Test an Schulen muss genügen

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Manfred Pawlita
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Pawlita moniert: Für die Sportvereine gibt es immer noch zu viele Vorschriften.

Stuttgart/Ostalbkreis. Für Schülerinnen und Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, künftig für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend, heißt es in der neuen Corona-Verordnung, die ab Montag, 7. Juni, gilt und mit der Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha weitere Lockerungen veranlasst.

Den Sportverbänden geht dies nicht weit genug. „Die zahlreichen Ehrenamtlichen in unseren Vereinen müssen damit weiterhin einen großen Aufwand betreiben, der nicht nötig wäre“, sagt Manfred Pawlita, WLSB-Vizepräsident und Vorsitzender des Sportkreises Ostalb. In einem offenen Brief des Sportkreises an Sport- und Bildungsministerin Theresa Schopper und an Minister Lucha drängt Pawlita darauf, den Sportvereinen die Coronatest-Nachweispflicht zumindest für die Kinder unter 14 Jahren zu erlassen. „Es sind doch die selben Kinder, die bereits in der Schule getestet werden“, sagt Pawlita. Bei einem positiven Testergebnis würden sie ohnehin in Quarantäne müssen und dürften nirgendwo mehr hin - auch nicht in den Sportverein. Das gelte zum großen Teil auch für die Gruppe der 14- bis 18-Jährigen. Bis auf jene, die bereits im Beruf stünden. „Da müssten wir noch einen Weg finden.“

Dass es sportartenvergleichend immer noch „große Ungereimtheiten“ gebe, auch darauf weist Manfred Pawlita hin. So dürfen zum Beispiel Tanzpaare mit festen Partnern trainieren, im Judo und Ringen aber dürfe man das nicht. Außerdem gebe es „noch immer keine Öffnungsperspektiven für den kontaktarmen Sport.“ Nicht einmal für Kinder und Jugendliche. Dabei sei unbestritten, dass selbst einfache Spiele für eine gesunde Entwicklung junger Menschen unabdingbar seien.

Und, betont der Sportkreisvorsitzende: „Wir brauchen dringend auch Öffnungsperspektiven für kontaktintensiven Sport.“ Viele Vereine würde Sommerferienlager planen. Pawlita: „Da brauchen wir schnell, schnell Klarheit.“

Im Übrigen würden 60 Stunden gerade einmal zweieinhalb Tage abdecken. In unseren Vereinen wird an sieben Tagen in der Woche Sport angeboten.“

Und dann noch etwas: „Der Verordnungsdschungel muss ein Ende haben“, sagt Pawlita. „Selbst die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verbänden haben größte Mühe, rechtliche einwandfreie Auskünfte zu geben, was denn nun erlaubt ist und was nicht. Teils widersprechen sich die Vorgaben, lassen zu viel Raum für Interpretation und sorgen damit für ein permanentes Vor und Zurück bei der Auslegung.“ Es gelte, sich mit den Menschen aus den Vereinen an einen Tisch zu setzen und praktikable Lösungen zu erarbeiten.

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