TSG Hofherrnweiler - TSV Essingen: „Ich freue mich auf das Derby“

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Essingen (schwarz) vs TSG Hofherrnweiler
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Am Samstag (15 Uhr) trifft Hofherrnweiler auf Essingen. Das sagen beide Trainer zum anstehenden Derby.

Aalen-Hofherrnweiler

Am Samstag empfängt der Fünfte TSG Hofherrnweiler-Unterrombach den Vierten TSV Essingen. Im Interview blicken beide Trainer auf das Spiel:

Herr Faber, gab es jemanden in der Vorbereitung im Team, der sich besonders aufgedrängt hat und sich in den Mittelpunkt gespielt hat?

Patrick Faber, Trainer TSG: Ja, den gab es. Mich hat es gefreut, dass wir Cornelius Fichtner wieder in unseren Reihen haben. Aufgrund eines Auslandssemesters hat er einige Zeit gefehlt. Ihn konnten wir gleich wieder integrieren – und er hat bereits gegen den TSV Berg eine sehr gute Rolle gespielt. Ansonsten möchte ich niemanden speziell hervorheben. Wir kommen über die Gemeinschaft, und da trägt jeder seinen Teil dazu bei.

Nun steht das Derby gegen den TSV Essingen an. Im Hinspiel setzte es dabei eine klare 0:5-Niederlage und man bekam den Eindruck, dass der TSV der TSG enteilen wird. Nach 20 absolvierten Spielen trennen beide Teams aber nur zwei Punkte. Wie erklären Sie sich diesen positiven Aufschwung?

Das Spiel in Essingen ist besonders in der ersten Halbzeit unglücklich für uns verlaufen. Hinten raus waren wir dann nicht mehr in der Lage, zurückzuschlagen. Essingen ging natürlich als verdienter Sieger vom Platz. Aber ich hatte damals bei der Pressekonferenz schon gesagt, dass wir uns trotz dieser Niederlage nicht von unserem Weg abringen lassen und wir kontinuierlich weiterarbeiten. Direkt danach starteten wir ja dann unsere Serie mit sieben Siegen in Folge.

Sie waren auch selbst für den TSV Essingen aktiv. Ist diese Partie eine wie jede andere oder ist man nun nochmals eine Portion motivierter?

Motiviert bin ich in jedem Spiel. Aber ich freue mich einfach, dass man viele bekannte Gesichter trifft. Mit Julian Biebl und Tim Ruth habe ich ja selbst noch zusammengespielt. Im Umfeld gibt es noch einige Leute, die bereits zu meiner Zeit da waren. Das ganze Drumherum ist einfach anders, als vor einem „normalen“ Spiel – und das erzeugt auch mehr Spannung. Dazu ist die Vorberichterstattung auch etwas größer (lacht).

Wie müsst ihr am Samstag agieren, damit endlich der erste Sieg gegen den TSV in der Verbandsliga-Geschichte gelingt. In bislang vier Aufeinandertreffen gab es vier Niederlagen.

Wir wollen mutig und selbstbewusst auftreten. Vor einer hoffentlich großen Kulisse wollen wir den Fans unseren besten Fußball präsentieren. Im Prinzip haben wir ja nichts zu verlieren.

Sind alle fit fürs Derby?

Im Grunde ja. Ein, zwei Jungs haben aus dem Spiel gegen Berg ein paar Wehwehchen mitgebracht. Im Regenerationstraining und in der Behandlung haben wir versucht, sie wieder auf die Beine zu stellen. Ich gehe davon aus, dass der Kader genau gleich aussehen wird, wie gegen Berg.

TSV Essingen


Herr Baierl, wer hat Sie nochmals rückblickend auf die Wintervorbereitung sehr beeindruckt? 


Stephan Baierl: Wirklich gut entwickelt hat sich Neuzugang Atmir Krasniqi. Er hat ein Jahr keine Spielpraxis gehabt. Da hat man gesehen, welche Schwierigkeiten er am Anfang hatte. Doch er hat es richtig gut gemacht und sich stetig weiterentwickelt. Was mich auch freut ist, dass Dean Melo in der Vorbereitung voll mitziehen konnte. In der Hinrunde war er leider öfters verletzt. Unsere Leistungsträger wie Felix Nierichlo, Patrick Funk, Niklas Weissenberger oder Patrick Auracher haben ihre Positionen gerechtfertigt. Das sind Spieler, die immer vorangehen.

Also sind Sie mit der Vorbereitung sehr zufrieden?


Ja, bis auf die klare 1:5-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers im ersten Testspiel. Davor hatten wir allerdings eine große und harte Trainingswoche hinter uns gebracht. In dem Spiel konnten wir einfach das Tempo nicht mitgehen. Ansonsten hatten wir eine richtig gute Vorbereitung. Zu meinen Jungs hatte ich aber gesagt, dass das alles Makulatur ist. Die Punktspiele sind vom Kopf her nochmals eine ganz andere Herausforderung als die Testspiele. Dem Druck muss man dann einfach standhalten. 

Wie muss Ihre Mannschaft am Samstag in Hofherrnweiler auftreten, damit der erste Liga-Sieg im Jahr 2022 eingefahren werden kann? Zum Auftakt gab es ja „nur“ ein 2:2 beim 1. FC Heiningen.


Wir wissen was wir spielen können, wenn unsere Einstellung passt. Doch sobald nur ein paar Prozent fehlen und vielleicht die Konsequenz und der letzte Wille nicht da sind, wird es wesentlich schwerer. Bestes Beispiel war in Heiningen: Wenn ein Spieler von uns mit noch mehr Gier auftritt und nicht zurücksteckt, macht er das 3:1. Diese Gier müssen wir in Hofherrnweiler unbedingt auf den Platz bringen.

Kommt Ihnen dieses große Derby nun gelegen, oder hätten Sie gerne gegen eine andere Mannschaft gespielt?


Für mich gibt es nichts Besseres als Spiele, in denen es viele Emotionen gibt und die Zuschauer mitgehen. Von daher ist es super, dass dieses Spiel nun ansteht – und das vor einer hoffentlich großen Kulisse. Das macht den Fußball aus und von mir aus könnte es jedes Wochenende solch ein Spiel geben. Ich freue mich auf das Derby – weiß aber, dass es in Hofherrnweiler nicht einfach wird. Die TSG spielt für ihre Verhältnisse eine sensationelle Saison. Das macht sie auch gefährlich. Wenn wir aber abliefern, wird es für alle schwer uns zu schlagen.

Wie sieht die personelle Lage aus, kurz vor dem Spiel?

Lukas Rösch hatte sich kurz nach seiner Einwechslung in Heiningen gezerrt. Niklas Weissenberger musste ich aufgrund einer dicken Nase auswechseln. Unsere Torhüter Jonas Gebauer und Kilian Kleinhenz haben in dieser Woche nicht trainiert. Ich gehe aber davon aus, dass zumindest einer wieder zur Verfügung stehen wird.

Motiviert bin ich in jedem Spiel“

Patrick Faber, Trainer TSG Hofherrnweiler
Stephan Baierl
Essingen (schwarz) vs TSG Hofherrnweiler
Fußball Verbandsliga, TSG Hofherrnweiler, Cheftrainer Patrick Faber

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