TSG Hofherrnweiler: Vom Maulwurf besiegt

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TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer zeigt die Problematik: Dutzende maulwurfshügel auf dem Rasenplatz in Hofherrnweiler.
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Dutzende Hügel machen den Rasenplatz in Hofherrnweiler unbespielbar. Nur noch ein Kunstrasenplatz für insgesamt 550 Fußballer.

Aalen-Hofherrnweiler

Pascal Reinhardt ließ kein gutes Haar am Platz: „Das Spielfeld war fast schon Körperverletzung. Mit Fußball hatte das nicht viel am Hut“, sagte der Trainer des FC Holzhausen kürzlich nach dem Gastspiel bei der TSG Hofherrnweiler gegenüber der Tageszeitung „Schwarzwälder Bote“. Inzwischen ist das Hauptspielfeld im Aalener Westen stillgelegt - dutzende Maulwurfshügel und zahlreiche Löcher machen einen Spielbetrieb unmöglich.

Achim Pfeifer gerät zunehmend unter Druck. Denn die Platzsituation bei der TSG ist „desaströs“, wie der Vorsitzende sagt. 550 Fußballer gibt's im Verein, und die haben nur noch ein voll taugliches Spielfeld zur Verfügung: den Kunstrasen. Das Hauptspielfeld kann wegen der unirdisch lebenden Tiere und deren Unterhöhlungen mit den zahlreichen Löchern im Rasen gar nicht mehr benutzt werden. Pfeifer: „Die Verletzungsgefahr ist viel zu groß!“ Und der hintere Rasenplatz, der ein Gefälle von zwei Metern aufweist und regelmäßig unter Wasser steht, ist jetzt ebenso von Maulwürfen befallen. Was für die TSG erschwerend hinzukommt: „Das Regierungspräsidium hat nach eineinhalb Jahren die Bekämpfung der Tiere abgelehnt“, sagt der Vorsitzende und stellt klar, dass „unser Hauptspielfeld damit dem Verfall preisgegeben ist“.

Wie geht's nun weiter im Aalener Westen? „Unsere U13, U16 und U19 dürfen inzwischen in Lauterburg trainieren, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Pfeifer. Wohl wissend, dass das kein Dauerzustand ist. Für den Vorsitzenden gibt's deshalb nur eine Lösung: zwei neue Rasenplätze. Längst geplant ist ein Stadionneubau samt Funktionsgebäude zwischen den Tennisplätzen und dem Sauerbach. Allerdings: „Das Projekt verzögert sich aus baurechtlichen Gründen“, sagt Pfeifer, für den damit auch die Finanzplanung schwieriger wird. „Aus dem Grund können wir auch die außerordentliche Mitgliederversammlung zum Stadionneubau noch nicht durchführen.“

Zwei neue Rasenplätze

Dennoch: Pfeifer gibt nicht auf, er hofft, dass der Stadionneubau „in leicht abgewandelter Form“ trotzdem realisierbar ist. „Wir brauchen das dringend, weil auch unsere Umkleidesituation katastrophal ist.“

Früher als das Stadion hofft Achim Pfeifer auf ein neues Hauptspielfeld. „Wir sind in guten Gesprächen mit der Stadt Aalen, denn alleine schaffen wir das nicht“, sagt der Vorsitzende, der im Rathaus die Maulwurfsproblematik dargelegt hat. „Weil die Bekämpfung der Tiere nicht genehmigt worden ist, gibt es keine andere Alternative als den Platz neu zu bauen.“ Rund 30 Zentimeter müssten dazu abgetragen werden, ehe der neue Rasenplatz darauf entstehen kann. Pfeifer rechnet mit einer Gesamtsumme von rund 500 000 Euro Und er hofft, dass „bereits Anfang 2022 mit dem Neubau begonnen werden kann“.

Achim Pfeifer: „Anders können wir den Fußballbetrieb bei der TSG Hofherrnweiler nicht mehr aufrecht erhalten.“

Die Verletzungsgefahr ist viel zu groß.“

Achim Pfeifer, Vorsitzender der TSG Hofherrnweiler
  • 550 Fußballer - davon 370 Kinder - in 19 Mannschaften
  • Spieler. Die TSG Hofherrnweiler hat aktuell 550 aktive Fußballer im Verein. 370 davon sind Kinder und Jugendliche.
  • Teams. Die 550 Kicker verteilen sich auf 19 Mannschaften. Bei der TSG gibt es allein vier aktive Mannschaften - eine in der Verbandsliga, eine in der Bezirksliga, eine in der Kreisliga B und eine Reserve. Außerdem sind alle Jahrgänge besetzt, die A-Junioren haben zwei Teams (U19, U18).
  • Infrastruktur. Drei Plätze hat die TSG Hofherrnweiler - wobei die beiden Rasenplätze für den Spielbetrieb nicht mehr genutzt werden können. alex
TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer zeigt die Problematik: Dutzende maulwurfshügel auf dem Rasenplatz in Hofherrnweiler.

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