TSG Hofherrnweiler kämpft sich gegen schwache Essinger zum Derbysieg 

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Die TSG Hofherrnweiler hat das Derby beim TSV Essingen verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen.
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Der TSV Essingen enttäuscht vor knapp 1000 Zuschauern und verliert gegen den Rivalen Hofherrnweiler verdient mit 0:1 (0:1). Trainer Simon Köpf: „Das war bodenlos.“

Essingen

Eines haben die Verlierer nicht getan: nach Ausreden gesucht. Nach dem 1:0 (1:0)-Sieg der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach in einem umkämpften Derby waren die Essinger vor allem sauer auf sich selbst. „Der Gegner hat viel mehr Leidenschaft an den Tag gelegt. Das war einfach nur bodenlos von uns“, sagt Trainer Simon Köpf.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Daniel Rembold zum Freistoß antrat. Der Offensivspieler zirkelte den Ball um die Mauer, und TSV-Keeper Jerome Weisheit sah ganz schlecht aus - 0:1 (45.+2). Es war der entscheidende Treffer im Derby, und Weisheit sagte hinterher nur, dass „ich heute nichts sage“. Die Szene war bezeichnend für das, was der TSV Essingen ausgerechnet in diesem Prestigeduell gezeigt hat: nämlich schlicht zu wenig. Der Gast aus Hofherrnweiler war von Anfang an die aggressivere Mannschaft mit dem größeren Willen. Was aber auf beiden Seiten zunächst fehlten waren klare Torchancen. Die rund 1000 Zuschauer mussten über eine halbe Stunde warten, ehe der erste gefährliche Torschuss abgefeuert wurde. Und zwar von Essingen. Felix Nierichlo zielte aus 20 Metern drüber (32.). Nachdem auch Lennart Ruther haarscharf am TSG-Tor vorbei köpfte, schoss Rembold besagten Freistoß in die Maschen. Statt fußballerischer Glanzpunkte gab's in Durchgang eins vor allem viele Nickligkeiten. Als Ruther nach 21 Minuten Daniel Serejo zu Boden stieß, hatte dieser Glück, dass es Schiedsrichter Martin Traub bei Gelb beließ und den Essinger nicht vorzeitig zum Duschen geschickt hat.

Auch nach der Pause war die TSG Hofherrnweiler die aktivere Mannschaft, die mehr Biss zeigte. Bei Hannes Borsts Lattenkracher hatte der Unparteiische eine Abseitsstellung erkannt (48.). Von den Gastgebern kam weiterhin zu wenig, um Hofherrnweiler ernsthaft unter Druck zu setzen. Yusuf-Serdar Coban (61.) zielte zu ungenau, und Niklas Weissenberger kam aus kurzer Distanz einen Schritt zu spät (81.). Als Weissenberger auch den letzten hohen Ball nicht aufs Tor brachte, ballte TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer an der Seitenlinie die Faust (90.+1). Seine Jungs kämpften auch in der Nachspielzeit verbissen und retten die Führung vollends über die Zeit. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft. Wir haben ein großartiges Spiel gemacht“, sagt TSG-Trainer Patrick Faber und spricht von einem „total verdienten Sieg, weil wir über 90 Minuten einen großen Kampf geliefert haben“.

Genau das hat dem TSV Essingen an diesem Mittwochabend gefehlt.

Stimmen zum Derby: „Das ist eine Einstellungssache“

Tim Ruth, TSV-Verteidiger: „Das ist ein verdienter Sieg für Hofherrnweiler. Man hat es nach zwei, drei Minuten schon gemerkt, dass die TSG einfach ein Schritt spritziger und heißer war. Sie wollte diese Geschichte einfach mehr, und wir haben nicht die richtigen Eigenschaften an den Tag gelegt, um ein Derby zu gewinnen. Das haben wir schon gegen Normannia Gmünd nicht getan.“

Johannes Rief, TSG-Kapitän: „Wir haben das Spiel so angenommen, wie es war: knallharter Kampf. Wir haben die Essinger von Anfang an unter Druck gesetzt, und dann war es ein Abnutzungskampf. Dem haben wir standgehalten.“

Simon Köpf, TSV-Trainer: „Das ist eine Einstellungssache, das hat etwas mit Mentalität zu tun. Wir haben immer wieder solche Rückfälle, da denken wir, das wird schon irgendwie. Aber es wird nicht. Wir haben es heute überhaupt nicht so auf den Platz gekriegt, wie wir es wollten. Wir machen uns immer wieder vieles selbst kaputt.“

Patrick Faber, TSG-Trainer: „Wir haben total mutig nach vorne verteidigt. Ich kann mich an keine wirkliche Torchance oder Drangphase von Essingen erinnern.“

Essingen - Hofherrnweiler 0:1 (0:1)

TSV: Weisheit - Etemi (46. Ruth), Auracher, Ruher, Lang - Biebl (73. Weissenberger), Nierichlo (46. Coban) - Krasniqi, Kilic, Melo (56. Wiedmann)

TSG: Barth - Horlacher, Rief, Schwarzer, Christlieb - Borst (74. Fichtner), Janik - Rembold, Schiele (89. Haas) - Serejo (81. Milojkovic), Köhnlein (62. Zahner)

Tor: 0:1 Daniel Rembold (45.+2)

Gelbe Karten: Ruther, Groiß, Ruth - Serejo, Borst, Rief, Rembold

Schiedsrichter: Martin Traub

Zuschauer: 943

Die TSG Hofherrnweiler hat das Derby beim TSV Essingen verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen.
Die TSG Hofherrnweiler hat das Derby beim TSV Essingen verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen.
Die TSG Hofherrnweiler hat das Derby beim TSV Essingen verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen.
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