TSB Gmünd gegen nächsten Drittliga-Absteiger

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Der TSB Gmünd (im Bild Nicola Rascher) muss nach Pforzheim.

Nach vier Siegen reist der TSB Gmünd am Samstag (19 Uhr) zum langjährigen Drittligisten TGS Pforzheim.

Schwäbisch Gmünd

Mit 8:2 Punkten aus den ersten fünf Spielen haben die „Jets“ den besten Saisonstart ihrer achtjährigen Oberliga-Historie hingelegt. „Wir haben einen stabilen Start hingelegt und das tut gerade so einer jungen Mannschaft richtig gut“, stellt Trainer Michael Stettner zufrieden fest. Der 39-Jährige hätte sein selbstbewusstes Team gerne auch am vergangenen Wochenende ins Rennen geschickt, „um ihm Rhythmus zu bleiben.“ Doch da Nicola Rascher, Daniel und Stephan Mühleisen die deutschen Farben beim Beachhandball Champions Cup auf Madeira vertraten, wurde das Heimspiel gegen den TV Bittenfeld II logischerweise auf den 15.November verlegt. Das TSB-Trio kehrte als stolzer Siebter vom Kräftemessen mit Europas Elite zurück – und wurde nach der Heimkehr gleich einmal in den Kraftraum beordert.

Enorme Ausdauer wird auch nötig sein, denn nun geht es Schlag auf Schlag weiter. „Jetzt kommen die knackigen Zeiten“, betont der Trainer mit Blick auf die hohe Auswärtshürde bei der TGS Pforzheim. Diese musste sich im Sommer nach neun Jahren aus der Dritten Liga verabschieden und dort dem Stadtrivalen SG Pforzheim/Eutingen das Feld überlassen. Vor Saisonbeginn hatten die Gmünder die TGS als Titelfavorit genannt. Doch hinter diesen Erwartungen sind die Goldstädter mit ihrer mäßigen Auftaktbilanz – drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber – bislang weit zurückgeblieben.

TSB-Chefanweiser Michael Stettner hätte die TGS tatsächlich höher eingestuft als auf dem elften Rang, wo sie aktuell steht. „Aber die Tabelle ist für mich nicht sehr aussagekräftig“, verweist er darauf, dass an nur einem Spieltag immer noch große Sprünge möglich sind. Deshalb sei auch die eigene Platzierung lediglich eine Momentaufnahme: „Bis jetzt läuft es sicherlich ganz gut, aber die Saison geht jetzt erst richtig los.“ In Pforzheim werde den drittplatzierten Gmündern bestimmt nichts geschenkt werden.

Doch die Jets haben allen Grund, mit breiter Brust nach Pforzheim zu fahren. Bis auf den aus privaten Gründen verhinderten Jonas Waldenmaier und den an der Ferse verletzten Philipp Schwenk ist der Kader komplett. Ohne Waldenmaier allerdings steht am Samstag mit Stephan Mühleisen nur ein weiterer Kreisläufer zur Verfügung.

Die Belastungssteuerung wird beim anspruchsvollen Programm der kommenden Wochen zu einem entscheidenden Thema werden. Bislang standen beim TSB über weite Strecken die gleichen acht Akteure auf dem Feld. Das Vertrauen in die Stammformation hat sich bislang ausgezahlt, dennoch kündigt der Trainer bereits einen Tick mehr Rotation an. „Das ist ein schmaler Grat, denn die Ergebnisse müssen stimmen“, erklärt er zwar. Doch je länger die Saison dauert, umso mehr soll sich die Tiefe des Kaders bezahlt machen.

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