TSB II stellt den Sekt kalt

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TSB Gmünd 2 ist nur noch zwei Siege von der Meisterschaft entfernt.

Lauterstein.

Der TSB Gmünd 2 ist nicht aufzuhalten und landet mit dem 41:27 (23:13) bei der SG Lauterstein nicht nur den sechsten Sieg in Folge, sondern auch den bislang deutlichsten Erfolg in dieser Saison. Nur noch zwei weitere Siege fehlen bis zum Titel, am Donnerstagabend muss das Team von Trainer Andreas „Rudi“ Rascher zunächst aber ein schweres Auswärtsspiel meistern.

 

Der Trainer wusste gar nicht so recht, was er sagen sollte. „Es war einfach eine super Mannschaftsleistung, ohne dass ich da jetzt jemanden herausheben möchte“, meinte Rascher dann zögerlich. Dass Lautersteins „Dritte“, obwohl in der Tabelle nur auf dem neunten Rang liegend, ein schweres Pflaster darstellt, ist in der Bezirksklasse längt bekannt. Während allerdings die direkten Konkurrenten Aalener Sportallianz und HSG Wangen/Börtlingen jeweils mit einer 22:23-Niederlage stolperten, bestand die junge TSB-Auswahl den Härtetest in der Kreuzberghalle mit Bravour. Mit Ausnahme der erfahrenen Martin Reuter (37) und Moritz Kienzle (23) stand die gesamte Gmünder A-Jugendmannschaft der vergangenen beiden Jahre auf der Platte – und schickt sich an, schon frühzeitig ihren ersten großen Erfolg im Aktivenbereich einzutüten.

 

Von Anfang bis Ende war der TSB die bestimmende Mannschaft. Zwar erzielte Lauterstein den ersten Treffer, doch mit drei Toren von Valentin Pick zum 4:2 (6.) war der Weg in Richtung Kantersieg eingeschlagen. Gegen das Abwehrbollwerk um die beiden Hünen Kai Kiesel und Florian Krazer fanden die Hausherren kaum Möglichkeiten, während die Gmünder immer wieder die Gelegenheit zu Tempo-Gegenstößen nutzten und durch Jonas Schmutzert auf 11:3 (12.) davonzogen. Tormann Sascha Grützmacher erwies sich einmal mehr als sicherer Rückhalt, auch wenn Marvin Pihon bei der SGL als elffacher Torschütze herausragte.  An der spielerischen Dominanz des TSB war nicht zu rütteln, zumal die Effizienz stimmte. „Wir haben unsere Chancen herausgespielt und dann konsequent verwandelt“, lobte Rascher seine junge Truppe, die mit dem 23:13-Zwischenstand bereits zur Halbzeitpause für klare Verhältnisse gesorgt hatte.

 

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Lauterstein den spielfreudigen Gmündern kaum etwas entgegenzusetzen. Aus der kompakten Abwehr heraus blieb der TSB im Konterspiel wie auch in der zweiten Welle brandgefährlich und schraubte den Vorsprung bis zum 38:21 (49.) immer weiter in die Höhe. Wenn es ein Spieler doch verdient hatte, aus dem Kollektiv herausgehoben zu werden, dann Valentin Pick. Der 19-jährige Spielmacher erzielte nicht nur selbst sieben Tore, sondern setzte auch seine Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene. Davon profitierten insbesondere Jonas Schmutzert (6), Hannes Kauderer (7) und Arian Pleißner. Auf seine 16 Treffer im Finalspiel mit der A-Jugend in Blaustein am Tag zuvor setzte der Youngster neun weitere Tore drauf und ist damit weiterhin Top-Torjäger der Bezirksklasse. Als Kienzle zum 39:23 (53.) traf, waren die Jets dann kurz davor, erstmals in dieser Saison die 40 Tore-Marke zu knacken. Falls sich ein Schönheitsfehler beim Spitzenreiter erkennen ließ, dann dass man sich weitere fünf Minuten darauf gedulden musste. Louis Waldraff erzielte den „goldenen Treffer“, bevor abermals Pleißner den 41:27-Endstand perfekt machte.

 

„Das war ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft“, so Rascher. Wohlwissend, dass der TSB 2 als ungeschlagener Klassenprimus dafür nur noch zwei Siege aus den verbleibenden sechs Partien benötigt. „Wir hoffen natürlich, dass wir das gleich in der nächsten Woche schaffen“, erklärt der Trainer, der aber nicht müde wird zu betonen, wie knifflig das bevorstehende Nachholspiel bei der HSG Wangen/Börtlingen am Donnerstag (20:30 Uhr) werden dürfte. Der Tabellendritte ist bislang unbesiegt in der heimischen Forstberghalle, in der zudem ohne Harz gespielt wird. Erschwerend hinzu kommt für den TSB außerdem, dass die eigenen A-Jugendlichen nicht zur Verfügung stehen werden. Das entscheidende Spiel um die Württembergische Meisterschaft am Freitag „hat absoluten Vorrang“, merkt Rascher an: „Doch wir haben auf jeden Fall das Potenzial in Wangen zu gewinnen, egal mit welchem Aufgebot.“ Gelingt das, könnte der TSB 2 bereits am Samstagabend (19:30 Uhr / Große Sporthalle) nach dem Heimspiel gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf die vorzeitige Titelparty steigen.

  TSB 2: Sascha Grützmacher, Dennis Slonek – Arian Pleißner (9/3), Valentin Pick (7), Hannes Kauderer (7), Jonas Schmutzert (6), Vincent Pick (4), Louis Waldraff (2), Can Oktay (2), Moritz Kienzle (2), Kai Kiesel (1), Martin Reuter (1), Aaron Wild, Florian Krazer

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