Auch SVG-Freisstilstaffel holt Bronze in Berlin

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DM-Fünfte. Die Mixed-Staffel über 4x100m Freistil. Von links: Johannes Beyer, Marie Fuchs, Ida Schneider und Jan Klein.


Paula Fuchs, Kathrin Stotz, Ida Schneider und Marie Fuchs vom Gmünder Schwimmverein zeigen bei den DM-Finals 2022 Nervenstärke und Klasse und kommen in einem Herzschlagrennen aufs Treppchen. 

Strahlende Bronzemedaillengewinnerinnen. Die SVG-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil. Von links: Paula Fuchs, Kathrin Stotz, Ida Schneider und Marie Fuchs.

Berlin. Das Frauenteam des Schwimmvereins Gmünd hat sich am Donnerstagabend bei den 133. Deutschen Schwimm-Meisterschaften im Rahmen der „Finals 2022“ im Schwimm- und Sprungbad des Europasportparks in Berlin eindrucksvoll in die deutsche Spitzenklasse katapultiert. Nachdem wie berichtet Paula Fuchs, Dana Akhmedova, Marie Fuchs und Ida Schneider in neuer württembergischer Rekordzeit von 4.16,16 Minuten hinter dem SV Nikar Heidelberg (4.11,89) und der SG Essen (4.16,05) die Bronzemedaille über 4 x 100 Meter Lagen gewannen, freuten sich am Donnerstagabend Trainer Björn Koch und Co-Trainerin Dany Fuchs „wie Bolle“ über das zweite Edelmetall: Paula Fuchs, Karin Stotz, Ida Schneider und Marie Fuchs erkämpften sich mit einer fulminanten Leistungssteigerung auch über 4 x 100 Meter Freistil den dritten Platz und sicherten sich damit die nächste Bronzemedaille.


Wie über 4 x 100 Meter Lagen gehörten die jungen Gmünderinnen nach den im Laufe des Jahres erbrachten Qualifikationszeiten von 3.55,69 Minuten auch in der Freistilstaffel zum Favoritenkreis, doch war den Experten klar, was Björn Koch bereits im Vorfeld prognostizierte: „Wenn die SG Essen und der SV Nikar Heidelberg in Bestbesetzung antreten, dann machen diese Mannschaften den deutschen Meistertitel unter sich aus“. So kam es dann auch. Während der SV Nikar Heidelberg aufgrund der Meldezeit im „langsamen“ Lauf schwimmend mit 3.49,77 Minuten eine Superzeit vorlegte, konnte im „schnellen“ Entscheidungslauf diese Marke nur die SG Essen toppen – mit 3.45,71 Minuten sogar überraschend deutlich. Hinter den Essenerinnen entzündete sich um die Bronzemedaille ein unvorstellbar dramatischer Vierkampf. Das war nichts für schwache Nerven.


Paula Fuchs, wegen einer Coronaerkrankung mit Trainingsrückstand, startete mit 58,61 Sekunden super und brachte das Gmünder Team auf Rang vier. Kathrin Stotz kämpfte leidenschaftlich, verfehlte die 60-Sekundengrenze mit 1.00,38 Minuten nur knapp. Im Fight um die Bronzemedaille rutschen die Gmünder Mädels mit der Zwischenzeit von 1.58,99 Minuten hinter den SC Wiesbaden (1.54,88), Wasserfreunde Spandau (1.56,20) und Wasserfreunde Hannover (1.57,63) scheinbar schon geschlagen zurück. Ida Schneider holte mit tollen 57,66 Sekunden auf, aber bei einer Zwischenzeit von 2.56,65 Minuten waren der SC Wiesbaden (2.54,47), Spandau (2.55,90) und Hannover (2.56,10) immer noch näher am Podestplatz dran. 


Was dann Schlussschwimmerin Marie Fuchs ins Wasser zauberte, war sensationell. Stilistisch wunderbar schwimmend holte sie Meter um Meter auf und hatte dann noch die Nervenkraft mit einem Superanschlag den dritten Platz und damit die zweite Bronzemedaille an diesem Tag zu sichern. 56,68 Sekunden lautete ihre Zwischenzeit. Im Ziel zeigten die Uhren für die Gmünder Mädchen 3.53,33 Minuten, Vierte wurden zeitgleich die Wasserfreunde Hannover und die Wasserfreunde Hannover mit jeweils 3.53,51 Minuten und der lange vorne liegende SC Wiesbaden musste sich mit 3.53,62 mir Rang 6 zufriedengeben. Die SG Frankfurt folgte mit weitem Abstand in 4.00,59 Minuten auf dem siebten Platz im Starterfeld von 19 Teams. SVG-Trainer Björn Koch war sprachlos: „Ich weiß nicht, was ich höher einschätzen soll – die Zeit oder die Nervenstärke der Mädels. Das war einfach eine Klasseleistung“.


Auch am Freitag setzte das SVG-Team den Höhenflug in Berlin fort. In der Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil legten die beiden Jungs Jan Klein mit toller Bestzeit von 53,63 Sekunden und Johannes Beyer (ebenfalls Bestzeit mit 54,70 Sekunden) unerwartet stark vor, Marie Fuchs (56,98 Sekunden) und Ida Schneider (57,56 Sekunden) imponierten erneut mit Glanzzeiten, am Ende bedeuteten die 3.42,60 Minuten den hervorragenden fünften Platz, ganz knapp hinter dem Vierten SG Bayer Leverkusen (3.42,03) und in Schlagdistanz zum SC Wiesbaden, der in 3.40,59 Minuten die Bronzemedaille holte. Deutscher Meister wurde die SG Essen (3.33,34), Silber sicherte sich der SV Nikar Heidelberg (3.39,38). „Für die weitere Entwicklung unserer Herrenmannschaft ist es enorm wichtig, dass Jan Klein und Johannes Beyer eine solche Spitzenplatzierung bei deutschen Meisterschaften gelang“, lobte Stefan Talgner, der Sportvorstand des SVG, „das wird die anderen Jungs richtig motivieren“.


Bronze auch für Patrick und Philipp Dalferth

Am Freitag gab es in Berlin noch so eine Art „halbe“ Bronzemedaille für Gmünder Schwimmer. Patrick Dalferth (Rücken in 58,65 Sekunden) und Philipp Dalferth (51,74 Sekunden über 100 Meter Freistil) kamen mit der SSG Saar Max Ritter Saarbrücken über 4 x 100 Meter Lagen in der Gesamtzeit von 3.51,55 Minuten auf den dritten Platz. Der SC Wiesbaden sicherte sich in 3.48,40 Minuten die Goldmedaille, Silber ging an die SG Essen in 3.49,72 Minuten.

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