Tim Grupp vom FC Normannia: „Wir wollen oben mitspielen“

+
Tim Grupp

Die Tabellenspitze im Visier: Ex-Profi Tim Grupp will mit dem FC Normannia Gmünd um den Aufstieg kämpfen. Der Mittelfeldspieler sagt aber auch, wo es seinem Team noch fehlt.

Schwäbisch Gmünd

Tim Grupp wechselte vergangene Saison vom VfR Aalen zum FC Normannia. Seither ist er fester Bestandteil der Gmünder und aufgrund seiner Profi-Erfahrung gehört er zu den Führungsspielern. Nach neun absolvierten Partien in der Verbandsliga und Tabellenplatz drei haben wir mit dem 27-Jährigen über den bisherigen Saisonverlauf, über die Ziele und die Topfavoriten der Verbandsliga geredet.

Herr Grupp, wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Grupp: Insgesamt hatten wir einen ordentlichen Saisonauftakt, hatten aber auch bereits jetzt unsere Höhen und Tiefen. Wir sind mit zwei klaren Siegen sehr gut in die Saison gestartet, mussten dann aber auch unglückliche Niederlagen hinnehmen. In den letzten Spielen haben wir uns aber wieder gut gefangen und auch wieder gut gepunktet.

Wie schätzen Sie die Ausgangslage in der Tabelle zum aktuellen Zeitpunkt ein?

Wir stehen zwar aktuell auf dem dritten Platz, aber die Tabelle ist so eng, dass das noch überhaupt keine Aussagekraft hat. Es sind nur fünf 5 Punkte nach unten zum Relegationsplatz, aber auch nach vorne ist der Zug natürlich noch nicht abgefahren. Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen, versuchen so viele Siege wie möglich zu holen um in Tuchfühlung mit den vordersten Plätzen zu bleiben.

Welche Ziele haben Sie mit der Mannschaft in dieser Saison?

In meinen Augen muss das Ziel in dieser Saison sein, so lange wie möglich oben mitzuspielen. Wir waren letztes Jahr auf dem vierten Platz und haben schon vor der Saison gesagt, dass wir uns im Vergleich zur Vorsaison steigern wollen, dieses Ziel haben wir nach wie vor.

Sind Calcio Echterdingen und Ilshofen aktuell an der Tabellenspitze auch die großen Favoriten in Ihren Augen?

Calcio war von der individuellen Qualität in den letzten Jahren immer schon gut besetzt. Die Ergebnisse in dieser Saison zeigen eine klare Dominanz, da sie auch einige Spieler klar gewonnen haben, daher muss man sie definitiv auf der Rechnung haben. Die Ilshofener stehen sicher auch nicht zu Unrecht da oben, auch sie erwarte ich als Oberliga-Absteiger bis zum Schluss auf den vorderen Plätzen.

Wen sehen Sie noch ganz vorne in der aktuellen Verbandsliga?

Der TSV Essingen ist für mich eine Mannschaft, die aufgrund ihrer individuellen Klasse definitiv in der Lage ist, ganz vorne mitzuspielen. Auch Ehingen-Süd sehe ich trotz schwierigem Saisonstart weit vorne und traue dem Team eine starke Saison zu.

Nach sechs Punkten und 9:0 Toren in den ersten beiden Spielen folgten vier Spiele, in denen man drei Mal torlos blieb. Lag das nur an Alexander Aschauer oder wie erklären Sie sich diese zwischenzeitliche Offensivschwäche?

Klar ist, dass man Alexander Aschauer nicht eins zu eins ersetzen kann. So konstant, wie er trifft, das musst du dann als Mannschaft auffangen. Wir haben uns aber in den Begegnungen grundsätzlich schwer getan, uns klare Chancen herauszuspielen. Ich denke aber, dass wir in den letzten Spielen, vor allem auch jetzt im Heimspiel gegen Dorfmerkingen, einige Torchancen herausspielen konnten und daher auf einem guten Weg sind.

Was macht die Mannschaft jetzt schon richtig stark?

Wir stehen defensiv sehr gut und lassen wenig zu. Wir verteidigen als komplettes Team und funktionieren sehr gut als Einheit.

Und wo muss die Mannschaft sich noch verbessern, um die Saison erfolgreich weiterführen zu können?

Wir brauchen mehr Konstanz in unseren fußballerischen Leistungen. Es gab Spiele, in denen wir uns reihenweise Torchancen erspielt haben, es gab aber auch Spiele, in denen wir kaum zu klaren Abschlüssen gekommen sind. Daran müssen wir arbeiten, dass wir diese fußballerische Leistung jede Woche auf den Platz bringen, um uns in jedem Spiel klare Chancen zu erarbeiten. Damit steigt auch automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass wir viele Spiele gewinnen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare