Stellungsprobleme

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Enttaeuscht: Ali Odabas vom VfR Aalen.
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Aus Balingen kehrt der VfR Aalen mit null Punkten zurück. Nach einem frühen Rückschlag und wenigen Torchancen kommt der VfR mit Dusel noch auf ein 3:2 heran.

Balingen

Mit vielen Hoffnungen ist die Mannschaft von der Ostalb nach Balingen gefahren. Die Enttäuschung lässt nicht lange auf sich warten: Es ist die elfte Minute und das 1:0 durch Simon Klostermann. Wieder ist es ein schneller Konter und wieder lupft der Stürmer den Ball über Torwart Layer. Rückstand für den VfR Aalen. Rückstand gegen ein Team, das die Schwächen der Aalener auszunutzen weiß. Der VfR Aalen macht Platz, bietet seinem Gegner Raum - und das vor allem in der eigenen Hälfte. Die Lücken nutzen die Hausherren immer wieder für schnelle Konter, schnelle Angriffe. Und diese Lücken sind auch das, was zur 2:0-Führung führt. Es dauert bis zur 28. Minute, bis es dann wieder aus der Hälfte der Balinger ruckzuck in die entgegengesetzte Richtung geht. Die Aalener Abwehr ist unsortiert, der TSG-Angriff nicht. Die kommen über die linke Seite mit einem schnellen Lauf von Jan Ferdinand, der in den Sechzehner zu Klostermann flankt. Und Klostermann trifft erneut.

Nach recht starken, drängenden Anfangsminuten der Gäste, finden die Balinger immer besser in die Partie. Es scheint, als haben sie abgewartet, das Spiel der Elf von Uwe Wolf genau unter die Lupe genommen, um dann entsprechend zu reagieren. Spielführer Alessandro Abruscia machen sie von Minute eins an das Leben schwer, er findet in den ersten 45 Minuten nicht in die Partie.

Dann ist da der eine Lattenschuss von Benjamin Kindsvater, nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff, den nach der Partie beide Parteien für spielentscheidend halten. „Wenn der reingeht, hätte alles anders laufen können“, resümiert Aalens Sascha Korb nach der Partie. Und Balingens Trainer Martin Braun betont: „Es war für uns sehr wichtig, dass der nicht reingeht.“

Sieben Minuten nach der Pause scheint die Messe dann aber auch gelesen. In der 52. Minute treffen die Roten erneut - 3:0. Kaan Akkaya gibt ab auf links zu Klostermann, dessen Schuss in den Sechzehner findet mit Jan Ferdinand den perfekten Abnehmer und Torschützen. Die Aalener Defensive sieht erneut schlecht aus. Und hat dem lange Zeit nichts entgegenzusetzen. Es geht kaum etwas mehr Richtung Balinger Tor. Stattdessen versuchen es die Hausherren immer wieder, kommen auch zu gefährlichen Torschüssen.

In der 61. Minute geben die Ostälbler Torwart Julian Hauser aber dann zum ersten Mal eine Aufgabe.

Und man merkt: Im Balinger Lager lässt so langsam die Kraft nach, die Energiereserven neigen sich der Schmerzgrenze. Und da sind sie, die zwei plötzlichen und überraschenden Tore, die das Duell noch einmal spannend machen. Während auf den Rängen die „Ihr könnt nach Hause fahren“-Gesänge verstimmen, gerät das Blut der Balinger Zuschauer in Wallung. In der 87. Minute trifft Sascha Korb durch die vielen Beine des voll besetzten gegnerischen Strafraums.

Nur zwei Minuten dann ein Konter des Aalener Teams. Der gerade erst eingewechselte Holger Bux gibt an an Korb, der zu Sascha Volz, der zum 2:3 einköpft.

Fürs Dritte reicht's nicht

Doch für ein drittes Tor, den Ausgleich sollte es nicht reichen. Zwei Punkte abzugeben hätte der TSG an diesem Tag sicher besonders wehgetan, hat der VfR Aalen besonders in den ersten 45 Minuten nicht das gezeigt, was für die drei Punkte nötig gewesen wären. So ordnet es auch Trainer Uwe Wolf ein: „Wir müssen uns leider den Vorwurf machen lassen, dass die TSG Balingen in puncto Einsatzbereitschaft mehr investiert hat als wir. Gerade in der ersten Halbzeit. Da waren sie gallig, da waren sie richtig gut eingestellt in den Zweikämpfen. Wir haben zu wenig aus den Dingen gemacht, die wir hatten. Und haben letzten Endes dann die Gegentore bekommen.“

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