TSB: Niederlage nach klarer Führung

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Lautstark: Trainer Dragos Oprea gibt den Spielern des TSB Gmünd lautstarke Anweisungen.

Der TSB Gmünd verliert mit 30:34 bei der HSG Konstanz II. Dabei sah es nach 35 Minuten noch nach einem Sieg für den TSB aus.

Konstanz

Der TSB Gmünd muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Bei der HSG Konstanz II gab es eine 30:34-Niederlage. Dabei sah es lange Zeit sehr gut aus für den TSB, zwischenzeitlich hatte man sechs Tore Vorsprung.

Bereits beim ersten Gästeangriff wurde der Konstanzer Lars Michelberger glatt mit Rot vom Feld gestellt, nachdem er Sven Petersen unsanft aus der Luft gerissen hatte. Später sollte mit Constantin Eich ein weiterer HSG-Akteur nach einem harten Foulspiel disqualifiziert werden (40.). „Die Roten Karten waren nicht geschenkt, sondern unser Verdienst“, befand TSB-Trainer Dragos Oprea. Denn sein Team ging an die eigenen Grenzen, präsentierte sich in der 6-0-Abwehr „aggressiv und bissig“, genauso wie es der Coach sich wünscht. Erst nach sieben Minuten musste Tormann Daniel Mühleisen zum ersten Mal hinter sich greifen, zuvor hatten Rechtsaußen Wolfgang Bächle und Kapitän Aaron Fröhlich den TSB bereits mit 2:0 in Front gebracht. Damit nicht genug. Als sich Marian Rascher durchtankte und auf 5:1 (10.) erhöhte, war eine sichtlich verblüffte HSG Konstanz zur ersten Auszeit gezwungen.

Anschließend verkürzten die Hausherren zwar blitzschnell auf 5:6 (13.), doch der TSB zog das Tempo wieder an und mit drei Toren in Folge auf 9:5 (16.) davon. Aus dem stehenden Angriff heraus ließ die Gmünder Abwehr nahezu keine gegnerischen Würfe zu und wenn doch, dann war Mühleisen zur Stelle. Gefährlich wurde es einzig bei eigenen Ballverlusten in der Offensive oder sobald der TSB nicht schnell genug zurückwechselte. Denn gleich zweimal hielt der Gmünder Torjubel in Unterzahl nur ganz kurz an, weil das eigene Tor leer stand und die HSG diese Nachlässigkeit eiskalt bestrafte. Doch selbst diese Nackenschläge brachten einen ebenso engagierten wie willensstarken TSB nicht aus dem Takt. Ein gelungener Kempa-Trick von Fröhlich auf Tom Abt zum 17:12 (26.) war das spielerische Sahnehäubchen. Zur Pause stand es 18:13 aus Sicht der Gmünder. Groß war der Rückenwind für die Oprea-Sieben, während die HSG mit hängenden Köpfen in die Kabine schlich.

Der TSB blieb weiter tonangebend. . Fröhlich blieb von der Siebenmeterlinie aus zweimal cool, Linksaußen Eric Zimmermann erhöhte sogar auf 21:15 (35.). Doch danach folgte der Bruch im Spiel. Innerhalb von nur vier Minuten stellte Konstanz den Anschluss her, beim 22:22 (43.) stand erstmals ein Gleichstand. Woran lag es? Einerseits leistete sich der TSB teils unerklärliche Abspielfehler und Fehlwürfe.

Gleichzeitig war die mit acht letztjährigen A-Jugendspielern angetretene Nachwuchstruppe der HSG in vielen Szenen einen Tick gedankenschneller. Im Rückzugsverhalten offenbarten die Gmünder eklatante Schwächen. Oprea sah im plötzlichen Leistungseinbruch seiner Mannen keine Kraft-, sondern vielmehr eine Konzentrationsfrage: „Wir schaffen es noch nicht, über 60 Minuten die Konsequenz zu behalten.“ Fröhlich, mit elf Toren der beste Gmünder Schütze, war überzeugt, dass „wir das Spiel gewinnen würden, wenn wir den Vorsprung fünf oder zehn Minuten länger halten.“

Stephan Mühleisen und Nicola Rascher sorgten zwar noch für knappe Führung, doch beim 24:26 (47.) hatte die HSG den Spielstand auf den Kopf gestellt.

Die defensive Stabilität fehlte dem TSB, daran änderte auch der Torwartwechsel kaum etwas. Die Gmünder bäumten sich in der Schlussphase zwar noch entschlossen auf. Fabian hielt sein Team mit zwei wichtigen Paraden im Rennen, vorne übernahm Fröhlich mit seinen Schlagwürfen zum 28:28 (54.) und 29:29 (56.) Verantwortung. Der TSB setzte alles auf eine Karte, musste aber zwei ganz bittere Konter schlucken. Das 29:32 (58.) bedeutete die Entscheidung, am Ende fiel das Ergebnis mit 30:34 (60.) zu deutlich aus.

Konstanz - TSB Gmünd 34:30

TSB: D. Müheisen, Fabian – Fröhlich (11/2), Bächle (5), Abt (3), S. Mühleisen (2), M. Rascher (2), N. Rascher (2),Zimmermann (2), Waldenmaier (2), Petersen (1), Watzl, Pick

Die Roten Karten waren nicht geschenkt.“

Dragos Oprea, Trainer TSB
TSB Gmünd

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