Staffel-Silber für die LGS-Männer

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Bitte mit Bild veröffentlichen, dort ist die 4x100m-Staffel der LG Staufen zu sehen, v.l.n.r.: Tobias Schroth, Luca Wowra, Julian Abele und Abdourahman Jallow. Das Quartett holte die Silbermedaille.

Milaine Ammon mit Bestleistung bei den Frauen - Liv Schulte verbessert sich erneut über 800m.

Ulm.

Silber für die Männerstaffel über 4x100m sowie Topleistungen von Milaine Ammon und Liv Schulte wahren die herausragenden Ergebnisse der LG Staufen-Athleten bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Ulm.

Grippale Infekte und Verletzung schwächten das bereits kleine Team der LG Staufen zusätzlich im Vorfeld der Baden-Württembergischen Meisterschaften der Aktiven und den Württembergischen Meisterschaften der U16 in Ulm. Mit Josefine Schäkel, Patrick Hess sowie Samuel und Leon Hofmann fielen gleich vier klare Medaillenkandidaten der LG Staufen aus. Dennoch gab es für die Rot-Weißen ein paar positive Momente in Ulm: Neben der Vizemeisterschaft der Männer-Staffel durften sich Milaine Ammon im Kugelstoßen und Liv Schulte über 800m in der U16 über neue Bestleistungen freuen.

Ausfälle zu beklagen

Als wären die vielen Trainingsausfälle während des Lockdowns nicht schon genug gewesen, musste die LG Staufen im Vorfeld der Meisterschaft mit Philip Kelterer einen weiteren Ausfall beklagen, was sich vor allem in der 4x100m-Staffel der Männer bemerkbar machte. Dennoch zeigte das Quartett einen guten Auftritt, mit Tobias Schroth und Luca Wowra gehörten zudem zwei Athleten noch der Jugend U20 an. Startläufer Schroth wechselte auf Julian Abele, der in seinem Einzelstart über die 100m-Distanz eine neue Saisonbestleistung aufstellte, aber das Finale leider verpasste. An dritter Stelle übernahm Abdourahman Jallow den Stab und übergab ihn an Schlussläufer Wowra. Insgesamt zeigten die vier Sprinter einen engagierten Lauf und belohnten sich bei den Männern mit der Vizemeisterschaft. Jeremias Ring, ebenfalls noch ein U20-Athlet, zeigte erneut einen guten Wettkampf im Hochsprung und wurde in der deutlich älteren Konkurrenz mit 1,85 Metern Sechster.

Bronze nur knapp verfehlt

Im Rahmen der baden-württembergischen Meisterschaften der Aktiven wurden auch die württembergischen Meisterschaften der U16 ausgetragen. Hier repräsentierte Liv Schulte die rot-weißen Farben der LG Staufen und verfehlte dabei die Bronzemedaille nur um vier Zehntelsekunden. Dabei stellte sie in 2:26,95 Minuten erneut eine persönliche Bestzeit auf und bewies ihre aktuell sehr gute Form.

Leonie Riek stellte sich der Konkurrenz über die 400m-Distanz, allerdings sieht man hier noch deutlich die Unterschiede zu den Sportlerinnen, die während des Lockdowns durchtrainieren konnten. Mit der Stadionrunde in den Beinen ging sie als Schlussläuferin des LG-Quartetts mit der 4x100m-Staffel an den Start. Dorothea Huber, als U18-Athletin eine der jüngsten im Feld, übergab als Startläuferin auf Leona Grimm, die auf Lea Zimmerhackel wechselte, ehe Riek als Schlussläuferin übernahm. Insgesamt war es ein durchwachsenes Rennen, am Ende wurden die Mädels Siebte.

Am zweiten Tag war Dreispringerin Lisa Ostertag die erste Athletin, für die es in den Wettkampf ging. In der letzten Saison hatte sie sich vorgenommen, die 12-Meter-Marke zu knacken, aber eine hartnäckige Fersenprellung zu Beginn der Saison machten diese Hoffnungen zunichte. Unter Schmerzen zeigte sie dennoch eine tapfere Leistung, musste jedoch nach dem Vorkampf den Wettkampf beenden.

In Vorbereitung auf den Mehrkampf am kommenden Wochenende stellte sich Leona Grimm den Spezialisten in der Hürdenkonkurrenz. Leider wollte sie es besonders gut machen und verursachte einen Fehlstart. Auch Leonie Riek wollte am zweiten Tag in ihrer Paradedisziplin ihr Können unter Beweis stellen. Bis zur vorletzten Hürde lag sie dabei auf dem Bronzerang, allerdings strauchelte sie leicht an der neunten Hürde und verlor dabei zu viel Geschwindigkeit für den Endspurt. Unglücklicherweise wurde sie noch kurz vor dem Zieleinlauf überholt. Auch hier zeigte sich der Trainingsrückstand gegenüber den Athletinnen, die während der Pandemie bessere Trainingsmöglichkeiten hatten.

Noch Potenzial

Den Abschluss an diesem Tag machte Milaine Ammon, die in dieser Saison ihr Potenzial noch nicht ganz ausschöpfen konnte. Mit großer Unterstützung der mitgereisten Athleten und Betreuer zeigte sie von Beginn an eine gute und stabile Leistung, ehe im fünften Durchgang der Knoten platze und sie die Kugel auf starke 14,03 Meter beförderte. Damit knackte sie erstmals die 14-Meter-Marke und stellte zudem eine neue persönliche Bestleistung auf. Am Ende landete sie zwar nur auf Rang fünf, war als U20-Athletin aber mit Abstand die Jüngste im Feld und kann mit dieser guten Leistung hoffnungsvoll auf die anstehenden Deutschen Jugendmeisterschaften blicken.

Weibliche Jugend U16:
800m: 4. Schulte 2:26,95min

Frauen:
400m: 9. Riek 58,32sek.
400m Hürden: 4. Riek 61,99sek
Hochsprung: 7. Grimm 1,50m .
Dreisprung: 13. Ostertag 11,18m.
Kugelstoßen: 4. Ammon 14,03m.
4x100m: 7. LG Staufen (Huber, Grimm, Zimmerhackel, Riek)

Männer:
100m: Abele 11,48sek
Hochsprung: 6. Ring 1,85m
4x100m: 2. LG Staufen (Schroth, Abele, Jallow, Wowra) 43,45sek

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