TSGV angelt sich Felix Bauer 

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Felix Bauer in Aktion im roten Normannia Trikot im Heimspiel gegen VfL Pfullingen

Der Offensivakteur kommt von Normannia Gmünd.

Waldstetten. Es sind durchaus noch einige Partien zu absolvieren in der Fußball-Landesliga, doch im Hintergrund wird beim TSGV Waldstetten bereits fleißig am Kader für die kommende Saison gebastelt. So können die Verantwortlichen rund um den Sportlichen Leiter Markus Diezi nun die erste Neuverpflichtung präsentieren. Vom Verbandsligisten 1. FC Normannia Gmünd kommt Offensivkraft Felix Bauer ins Stadion „Auf der Höhe“. Dieser wird aber nicht nur als Spieler aktiv sein, sondern auch die Rolle des spielenden Co-Trainers einnehmen.
„Wir sind froh und auch ein bisschen stolz, Felix von unserem Verein zu überzeugen. Als wir mitbekommen haben, dass er eventuell eine Veränderung anstrebt, haben wir direkt Kontakt aufgenommen“, sagt Diezi. Die Gespräche seien von Anfang an auf einem sehr harmonischen Level gewesen, beide Seiten merkten schnell, dass sie diesen Transfer möchten, berichtet Diezi. „Wenn man beim TSGV von einem Wunschspieler sprechen kann, dann ist das bei Felix sicher der Fall“, freut sich auch Waldstettens Teammanager Edgar Fischer, dass der 28-Jährige den Weg zu den Löwen gefunden hat.
Trainer Bernd Maier hat bei diesem Wechsel ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt. Als 18-Jähriger trainierte Bauer schon einmal unter Maier, der damals Co-Trainer bei Normannia Gmünd gewesen ist. Der Kontakt zwischen beiden ist nie abgerissen und Maier sagte nicht selten, dass er Bauer gerne wieder in einer seiner Mannschaften sehen würde. Bauer steht für Beständigkeit und Treue. In seiner aktiven Laufbahn hat er bis auf ein halbes Jahr (VfR Aalen II) durchweg bei der Mannschaft aus dem Schwerzer gekickt.
Nun also gibt es unter anderem das Wiedersehen mit Maier nach zehn Jahren. Normalerweise spricht man bei der Zahl 28 vom besten Fußballeralter, „es ist aber auch ein ideales Alter für die eigene Familie“, so Bauer augenzwinkernd. Im Februar ist das zweite Kind geboren, der heimatliche Alltagsstress aktuell nicht von der Hand zu weisen, was auch der kickende Lehrer schmunzelnd einräumt. Und so hat er sich dazu entschlossen, auch fußballerisch eine Veränderung vorzunehmen, dabei vor allem auch eine andere Rolle einzunehmen. Der TSGV hat Bauer nicht nur als torgefährlichen Spieler geholt, der gebürtige Eschacher wird spielender Co-Trainer bei den Löwen und noch enger mit Maier zusammenarbeiten. Eine Rolle, die ihn schon länger gereizt hatte.  „Es wird für mich völlig neu sein, mich in eine neue Mannschaft einzufügen, das Gefühl kenne ich ja eigentlich gar nicht“, sagt Bauer lachend. „Ich freue mich jetzt unglaublich auf die Mannschaft, auf den Verein und möchte hier mächtig Gas geben“. Die Eingewöhnung dürfte ihm jedoch leichtfallen, schließlich kennt er beispielsweise die Akteure Simon Fröhlich, Vincens Sgroja oder auch Serkan Özgür, mit denen er schon zusammengespielt hat „Aber auch einige der anderen kenne ich natürlich schon und freue mich, sie dann auch richtig kennenzulernen“, macht sich auch Bauer keine Sorgen, dass die Eingewöhnungszeit eine kurze werden wird.
Die Landesliga kennt Bauer noch nicht, hat er doch seit seiner Aktivenzeit stets in Verbands- oder sogar Oberliga gespielt, darunter nie. Das macht Markus Diezi aber gar nichts aus: „Er bringt viel Mentalität mit und einen Charakter, der perfekt zu uns passt. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit Felix noch einmal einen Schritt nach vorne machen werden.“
Sowohl Bauer als auch der TSGV wollten nicht vergessen, der abgebenden Normannia zu danken, dass sie dem Wechsel keine Steine in den Weg gelegt hat. „Das waren wirklich sehr freundschaftliche und vertrauensvolle Gespräche und wir freuen uns und sind der Normannia dankbar, dass es so gut geklappt hat“, sagt Diezi.

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