Sportmosaik

TSG: TV-Auftritt für die Maulwürfe

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TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer zeigt die Problematik: Dutzende maulwurfshügel auf dem Rasenplatz in Hofherrnweiler.

Alexander Haag über Tiere, Treffen und eine Trauung.

Für die TSG Hofherrnweiler sind sie ein großes Ärgernis: die unzähligen Maulwürfe auf, nein, unter dem Hauptspielfeld. Denn der Platz im Aalener Westen musste wegen der vielen Hügel gesperrt und stillgelegt werden. Kurios: Die Maulwürfe sorgen landesweit für Aufsehen. Nachdem das Problem im „Schwarzwälder Bote“ thematisiert und von der SchwäPo aufgegriffen wurde, hat sich nun das Fernsehen beim Vorsitzenden Achim Pfeifer angekündigt. Am Donnerstag dreht der SWR für die Landesschau auf dem Gelände am Sauerbach. „Das ist verrückt“, sagt der Vereinschef, der auf einen Neubau hofft.

Achim Pfeifer ist zuversichtlich, dass eine Lösung für das Maulwurfproblem gefunden wird: „Wir sind in sehr guten Gesprächen mit der Stadt Aalen und stoßen auf sehr großes Verständnis“, sagt der TSG-Vorsitzende und stellt klar, dass etwas passieren muss. Denn: „Die Verletzungsgefahr ist durch die vielen Löcher im Rasen zu groß.“ Pfeifer spricht gar von einer „desaströsen Situation“. Aus gutem Grund: Den 550 TSG-Fußballern steht nur noch ein einziger voll tauglicher Platz zur Verfügung.

Für Trainer Michael Schiele wäre es ein besonders Auswärtsspiel gewesen: die Partie mit Eintracht Braunschweig bei den Würzburger Kickers. Allerdings wurde nichts draus, weil bei vier Würzburger Profis der Coronatest positiv war. „Ich habe mich auf viele Leute gefreut, weil ich viele Freunde dort kennengelernt habe, mit denen ich noch in Kontakt stehe“, sagt der Dorfmerkinger. Und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Einen Blumenstrauß hätte ich aber nicht erwartet ...“ Schiele coachte zwischen 2017 und 2020 den FVW, führte diesen 2020 in die 2. Bundesliga und wurde im Fußball-Unterhaus nach nur wenigen Spielen beurlaubt.

Mit Eintracht Braunschweig ist Michael Schiele aktuell deutlich näher dran an der 2. Bundesliga als sein Ex-Verein Würzburg. Vier Punkte Rückstand haben die Blau-Gelben auf einen direkten Aufstiegsplatz - bei einem Spiel weniger. Und der 43-jährige Ex-Profi des VfR Aalen hat maßgeblichen Anteil: Unter ihm ist die Eintracht wieder zu einer echten Eintracht geworden: mit einer klaren Struktur, Hierarchie und dem Willen, die Philosophie des Trainers umzusetzen. Einziges Manko: die Heimbilanz. Nur zwei Siege aus sieben Spielen sind zu wenig. „Einige unnötige Gegentore zu viel“ seien dafür verantwortlich, sagt Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann, der einst als Trainer des VfR Aalen tätig war.

RB Leipzig gegen Borussia Dortmund. Oder: Kevin Kampl gegen Antonios Papadopoulos. Beim Bundesliga-Topspiel war auf beiden Seiten ein Ex-Profi des VfR Aalen im Kader. Kampl hatte in der Zweitligasaison 2012/2013 ein kurzes Gastspiel auf der Ostalb, ehe es ihn zu RB Salzburg zog. Und Papadopoulos wurde in der VfR-Jugend ausgebildet und schaffte dort in der Saison 2018/2019 den Sprung zum Profi. Nun allerdings konnten beide ihre Klasse nicht zeigen. Sowohl Kampl als auch Papadopoulos saßen im Spitzenspiel 90 Minuten lang auf der Ersatzbank.

Viel (Fußball-)Prominenz wird am kommenden Samstag im Schloss Fachsenfeld zu sehen sein: Marius Funk nutzt die Länderspielpause und feiert ein ganz besonderes Ereignis. Der Torwart des Bundesligisten Greuther Fürth heiratet seine langjährige Freundin Jennifer Haas aus Hofen. Der 25-Jährige aus Unterkochen begann sei Fußballerkarriere in der Jugend beim heimischen FV 08, ehe es ihn 2009 zum zum Nachwuchs des 1. FC Heidenheim zog.

Apropos FV 08 Unterkochen: Das 1:1 gegen den FC Spraitbach hat den Aufstiegsaspiranten die Tabellenführung in der Bezirksliga gekostet. In Spraitbach dagegen hat die Punkteteilung erneut für Freude gesorgt. Schon in der Vorwoche haben die Spraitbacher mit dem 4:1 gegen die SG Heldenfingen ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesandt. „Davor haben wir unnötig Punkte liegen lassen, vor allem beim 2:3 in Steinheim“, sagt Spielleiter Michael Jakob und stellt klar, dass „die Leistung dort ganz schwach war“. Es habe hinterher deutliche Worte von Trainer Antis Chalkidis an die Mannschaft gegeben. Und Jakob fühlt sich in seiner Aussage bestätigt, dass „wir absolut die Qualität für die Liga haben“. Nun müsse das Team diese dauerhaft abrufen.

Alexander Haag

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