TSB siegt - Daniel Mühleisen überragt

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Der TSB Gmünd (gelb/schwarz) siegte in Schutterwald.

Der TSB Gmünd ist nicht zu bremsen und stürmt auch die südbadische Handball-Hochburg: 28:26 steht es am Ende bei der TuS Schutterwald. Torhüter Mühleisen pariert 25 Bälle.

Schutterwald

Der TSB Gmünd hat auswärts mit 28:26 bei der TuS Schuttenwald gewonnen. Gmünds Torhüter Daniel Mühleisen bot mit insgesamt 25 Paraden einen Auftritt der Extraklasse.

Der Schutterwälder Coach Nico Baumann war auch eine Stunde nach Spielende noch völlig bedient, als er mit dieser beeindruckenden Statistik konfrontiert wurde. „Mühleisen hat den Unterschied gemacht, so viele klare Chancen dürfen wir niemals liegen lassen“, stellte Baumann ernüchtert fest. Der Matchwinner selbst hingegen gab sich bescheiden. „Natürlich freut mich das, aber ohne unsere Abwehr würde ich weitaus weniger Bälle haben“, betonte Mühleisen, der erst kürzlich sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat und in seiner dritten Saison beim TSB nun so richtig aufblüht. Der 24-Jährige ergänzt: „Derzeit macht es einfach großen Spaß und ich habe Lust, meine Leistung jede Woche aufs Neue zu steigern.“

Nicht gänzlich zufrieden blickte Oprea wiederum auf die Angriffsleistung seines Teams. Zwar präsentierten sich die Gmünder von Anfang an gewohnt bissig und aggressiv in der Defensive, wodurch sich Mühleisen frühzeitig ein ums andere Mal auszeichnen konnte und erst nach sechs Minuten bezwungen wurde. Mit den zahlreichen Ballgewinnen wussten die „Jets“ allerdings nichts anzufangen, agierten im Umschaltspiel mal zu hektisch, dann zu umständlich. Kreisläufer Stephan Mühleisen überzeugte hingegen als Aktivposten am Kreis, traf entweder selbst oder holte die Siebenmeter heraus. Den zweiten davon verwandelte Regisseur Marian Rascher zum 6:3 (13.). Doch die Fehler häuften sich, der TSB verlor den Faden und hatte auch Pech im Abschluss. Sowohl Linksaußen Eric Zimmermann als auch Rückraumschütze Nicola Rascher, der nach seinen Knieproblemen gerade rechtzeitig grünes Licht für einen Einsatz erhalten hatte, scheiterten am Pfosten. Schutterwald zog beim 7:7 (18.) erstmals gleich, ging kurz darauf durch einen Tempo-Gegenstoß sogar mit 9:8 (20.) in Führung. Beim Stand von 11:9 für die Hausherren sah sich Oprea zur ersten Auszeit gezwungen. Dem glänzend aufgelegten Mühleisen war es zu verdanken, dass der TSB mit 11:13 nur eine geringe Hypothek mit in die Pause schleppte.

Die zweite Hälfte begann aus Gmünder Sicht zunächst so, wie die Erste endete. Nach einem Ballverlust von Marian Rascher parierte Rückhalt Mühleisen den folgenden Konter. Zimmermann leistete sich einen Fehlwurf, Schutterwald erhöhte auf 14:11 (32.). Doch die Jets boten ihren 25 Anhängern, die den weiten Weg in die Ortenau angetreten hatten, die perfekte Reaktion. Philipp Schwenk erzielte in ungewohnter Rolle als Kreisläufer den 14:14-Ausgleich (35.) und verdiente sich anschließend ein Sonderlob seines Trainers. „Philipp ist für uns die Kirsche auf der Torte“, so Oprea: „Ich spreche für die ganze Mannschaft, wenn ich sage, wie wertvoll er mit seiner Erfahrung für uns ist – egal auf welcher Position er eingesetzt wird.“

Doch auch Youngster Patrick Watzl erfüllte seine Aufgabe als Vertreter des verletzten Rechtsaußen Wolfgang Bächle abermals hervorragend. Per Doppelschlag warf er die Gmünder mit 18:15 (39.) in Front. Innerhalb kürzester Zeit geriet der TSB nochmals mit 19:20 (46.) ins Hintertreffen, ließ sich aber selbst davon nicht beirren. Allen voran die Rascher-Brüder zeigten die geballte Entschlossenheit, um zwei Punkte mit auf die Heimfahrt zu nehmen. In der 51. Minute lagen die Gmünder wieder mit zwei Toren vorne (23:21). Mit seinem neunten Treffer machte Nicola Rascher 30 Sekunden vor dem Ende alles klar, Schutterwalds finaler Treffer zum 28:26 bedeutete lediglich Ergebniskosmetik. Obwohl die Badener einem Punktgewinn deutlich näher waren, als es das Endresultat aussagt.

Am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen den TSV Birkenau an. Die Partie in der Großen Sporthalle beginnt um 19.30 Uhr - sofern es Corona zulässt.

TSB: Daniel Mühleisen, Sebastian Fabian – Nicola Rascher (9), Philipp Schwenk (5), Patrick Watzl (4), Marian Rascher (4/2), Stephan Mühleisen (3), Tom Abt (2), Eric Zimmermann (1), Sven Petersen, Christian Waibel, Valentin Pick, Arian Pleißner

Derzeit macht es einfach großen Spaß.“

Daniel Mühleisen, TSB-Torwart

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