Stadt Gmünd ehrt beim Sportlerball über 200 Athleten

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Insgesamt 205 Sportler wurden beim Sportlerball der Stadt Gmünd geehrt.
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Eine Weltmeisterin und Deutsche Meister: Beim Festabend werden fast dreimal so viele Sportler wie im Vorjahr ausgezeichnet. OB Arnold will die Infrastruktur auf einen guten Stand bringen.

Schwäbisch Gmünd. Der Sport in Schwäbisch Gmünd kehrt zu alter Stärke zurück. Nach den coronabedingt schwächeren Jahren hat die Stadt am Freitagabend insgesamt 205 Athleten für ihre Erfolge im Jahr 2022 ausgezeichnet - 2021 waren es gerade einmal 60. Und auch der Rahmen ist wieder feierlich: Die Sportlerehrung wurde als Festabend im Stadtgarten abgehalten. Das gab's zuletzt 2020.

Eine Doppel-Weltmeisterin, mehrere Medaillengewinner bei Europameisterschaften sowie zahlreiche Deutsche und Süddeutsche Meister - die Sportler haben im Jahr 2022 herausragende Erfolge erzielt und dafür gesorgt, dass Schwäbisch Gmünd den Namen Sportstadt zurecht trägt. Unter den 205 Athleten waren 40 Kinder - und für die war es ein Novum. Erstmals wurde die Ehrung des Nachwuchses in den Festabend der Aktiven integriert. Apropos Anzahl der Geehrten: Dass es fast dreimal so viele Athleten sind wie im Vorjahr, zeigt, „dass wir wieder da sind, wo wir vor Corona waren“, sagte Sportamtsleiter Klaus Arnholdt. Und der städtische Sport-Abteilungsleiter Frank Wendel fügte hinzu, dass der Sport „wieder sichtbar und spürbar ist“.

Der Auftakt im Stadtgarten war dank der Rhythmischen Sportgymnastinnen des TV Wetzgau ein bunter. „Wenn es so farbenfroh anfängt, kann es nur ein gutes Sportjahr werden“, so der Sportamtsleiter. Davon ist auch Richard Arnold überzeugt. „Ich bin mir sicher: Ein interessantes Jahr liegt vor uns, und wir wollen es mit Tatendrang angehen“, so der Oberbürgermeister. In den letzten Monaten habe die Stadt ein Sanierungskonzept für die Sport- und Gemeindehallen und für die Freisportflächen erarbeitet. „Damit wird unsere sportliche Infrastruktur nach und nach auf einen guten Stand gebracht“, versichert Arnold.

Viel Applaus gab's für die Ankündigung, dass die Stadt „eine Sportstätte wachküssen will, die über viele Jahre im Dornröschenschlaf gelegen hat“. Der OB spricht vom Schießtalsee, „in dem viele Gmünder das Schwimmen gelernt haben“. Im Mai wolle man den See wieder in Betrieb nehmen. „Den Gmündern steht dann der See mit neu gestaltetem Badestrand für das Schwimmen, Baden, Schlauchbootfahren zur Verfügung.“ Richard Arnold blickte auch aufs Sportjahr 2023 voraus. Mit den Veranstaltungen in der „Turn- und Tobe-Halle“ für Kindergartenkinder, den deutschen Hochschulmeisterschaften im Schwimmen, dem 4. Remstal-Marathon, den Klassikern wie den Gmünder Stadtlauf oder den Albmarathon und den Rundenspielen der Ballsportler habe Gmünd einen vollen Sportveranstaltungskalender.

„Wie lange sparen wir noch?“

Timo Scherer und Emil Lieby brachten dann den OB ins Schwitzen - und mit ihm den Sportbürgermeister Christian Baron und Stadtverbandsvorsitzenden Ralf Wiedemann. Die beiden Schüler des HBG durften das Trio interviewen. „Herr Baron, wer ist ihr Lieblingsspieler beim VfB Stuttgart? Der Sportbürgermeister outete sich als „lauwarmer“ VfB-Fan. Sein Herz schlage für die Gmünder Vereine. Einen VfB-Spieler nannte Baron dann aber doch noch: Samuele di Benedetto. „Der wohnt in Lindach und wird noch viel Glanz in unsere Stadt bringen.“ Von Wiedemann wollten die beiden HBG-Schüler wissen, welche Sportart er gerne noch in Gmünd hätte. „Biathlon“, sagt er. OB Arnold wurde gefragt, welche Sportart er außer Schlittschuhlauf könne. „Alles, was mit zielgenauem Werfen zu tun hat.“

Die wohl kniffligste Frage bekam Christian Baron gestellt: „Das Wasser im Hallenbad ist kalt. Wie lange muss noch gespart werden? Der Bürgermeister war gewohnt schlagfertig. „Jetzt ziehen wir das durch, bis das Freibad geöffnet wird. Danach können wir die Temperatur wieder erhöhen - zumindest von 24 auf 24,5 Grad.“ Die Sportler im Stadtgarten waren beim Ball längst auf Temperatur - und feierten bis spät in die Nacht.

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