Toba präsentiert sich in Basel bereits in Olympiaform

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Der Wetzgauer Bundesligaturner Andreas Toba wartet bei der Europameisterschaft in Basel mit tollen Leistungen auf.
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Das Aushängeschild der Wetzgauer Bundesligariege, Andreas Toba, zeigt bei der Europameisterschaft tolle Leistungen in der Qualifikation.

Basel.

Der Andi hat super geturnt“, freut sich TV Wetzgaus Kunstturnchef Paul Schneider über das Auftreten seines Vorzeigeathleten Andreas Toba zum Auftakt der Kunstturn-EM in Basel.

Der WM-Mehrkampffinalist aus der Wetzgauer Bundesligariege, der wegen Problemen an der Achillessehne diesmal nur für Pauschenpferd, Ringe, Barren und Reck meldete, erwischte am Königsgerät Reck einen starken Start und setzte sich mit 14,433 Punkten vorerst an die Spitze des Rankings dort. Auch den Rest seines Programms absolvierte der Routinier mit der zuletzt von ihm gewohnten Stabilität und beendete diese erste Runde als Fünfter am Pauschenpferd (13,433) und an den Ringen (13,633) sowie Vierter an den beiden Holmen (14,00).

Am Ende des ersten EM-Tages der Männer hatten Lukas Dauser (Unterhaching) und Andreas Toba sowie Felix Remuta (Holzkirchen) die Final-Einzüge an Barren und Reck sowie zwei Mal im Mehrkampf perfekt gemacht.

„Es war einfach geil, nach so langer Zeit mal wieder einen Wettkampf zu turnen“, sagte Toba. Insgesamt war er mit seinen Vorträgen zufrieden. „Ich wollte am Reck eigentlich nur eine Übung durchturnen“, einiges sei ihm dabei „auf den Punkt gelungen“. Sollte Toba den Endkampf erreichen, „wäre das mein erstes Gerätefinale bei einer EM – und das mit 30 Jahren“.

Zufrieden mit seiner Premiere auf der ganz großen Bühne darf Glenn Trebing sein, der am Pauschenpferd (13,266) ohne Probleme, am Barren (13,725) mit einigen kleinen Wacklern, aber ebenfalls ohne größeren Fehler durchkam.

Keine DM im Mai

Eine schlechte Nachricht gab es hingegen vom Deutschen Turner-Bund. Wegen der anhaltend sehr kritischen Pandemiesituation wurden die im Mai geplanten Deutschen Kunstturnmeisterschaften in Leipzig abgesagt. Das Event mit fünf Sportarten und neun Deutschen Meisterschaften und einer Olympiaqualifikation, das am Wochenende von Christi Himmelfahrt (13. bis 16.05.2021) unter dem Namen „Turnen21“ ausgetragen werden sollte, kann aufgrund der negativen Entwicklung der bundesweiten Pandemie-Situation und der Lage vor Ort nicht stattfinden. Dies teilte der Deutsche Turner-Bund am Mittwoch mit. Für viele Athleten hat sich damit die Hoffnung zerschlagen, sich noch in einem echten Wettkampf messen zu können. Für die deutschen Nationalturner, die zu den Olympischen Spielen nach Tokio reisen, ist die EM in Basel damit der letzte echte Härtetest.

Es war einfach geil, nach so langer Zeit mal wieder einen Wettkampf zu turnen.“

Andreas Toba, TV Wetzgau

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