SVW: Drei Tore in nur vier Minuten

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Härtsfeldderby in der Fußball Landesliga zwischen Waldhausen und Neresheim.

Zwischen der 81. und 85. Minute hat der SV Waldhausen dreimal eingenetzt und im Härtsfeld-Derby gegen den SV Neresheim mit 3:0 gewonnen.

Aalen-Waldhausen

Die starke Serie geht weiter: Zwölf Punkte und 16:1 Tore lautet die Bilanz des SV Waldhausen aus den vergangenen vier Spielen. Dank eines beeindruckenden Schlusssprints hat sich der SVW gegen den SV Neresheim glatt mit 3:0 durchgesetzt. 26 Punkte hat die Elf von Jens Rohsgoderer nach einem Drittel der Saison nun auf dem Konto. Neresheim (19 Punkte) kommt dagegen auswärts einfach noch nicht richtig in Fahrt und musste bereits die vierte Niederlage im sechsten Spiel hinnehmen.

Erstmals in der Landesliga-Historie stand in Waldhausen die Partie zwischen dem SV Waldhausen und des SV Neresheim an. Wie es sich für ein Derby gehört, war die Partie von Anfang an umkämpft und hitzig. Bereits nach fünf Minuten gab es die erste Gelbe Karte. Diese sah allerdings kein Spieler, sondern Neresheims Trainer Andreas „Bobo“ Mayer. Er war mit der ein oder anderen Entscheidung von Schiedsrichter Roman Reck, der alle Hände voll zu tun hatte, nicht einverstanden. Auch im Laufe der ersten Halbzeit änderte sich an diesem Bild nichts. Es blieb umkämpft – und so kam kein richtiger Spielfluss zustande. In Minute 23 prüfte Neresheims Spieler Mike Marianek Torhüter Dennis Wille. Doch der Abschluss war viel zu zentral und letztlich kein Problem für den SVW-Schlussmann. Nach einer guten halben Stunde musste Wesley Wicker verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Alexander Bechthold ins Spiel. Dieser hatte drei Minuten vor der Pause per Kopf die Chance zur Führung. Doch Torhüter Samy Aubele verhinderte mit einem ganz starken Reflex das Gegentor. Beim Stande von 0:0 wurden schließlich die Seiten gewechselt. Die Neresheimer hatten etwas mehr vom Spiel, allerdings ohne wirkliche Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse auszustrahlen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Neresheimer etwas aktiver. Doch je länger die Partie ging, desto stärker wurden die Hausherren. 21 Minuten vor dem Ende erhielt Waldhausens Torjäger Kevin Mayer kurz vor dem Strafraum den Ball und fackelte nicht lange. Der Abschluss ging allerdings knapp am Tor vorbei. Es war der Weckruf für eine bärenstarke Waldhäuser Schlussphase. In der 73. Minute stand erneut Mayer im Mittelpunkt, denn er hatte die ganz große Chance zur Führung. Doch im Eins-gegen-Eins blieb Torhüter Samy Aubele der Sieger. Eine Viertelstunde vor dem Ende merkte man, dass Waldhausen unbedingt den Dreier einfahren wollte. Vieles spielte sich nun in der Hälfte der Neresheimer ab.

In der 81. Minute gab es für Waldhausen einen Freistoß auf der rechten Seite. Philipp Schiele führte diesen aus und die butterweiche Freistoßflanke verwertete Leon Weber per Kopf zur viel umjubelten und letztlich auch verdienten 1:0-Führung. Nur eine Minute später konnte Waldhausen wieder jubeln. Nach einem starken Solo netzte Kevin Mayer zum 2:0 ein. Das Spiel war entschieden. Aus Neresheimer Sicht sollte es allerdings noch schlimmer kommen. In der 85. Minute schob Alexander Bechthold, nach starker Vorlage von Jeffrey Janik, zum 3:0 ein. So erlebte Samy Aubele die vier Minuten des Grauens – und passender konnte man es eigentlich gar nicht analysieren. „Wie es halt oft so ist, machte es klatsch, klatsch, klatsch und dann steht man ohne Punkte da. Das Ding kann auch 0:0 ausgehen. Anderseits darf man aber auch nicht vergessen: Schon vor der Führung hatte Waldhausen zwei große Möglichkeiten.“

Waldhausen - Neresh. 3:0 (0:0)

SVW: Wille - Dolderer (64. Fuchs), Herkommer, Weber, Kamm - Janik, Bühler, Schiele, Yel (88. Gammaro), Wicker (31. Bechthold) - Mayer (86. Legat)

SVN: Aubele - Lukina, Miketek, Schultes (84. Kuptz) - Filipovic, Schmid, Marianek, Pfeifer, Essome (71. Schmitt) - Mango (76. Joos) - Miladinovic

Tore: 1:0 Weber (81.), 2:0 Mayer (82.), 3:0 Bechthold (85.)

Es machte klatsch, klatsch, klatsch.“

Samy Aubele, Torhüter SVN
  • „Entscheidend waren die letzten 20 Minuten“
  • Jeffrey Janik, Mittelfeldspieler SV Waldhausen: „In der ersten Halbzeit war es mehr ein Abtasten und Neresheim war auch gut im Spiel. In den letzten 20 Minuten haben wir gewusst, dass Neresheim die Kondition ausgeht - und dann haben wir zack, zack, zack die Tore gemacht. Unterm Strich haben wir verdient gewonnen.“
  • Jens Rohsgoderer, Trainer SV Waldhausen: „Entscheidend für den Sieg waren die letzten 20 Minuten. Ab der 70. Minute waren wir die bessere Mannschaft. Vorneweg war Neresheim in der zweiten Halbzeit spielbestimmend, wir sind zu tief gestanden. Nach dem 1:0 kam das Selbstvertrauen auf, das im ersten Durchgang ein wenig gefehlt hat, und mit dem Doppelschlag war die Partie letztlich entschieden. Durch das dritte Tor fiel der Sieg dann letztlich etwas zu hoch aus. In der Halbzeitpause hatten wir analysiert, dass wir einfach zu ängstlich Fußball spielen und nicht das auf den Platz bringen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt hatten: Kein Kombinationsspiel, stattdessen viele lange Bälle und viele technische Fehler. Wir haben appelliert, einfach mutiger zu sein. Das war die Mannschaft in den letzten 25 Minuten dann auch.“
  • Andreas „Bobo“ Mayer, Trainer SV Neresheim: „Meine Mannschaft war gut im Spiel drin. Wir haben es 74 Minuten lang richtig gut gemacht, wobei ich das Gefühl hatte, dass wir nach vorne etwas verkrampft waren. An einem guten Tag sind wir im Spiel nach vorne einfach besser. Nichtsdestotrotz war ich mit den 74 Minuten schon zufrieden. Dann hat man aber schon gemerkt, dass das Spiel kippen könnte - was leider auch passierte. Für ein paar Minuten haben wir den Faden völlig verloren, das darf uns nicht passieren. Waldhausen hat im ganzen Spiel relativ wenig gemacht. Wir sind sicher gestanden und haben gut nach vorne kombiniert, allerdings waren wir auch nicht zwingend im Sechzehner. Dass wir am Ende mit 0:3 und Null Punkten dastehen, ist bitter.“ tim
Härtsfeldderby in der Fußball Landesliga zwischen Waldhausen und Neresheim.
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Foto: Jan-Philipp Strobel
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