillessehne getroffen, und das hat in die Wade gezogen.“

Mit Schmerzen ausgewechselt wurde auch Daniel Rembold von der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Der Mittelfeldspieler verletzte sich im Derby gegen den FC Normannia Gmünd (3:2) bereits nach 38 Minuten bei einem Zweikampf. „Daniel hat sich das Sprunggelenk verdreht und konnte nicht mehr auftreten“, sagt Trainer Patrick Faber. Allerdings ist die Verletzung nicht ganz so schlimm. „Ich hoffe, dass Daniel am Mittwoch wieder mittrainieren kann und damit eine Option fürs Spiel in Pfullingen ist“, so Faber. Unterdessen freut sich der Trainer noch über den Derbysieg. „Es gibt zwar auch nur drei Punkte, aber es ist wichtig, wie ein Sieg zustande kommt, und der gegen Gmünd war richtig gut.“

Einen Sieg, das wünscht sich auch Oliver Glass von seiner SG Bettringen. Der Sportliche Leiter, der seit Amt im Januar 2023 nach 16 Jahren abgeben wird, sagt vor dem Auswärtsspiel in Frickenhausen, dass „wir bei einem Dreier wieder voll bei der Musik wären und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wieder hergestellt hätten“. Aber: Das gelte nur im Falle eines Sieges. Frickenhausen und der Aufsteiger aus Gmünd duellieren sich jedenfalls auf Augenhöhe. Beide Mannschaften haben aus den ersten acht Spielen vier Punkte geholt. Frickenhausen ist Dritt-, Bettringen Vorletzter. Ärgerlich aus SGB-Sicht: Die personelle Situation ist auch am Sonntag noch angespannt.

Und noch zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Bella Kotchaps ist von Bundestrainer Hansi Flick für die Länderspiele gegen Ungarn und England erstmals ins Aufgebot berufen worden. Der 20-Jährige trägt sonst das Trikot des FC Southampton in der Premier League, und dort heißt dessen Trainer Ralph Hasenhüttl. Der Ex-Coach des VfR Aalen schwärmt von seinem Neu-Nationalspieler. „Von allen meinen Spielern hat Bella bislang die konstanteste Performance gezeigt“, sagt Hasenhüttl. Und: „Bella hatte einen starken Oberkörper und einen starken Unterkörper, dazwischen war nichts. Wir haben ihn aber mit einem Programm in die Spur gebracht.“ Und zu Hansi Flick ...

Alexander Haag

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