Steeb Drittbester in Deutschland

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Philipp Steeb setzte Ausrufezeichen mit Tagesspitzenwerten in seinem gesamten Jahrgang.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Gmünd sind vier Sportler des TV Wetzgau am Start: Philipp Steeb, Arne Halbisch und Valentin Zapf auf dem Podest – Kimi Köhnlein Sechster.

Gastgeber TV Wetzgau vier Eisen im Feuer: In der Altersklasse 12 die beiden Eigengewächse Kimi Köhnlein und Philipp Steeb, in der Altersklasse 17/18 die beiden Mitglieder der Bundesligamannschaft Arne Halbisch und Valentin Zapf.

Für Köhnlein und Steeb waren es die ersten Deutschen Jugendmeisterschaften. Erstmals konnten sie dem Nachwuchsbundestrainer ihre Kür-Übungen präsentieren.

Auch die Pflicht meisterten beide routiniert und zuverlässig. Köhnleins Höhepunkte: 9,05 am Barren, 8,95 am Boden und 9,075 Punkte mit der wohl besten Seitpferdübung in seinem bisherigen Leben an diesem Zittergerät.

Steeb setzte am Reck mit 9,1 Punkten ein Ausrufezeichen und lieferte das beste Ergebnis des gesamten Jahrgangs. Am Barren standen 9,3 Punkte, am Sprung 9,325 und am Seitpferd sogar 9,7 Punkte zu Buche – jeweils die zweithöchsten Werte des Wettkampfes. Mit diesen Ergebnissen brachten sich die Wetzgauer Youngster nach Tag eins in eine aussichtsreiche Ausgangssituation (Köhnlein 6., Steeb 3.) für den Kürdurchgang. In der Teamwertung aller deutschen Turnverbände setzte sich der Schwäbische Turnerbund mit seinen Leistungsträgern Köhnlein und Steeb auf den Silberrang.

Tag zwei brachte den zweiten Kürdurchgang der Altersklasse 17/ 18 mit den beiden Wetzgauer Bundesligaturnern Arne Halbisch und Valentin Zapf. Sie demonstrierten, warum sich TVW-Coach Paul Schneider für diese beiden Neuzugänge entschieden hatte. Nach spannendem Duell um die Spitze setzte sich Zapf am Ende mit nur 0,65 Punkten Rückstand auf Platz zwei. Halbisch erklomm mit einem Punkt Rückstand ebenfalls das Podest auf Rang drei. Zapf wurde darüber hinaus eine besondere Ehre zuteil: Er war Teilnehmer mit den wenigsten Abzügen, darum überreichte Junioren-Bundestrainer den Klaus-Köste-Pokal an den Unterföhringer Turner.

Bis zu dieser Altersklasse haben die TVW-Eigengewächse Köhnlein und Steeb noch fünf Jahre. Sichtlich nervös gingen die beiden HBG-Schüler in den Wettkampf. Köhnlein präsentierte am Auftaktgerät Barren seine Kürübung mit neu erlernten Elementen sicher und kam auf 9,95 Punkte. Steeb setzte den Doppelsalto-Abgang fast in den perfekten Stand und erzielte 11,60 Punkte. Am Königsgerät Reck passierte Köhnlein bei der ganzen Drehung ein Missgeschick und er musste das Gerät verlassen. Beim zweiten Versuch gelange diese ideal und so rettet er noch 8,35 Punkte. Steeb turnte mit angezogener Handbremse, ließ kurzfristig noch ein nicht ganz sicheres Element aus der Übung und kam so nur auf 10,85 Punkte.

Kimi und Philipp haben einen sehr guten Wettkampf geturnt.

Jens Milbradt, Junioren-Bundestrainer, über Kim Köhnlein und Philipp Steeb

Am Boden setzten die Wetzgauer ein Ausrufezeichen. Steeb hatte den höchsten Schwierigkeitswert: Doppelschraube vorwärts, 2,5-fache Schraube rückwärts lassen erahnen, wo es an diesem Gerät noch hingehen kann. 13,0 Punkte Endwert bedeuteten die zweithöchste Wertung. Köhnleins Ausgangswert war der dritthöchste des Starterfeldes, auch er fuhr mit 11,65 Punkten ein sehr gutes Ergebnis ein. Das Seitpferd hat Köhnlein mittlerweile gut gebändigt und so fügte er 10,0 Punkte seinem Punktekonto hinzu. Steeb hatte sich viel vorgenommen und als nur einer von zwei Turnern das Vor- und Rückwärtswandern in seinem Programm, so kam er auch an diesem Gerät auf den höchsten Ausgangswert. Mit großem Kampfgeist zog er seine Übung durch und freute sich über das beste Resultat aller 12-jährigen: 11,1 Punkte. An den Ringen haben die Wetzgauer Youngster noch Defizite, hier reichte es nur zu 10,35 (Köhnlein) und 10,0 (Steeb) Punkten. Der Sprung war trotz eines kräftezehrenden Wettkampfs dann wieder sichere Beute für die zwei Gymnasiasten: Köhnlein setzte seinen Überschlagsalto genau in den Stand und erzielte 10,6 Punkte. Steeb überzeugte mit einem hohen Kasamatsu gehockt: 11,55 Punkte. In der Endabrechnung schaffte Steeb den Sprung aufs Treppchen und erhielt mit 122,525 Punkten die Bronzemedaille. Auch Köhnlein gelang als Sechster eine Top-Ten-Platzierung (113,70 Punkte).

Beide im DTB-Nachwuchskader

Junioren-Bundestrainer Jens Milbradt war zufrieden mit den Wetzgauer Youngstern: "Kimi und Philipp haben einen sehr guten Wettkampf geturnt. Beide konnten eine top Platzierung erzielen. Philipp zählt für mich zum Spitzen-Trio des Jahrgangs, was er mit seinem dritten Platz deutlich untermauerte." Mit diesen Leistungen werden beide im Nachwuchskader des Deutschen Turner-Bundes geführt.

Kimi Köhnlein und ein Wettkampf mit Höhepunkten – unter anderem seiner wohl besten Seitpferdübung der bisherigen Karriere.

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