Staffeln schreiben in Berlin Aalener Schwimmgeschichte

+
Die Schwimmerinnen und Schwimmer der Aalener Sportallianz bei der DM in Berlin. Von links: Darija, Schiele, Johanna Gölder, Vanessa Dambacher, Oliver Hummel, Carolin Morassi, Julian Morassi, Vivien Jocham, Elena Perez-Kelke.

Die 4x200m Mixed Freistilstaffel wird bei der Deutschen Meisterschaft Fünfte und schrammt nur knapp an einer Medaille vorbei.

Berlin.

Die 4x200m Mixed Freistil-Staffel der Aalener Sportallianz schrieb Aalener Schwimmsportgeschichte. So weit vorne landete noch nie eine Aalener Staffel. Das ASA-Quartett wurde DM-Fünfte.

„Das ist ein toller Erfolg, wir dürfen nicht vergessen, welche Trainingsmöglichkeiten wir im Vergleich zu den Mannschaften haben, die vor uns platziert sind“, gratulierten Trainer Peter Rothenstein und der Sportallianz-Vorsitzende Dietmar King. Bei den Finals in Berlin war die ASA in allen Staffeln, sechs an der Zahl, am Start und konnte unten den Besten 18 in Deutschland landen.
 

„Überhaupt, ist es immer toll mit Staffeln bei den Deutschen dabei zu sein. Ich kann Schwimmer und Schwimmerinnen auch mal mitnehmen, die die Qualifikationsvorgaben im Einzelrennen nicht erfüllen, die aber nun sehr wertvoll in den Staffeln eingesetzt werden und diejenigen lernen das Flair einer Deutschen Meisterschaft kennen. Es ist schon etwas anderes und ganz besonderes einmal auf deutscher Ebene zu schwimmen, mal über die Württemberg Ebene hinaus zu schauen. In Staffeln haben wir immer wieder tolle Leistungssteigerungen, Schwimmen ist doch meist eine Einzelsportart, aber bei Staffeln kommt der Mannschaftsgeist richtig durch.“ So kommentiert Trainer Peter Rothenstein die Frage, warum er so gern Staffeln bei den Deutschen meldet.

Julian Morassi legte mit der Einstellung seines Vereinsrekordes von 1:59,51 min, in der 4x200m Freistil-Staffel, gut vor und Oliver Hummel übernahm mit einer Zeit von 2:06 min die zweite Teilstrecke. Die Zeit bedeutetet für ihn eine neue Bestzeit. Eine Mixed-Staffel besteht aus zwei männlichen und zwei weiblichen Teilnehmern und sie darf in beliebiger Reihenfolge gestartet werden. Somit waren die Männer durch und jetzt kam es unter anderem auf Carolin Morassi an, die hatte schon ihr Qualirennen über 100m Schmetterling hinter sich und am Nachmittag noch ihr B-Finale (wir berichteten) vor sich. Somit konnte sie nicht ganz aus dem Vollen schöpfen und legte 2:09 min drauf und übergab nun an Vanessa Dambacher. Sie war leider in den letzten Monaten krankheitsbedingt wenig im Training und konnte nicht an ihrer Ausdauer trainieren, hielt trotz alle dem mit 2:12 min gut durch und schlug im Gesamtklassement als Fünfte an, mit einer Endzeit von 8:28 min.

Ein tolles Ergebnis erreicht

„Wir haben ein tolles Ergebnis erreicht und wenn wir alle fit gewesen wären, dann hätten wir Bronze mit nach Hause genommen“, zogen die Vier die Bilanz zu ihrem tollen ASA-Vereinserfolg.

Am gleichen Tag wenige Minuten später stand das nächste ASA-Quartett am Start. Darija Schiele legte in der 4x100m weiblich Lagen-Staffel die erste Teilstrecke in Rücken in 1:13min zurück, Johanna Gölder schwamm auf der Bruststrecke 1:28 min und Carolin Morassi wechselte sehr gut auf die Schmetterlingsstrecke und mit einer tollen Wechselzeit von 0,05 sek kraulte Vanessa Dambacher die letzte Teilstrecke zum 18. Platz bei den DM und einer Gesamtzeit von 4:57 min.

Einen Platz besser, schnitt die weibliche ASA-Staffel über 4x100m Freistil (4:12min) ab. Vanessa Dambacher schwamm dieses Mal unter 1 Minute und übergab nach guten 59,77 sek an die 17-jährige zweite Schwimmerin Vivien Jocham. Sie hängte sich in ihr Rennen und kraulte in Bestzeit 1:04,1min ihre Bestzeit. Als dritte sprang die 16-jährige Darija Schiele ins Wasser. Ihre 100m Freistil waren nach 1:04,6min zu Ende und Schlussschwimmerin Johanna Gölder kraulte durch das Berliner Becken in 1:05,1min.

Dreimal neue Bestzeiten

Die nächste ASA-Staffel landete auf einem guten Platz 13. „Oliver Hummel konnte in Berlin dreimal mal seine Bestzeiten steigern und Julian Morassi ist ein absolut top Mannschaftsschwimmer“, lobte Trainer Peter Rothenstein seine einzigen beiden Jungs. Somit legte Oliver Hummel in der 4x100m Freistil-Mixed-Staffel mit Bestzeit von 55,75 sek sehr gut vor und Julian Morassi setzte mit starken 54,40 sek die Sache sehr gut fort und übergab nun an die Frauenpower. Zuerst Vanessa Dambacher und Schlussschwimmerin Carolin Morassi sprinteten jeweils mit einer Minute ihre Teilstrecken zu Ende. Die Endzeit wurde mit 3:51 min gelistet.
 

Eine weitere weiblich Staffel platzierte sich auf einem guten 12. Platz in 9:25 min. Vivien Jocham zeigte sich immer als gute Mannschaftschwimmerin und legte als Erststarterin, in der selten geschwommenen 4x200m Freistil-Staffel, mit 2:19,02 min gleich mit Bestzeit den Grundstein für das gute Abschneiden. Zumal sie auch eine sehr junge Staffelbesetzung bildeten. Auf sie folgte Johanna Gölder, die mit 2:19,9 min ebenfalls noch nie schneller war. Als dritte Starterin legte Darija Schiele mit 2:21 min genauso eine Bestzeit hin und auf der letzten 200m Teilstrecke schwamm die jüngste im ASA-Team, Elena Perez-Kelke ebenfalls in 2:25 min Bestleistung. „Die Premiere in Berlin hat Elena sehr gut gemeistert und sie wird mit Sicherheit in Zukunft von diesem Wettkampf profitieren“, freute sich Peter Rothenstein.
 

Fünfzehnte wurden die vier Aalener in der Mixed-Lagen-Staffel in 4:23min. Mit Darija Schiele ging es auf der 100m Rückenstrecke los. Mit 1:12min starteten das Aalener Team ins Rennen. Brustschwimmer Oliver Hummel zeigte was in ihm steckt und legte die Bruststrecke in einer top Zeit von 1:11,0 min zurück. „Das war top“, freute er sich nach seinem Rennen. „Unter einer Minute mal wieder zu schwimmen, stark!“, darüber freute sich Julian Morassi bei seinen 100m Schmetterling und Vanessa Dambacher zeigte trotz krankheitsbedingtem reduzierten Training, dass sie mehr drauf hat. „Zum Abschluss nochmals eine Minute zu kraulen und damit auf einem guten Platz 15 zu landen, hat Spaß gemacht“, lachte Vanessa Dambacher.
 

In Idealbesetzung und mit mehr Wettkampfroutine ist bei den Staffeln noch einiges drin, darüber sind sich Trainer und die Schwimmer und Schwimmerinnen der ASA für die Zukunft im Klaren. Wir hängen uns beim nächsten Mal wieder rein.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare