TSG Hofherrnweiler: Die Zeit drängt beim Stadionneubau

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187 der 202 anwesenden Mitglieder haben für einen Stadionneubau bei dr TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gestimmt.
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Nach dem klaren Votum: Die TSG Hofherrnweiler will angesichts der explodierenden Preise schnellstmöglich die Verträge abschließen.

Aalen-Hofherrnweiler

Die größte Hürde ist genommen: Knapp 93 Prozent der anwesenden Mitglieder haben grünes Licht für den Stadionneubau gegeben. Allerdings stellt Achim Pfeifer klar: „Das bedeutet nicht, dass wir morgen mit dem Projekt beginnen können.“ Der Vorsitzende der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verweist auf die explodierenden Preise auf dem Bausektor - und die Tatsache, dass ein Überschreiten der Obergrenze von 3 Millionen Euro das Aus für den Neubau bedeuten würde.

Nach Abzug aller Zuschüsse: Die TSG Hofherrnweiler muss für den Bau des neuen Stadions eine Summe von 1,635 Millionen Euro aufbringen. Ralf Baumbusch vom TSG-Wirtschaftsbeirat nannte bei der Mitgliederversammlung einen Zeitraum von 15 Jahren bis zur vollständigen Tilgung. Macht jährlich 129 000 Euro. „Ohne dass wir überhaupt aktiv geworden sind, haben wir bereits Absichtserklärungen von über 40 000 Euro“, sagt Baumbusch. Weil die TSG laut Architekt Kai Bodamer vom Architekturbüro AI+P/I-Live bereits in drei Wochen das Baugesuch einreichen will, „ist jetzt der Finanzplan das entscheidende“, sagt Achim Pfeifer. Der TSG-Vorsitzende macht keinen Hehl daraus, dass er die Finanzierung gerne auf 20 Jahre strecken möchte. „Das macht es uns einfacher.“

Denn: Sponsoren finden auf der einen, schnellstmöglich die Verträge unterschreiben auf der anderen Seite - das sei aktuell nicht einfach. Aber: „Die Zeit drängt“, sagt Pfeifer und verweist auf die explodierenden Preise angesichts des Ukraine-Krieges. „Der Zeitpunkt für unsere Projekt ist nicht ideal, aber das konnten wir damals nicht ahnen, als wir mit den Planungen begonnen haben.“

Immerhin: Für das jetzige Hauptspielfeld, das aktuell saniert wird, wurden die Namensrechte neu vergeben. Wie der vordere Platz künftig heißen wird, will Pfeifer noch nicht verraten. Nur soviel: „Das ist ein erster Betrag, den wir für den Stadionbau verwenden werden.“ Weitere Einnahmequellen seien Sponsorenpakete, Bandenwerbungen, Vermietungen der Schulungsräume und die Verpachtung der Dachfläche an einen PV-Investor. „Wir sind zuversichtlich, dass wir langfristige Verträge mit Sponsoren fürs neue Stadion bekommen“, sagt der Vorsitzende. Eines stellt Pfeifer noch einmal klar: „Für den geplanten Stadionneubau werden nur Gelder verwendet, die jetzt generiert werden.“

Tennisabteilung sieht's kritisch

Heißt: Es ist nicht möglich, dass in das Projekt beispielsweise ein Teil der Mitgliedsbeiträge einfließen. „Die benötigen wir zu 100 Prozent, um den regulären Haushalt zu decken. Wir nehmen also niemand etwas weg.“

Die größten Bedenken beim geplanten Stadionneubau kamen aus der Tennisabteilung. Die sehen ihren Spielbetrieb gestört, wenn nebendran beim Fußball „Halligalli ist“. Achim Pfeifer schob diese Bedenken allerdings beiseite: „Wenn die Tennissaison im Mai startet, ist die im Fußball beendet. Wenn es überhaupt einmal zu Konflikten kommt, dann höchstens an einzelnen Tagen. Und da müssen wir dann einen Kompromiss finden.“

Achim Pfeifer hofft jetzt, dass die Finanzierung schnellstmöglich eingetütet und mit dem Bau des neuen Stadions begonnen werden kann. Denn: Einen Plan B für das hintere Spielfeld habe die TSG Hofherrnweiler nicht. Achim Pfeifer: „Wir wollen das Stadion wie geplant verwirklichen. Nur wenn das absolut nicht realisierbar ist, werden wir uns neu sortieren.“

Achim Pfeifer: „Das Thema muss endlich durch sein“

Achim Pfeifer hat das Thema in den vergangenen Wochen bewegt: die massive Kritik von außen, weil die Stadt einen Großteil der Kosten für die Sanierung des Hauptspielfeldes übernimmt - 435 000 Euro von insgesamt knapp 525 000 Euro. „Ich habe nicht mit einer solch scharfen Kritik gerechnet“, sagte der Vorsitzende bei der Mitgliederversammlung.

Der Vorsitzende stellt klar: „Diejenigen, die von einer Bevorzugung der TSG reden, kennen die Probleme nicht.“ Die Situation in der Weststadt sei mit allen anderen nicht vergleichbar. Für Achim Pfeifer steht aber fest: „Das Thema muss jetzt endlich durch sein. Wir haben nichts falsch gemacht.“

187 der 202 anwesenden Mitglieder haben für einen Stadionneubau bei dr TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gestimmt.
187 der 202 anwesenden Mitglieder haben für einen Stadionneubau bei dr TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gestimmt.
187 der 202 anwesenden Mitglieder haben für einen Stadionneubau bei dr TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gestimmt.

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