TSG Hofherrnweiler wehrt sich gegen die massiven Vorwürfe des eigenen Stadtverbandes

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Auf dem Maulwurfsplatz kehrt keine Ruhe ein: Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach wehrt sich gegen die Vorwürfe des eigenen Stadtverbandes Sport, die „nicht nachvollziehbar sind“.
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Die TSG Hofherrnweiler bezeichnet den Vorstoß des eigenen Stadtverbandes Sport als „inakzeptabel“ und lässt die Mitgliedschaft vorerst ruhen.

Aalen-Hofherrnweiler

Achim Pfeifer ist sauer auf den eigenen Stadtverband Sport. „Dass dieser uns im Erfolgsfall in den Rücken fällt, ist ein unfassbarer Vorgang“, sagt der Vorsitzende der TSG Hofherrnweiler. Auslöser ist wieder das „Maulwurfsspielfeld“. Dass dessen Sanierung größtenteils von der Stadt bezahlt wird, habe laut Dachverband „eine katastrophale Wirkung auf die Zusammenarbeit zwischen den Aalener Vereinen“. Und: Diese Art von Zweiklassengesellschaft störe den Sportfrieden in der Stadt nachdrücklich.

Mit diesen Vorwürfen ist der Stadtverband an die Öffentlichkeit gegangen, ohne die TSG zu informieren. Der gescholtene Verein lässt sich das nicht gefallen und hat eine Stellungnahme verfasst. „Eine, die von unserem Vorstand, Wirtschaftsbeirat, Verwaltungsausschuss, Ehrenrat und Jugendrat einstimmig getragen wird“, sagt Pfeifer.

Was die TSG-Verantwortlichen am meisten stört: dass sich der Stadtverband - ohne persönliche Gespräche geführt zu haben - gegen die TSG positioniert. „Unverständlich ist, dass zu keinem Zeitpunkt der Dialog mit der TSG gesucht wurde, um die Situation im Detail zu erfahren.“ Mehr noch: „Dass dort von 'Vorteilnahme einzelner Akteure' gesprochen wird, rückt den Einsatz unserer Gremien in ein falsches Licht und ist daher inakzeptabel“, heißt es in dem Schreiben.

Der Stadtverband nutzt zudem die Gelegenheit und fordert jetzt eine Erhöhung der Sportförderung durch die Stadt Aalen. „Grundsätzlich ist es gut, wenn sich der Stadtverband für seine Vereine einsetzt. Aber warum muss man dazu die TSG in ein schlechtes Licht rücken?“

In dem Schreiben erklärt die TSG noch einmal die besondere Situation im Aalener Westen. Sie geht darauf ein, dass der Verein mit „deutlichem Abstand der größte mit Fußballsport in Aalen ist“. Mit über 550 Kickern in 19 Mannschaften - davon 370 Kinder und Jugendliche. Dass die TSG mangels Platzkapazitäten die eigenen Jugendmannschaften nach Lauterburg ausquartieren muss. Und dass dem Verein trotz größter Bemühungen keine Möglichkeit eingeräumt wird, städtische Plätze zu nutzen.

Anfeindungen nicht berechtigt

„Gerade in Wasseralfingen, wo sich der Stadtverband besonders deutlich gegen die der TSG zugute kommenden Förderung positioniert, befinden sich gleich mehrere städtische Fußballplätze. Auch ein städtischer Kunstrasenplatz steht dort zur Verfügung“, sagen die TSG-Macher. Deshalb gebe es die Problemstellung aufgrund der verfügbaren Platzkapazitäten und der geringeren Anzahl trainierender Mannschaften woanders nicht. Außerdem stellen die Verantwortlichen in ihrer Erklärung klar, dass „die TSG nur das getan hat, was die Mitglieder von ihrem Verein erwarten können - nämlich einen Antrag zu stellen und diesen plausibel zu begründen“. Die daraus resultierenden Anfeindungen seien deshalb weder verständlich noch berechtigt. Unverständlich sei zudem die aktuelle Neiddiskussion um die einmalige Zuwendung in einer „unverschuldeten Notsituation“. Zumal sich die TSG „niemals negativ geäußert habe, als anderen Vereinen städtische Plätze zur Verfügung gestellt wurden“.


Die TSG erwartet nun einen sachlichen Dialog mit dem Stadtverband, der „mehr denn je von allergrößter Bedeutung ist“. Bis dahin zieht sie entsprechende Konsequenzen: „Der Verein wird seine Mitgliedschaft im Stadtverband für Sport ruhen lassen.“

Der Stadtverband fällt uns in den Rücken.“

Achim Pfeifer, Vorsitzender der TSG Hofherrnweiler

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