TSB Gmünd schnuppert ungeahnte Höhenluft

+
Der TSB Gmünd hat mit 34:25 gewonnen.

Charaktertest mit Bravour bestanden: Die Gmünder trotzen weiterhin der Personalnot, bezwingen den TSV Zizishausen mit 34:25(17:15) und sind jetzt Tabellenfünfter.

Schwäbisch Gmünd

Ein viel besagtes Klischee im Amateurhandball lautet: Die Außenspieler sind diejenigen, die viel laufen und winken, am Ende aber doch keinen Ball bekommen. Ganz anders hingegen beim TSB Gmünd. Das Spiel über die Flügel ist derzeit ein großer Erfolgsfaktor für die „Jets“. Linksaußen Eric Zimmermann ist längst ein großer Gewinn und aktuell der zweitbeste TSB-Torschütze.

Gleichzeitig ist Eigengewächs Patrick Watzl endgültig angekommen in der für ihn ungewohnten Rolle als Rechtsaußen. Wohlgemerkt: Beide sind erst 19 Jahre jung – aber maßgeblichverantwortlich dafür, dass die Gmünder trotz ihrer anhaltenden Verletzungsmisere seit vier Partien ungeschlagen sind. Was Trainer Dragos Oprea besonders imponierte: „Die gesamte Mannschaft hat aus 45 Angriffen 34 Tore erzielt.Unsere Wurfquote wird immer besser.“

Sechs Spieler unter 20 Jahren standen im Kader des TSB. Durch das Tor von Kreisläufer Stephan Mühleisen, der nach überstandener Grippe zurückgekehrte, war beim 9:5 (13.) erstmals ein kleines Polster erarbeitet. Tom Abt erhöhte sogar auf 11:6 (16.). Doch die Gäste nutzen eine Schwächephase der Jets, um auf 12:10 (20.) zu verkürzen. Folgerichtig nahm Oprea die Auszeit, ärgerte er sich doch immens über die mangelnde Konzentration: „Nach unserem guten Start haben wir Zizishausen durchunsere eigenen Fehler wieder ins Spiel kommen lassen.“ Beim 13:12 (24.) und 15:14 (27.) lag Zizishausen auf Tuchfühlung.Mit seinem bereits fünften Treffer rettete Zimmermann dem TSB eine 17:15-Führung in die Pause.

Hatten die Gmünder zuvor noch für unnötige Spannung gesorgt, gewannen sie die Spielkontrolle nach dem Seitenwechsel vollständig zurück. Der Start in die zweite Hälfte hätte mit einem 6:1-Lauf kaum besser gelingen können. Nach dem 18:16 (31.) blieb der TSB zehn Minuten am Stück ohne Gegentreffer und zog auf 23:16 (42.) davon. Pech hatte nur Tormann Sebastian Fabian, dessen Distanzwurf aufs verwaiste Gehäuse der Gäste an den Pfosten klatschte. Immer wieder war es Petersen, der im rechten Rückraum die Räume nutzte und auch Nebenmann Watzl in Szene setzte. Durch drei Tore in Folge zum 30:21 (50.) machte der TSB vorzeitig den Deckel drauf, Abt sorgte kurz darauf sogar erstmals für einen Zehn Tore-Vorsprung.

Der Nachwuchs auf dem Feld

In der Schlussphase stand beinahe die komplette letztjährige A-Jugend des TSB auf dem Feld: Zwischen Valentin Pick, Kai Kiesel und Arian Pleißner war der 23-jährige Petersen mit Abstand der Älteste. „Wir haben das Level weiter oben gehalten und taktischdiszipliniert gespielt“, lobte Oprea. Besonders Pick setzte das als Spielmacherglänzend um und traf selbst zum 33:24 (56.). Dass die Nachwuchstalente frühzeitig Verantwortung übernehmen müssen, ist der schöne Nebeneffekt an der Personalnot. Oprea: „Sie haben in der kurzen Zeit einige Schritte nach vornegemacht. Diese Entwicklung zu beobachten, ist einfach toll.“ Ruhig und abgeklärt war es dann auch, wie Watzl den 34:25-Endstand herstellte.

Arm in Arm hüpften die Jetsim Klatschtakt der 400 Zuschauer durch die Halle und feierten ihren zweiten Heimsieg. „Wir haben die Leidenschaft und die Emotionen auf die Tribüne übertragen, die Zuschauer haben sich davon anstecken lassen“, freute sich der Trainer. Und: Ich fiebere heute schon dem Tag entgegen, an dem wir endlich mal wieder 1000 Leute in der Halle begrüßen können.“

Ab Montag richtet sich derBlick beim TSB dann in Richtung Schutterwald – in der Hoffnung, dass sich die personelle Lage bis zum Samstagabend verbessert.

TSB Gmünd - Zizishausen 34:25

TSB: Daniel Mühleisen, Sebastian Fabian – Sven Petersen (8), Eric Zimmermann (8), Patrick Watzl (6), Stephan Mühleisen (3), Tom Abt (3), Marian Rascher (3/3), Philipp Schwenk (2), Valentin Pick (1), Christian Waibel, Kai Kiesel, Arian Pleißner

Siebenmeter: TSB 3/3– TSV 1/1

Zeitstrafen: TSB 2 Minuten – TSV 4

Wir haben das Level oben gehalten.“

Dragos Oprea, Trainer des TSB Gmünd
Der TSB Gmünd hat mit 34:25 gewonnen.
Der TSB Gmünd hat mit 34:25 gewonnen.
Der TSB Gmünd hat mit 34:25 gewonnen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare