Supermoto: Heimanns WM-Debut bei den Junioren mit Rang vier

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Leon Heimann fuhr auf Platz vier

Der 15-jährige Aalener zeigt auch mit dem Juniorenteam in Belgien sein Talent bei der WM.

Aalen-Hofherrnweiler. Seine größten Erfolge hat Leon Heimann seither alle im Alleingang geschafft. Sein WM-Debut bei den Profis gab der erst 15-jährige Realschüler nun im deutschen Nationalteam der Junioren ab. Und das nicht schlecht. Zusammen mit Colin Beischrot (Marbach) und Eddi Frech (Ostdeutschland) erreichte das Trio den vierten Platz bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft mit Teams aus acht Ländern.

Mit Kind und Kegel, einem Onkel hatte sich die ganze Familie Heimann aufgemacht, um mit Lieferwagen und angehängten Wohnwagen in den 600 Kilometer entfernten belgischen Austragungsort Mettet zu fahren. Dort in der Freitagnacht angekommen, war manches anders, geschlafen wurde direkt an der Rennstrecke. Diese 2,1 km lange Rennbahn weist eine ungewöhnlich 1600 m lange Asphaltbahn auf, während für off Road, also im Gelände, nur rund 500 m übrig bleiben. Am Samstag konnte sich das deutsche Trio in der Qualifikation gut platzieren, so dass es mit einigen Hoffnungen in das Sonntagrennen ging. „Es war eine tolle Athmosphäre mit tausenden Fans an der Strecke, denen die einzelnen Nationen in vorbeifahrenden Autos vorgestellt wurden“ erzählt Leon im Gespräch mit dem Reporter .

Im Rennen gab es drei Läufe über 20 Runden, jeder Fahrer aus insgesamt 19 Nationen hatte zwei Läufe zu absolvieren. „Der deutsche Weltmeister Marc Reiner Schmidt hatte uns zuvor wertvolle Tipps gegeben. So fuhren wir mit dem Motto „Zusammenhalt im Team, miteinander gegen andere.“ Und das klappte ganz gut auf der Strecke, die Spitzenteams von dem neuen Junioren-Weltmeister Frankreich und Vize Spanien waren zwar nicht zu schlagen, doch hinter Belgien reichte es für das deutsche Trio zu Rang 4 vor der Schweiz und Großbritannien, als jüngster Fahrer zeigte Leon eine sehr gute Leistung.

Alle Juniorenteams wurden auch im Gesamtklassement mit den Profis gewertet, hier belegten die Drei den guten 12.Platz unter 19 Nationen. Das deutsche Profiteam mit Einzelweltmeister Schmidt verpasste eine Medaille, weil ein Fahrer stürzte, wurde nur Vierter, Frankreich holte sich auch hier den Titel und gewann mit den Junioren die Silbermedaille.

„Ich fühlte mich in der Form meines Lebens, weil ich mich auch mit Trainingsläufen auf drei verschiedenen deutschen Bahnen gut vorbereitet hatte“ freute sich Leon. Am nächsten Wochenende geht es schon in der deutschen internationalen Meisterschaft auf dem Harzring weiter. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt mit dem Abschied von der Realschule in diesen Sommerferien, der junge Rennfahrer startet mit einer Ausbildung zum Mechatroniker bei Carl Zeiss, Oberkochen. Viel Glück auch dort.⋌Helmut Banschbach

Leon Heimann fuhr auf Platz vier

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