TSGV Waldstetten gewinnt das Derby bei der SG Bettringen 

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Der TSGV Waldstetten hat das Derby bei der SG Bettringen mit 2:0 gewonnen.

Die SG Bettringen hält eine Halbzeit lang gut mit, bricht dann aber mit zunehmender Spieldauer ein und verliert das prestigeträchtige Spiel mit 0:2 (0:0).

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Der Favorit hat das Derby gewonnen. Nach einer torlosen ersten Hälfte setzte sich der TSGV Waldstetten beim Aufsteiger SG Bettringen am Ende mit 2:0 durch. Für die Gastgeber ist es die zweite Niederlage im zweiten Spiel, Waldstetten dagegen hat zum Start die Maximalpunktzahl geholt.

Die Zuschauer sahen einen ausgeglichene Anfangsphase, in der sich die Teams vorsichtig herantasteten. Im weiteren Verlauf waren die Gäste aus Waldstetten dann spielbestimmende Mannschaft und hatten in der 16. Minute die erste gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nur fünf Minuten später war es der Torhüter der SG, der nach einem Distanzschuss den Rückstand verhindern konnte. Das war wie ein Weckruf für das Heimteam, das danach wieder besser im Spiel war.

In der 30. Minute kam es dann zum negativen Höhepunkt der Partie: Nach einem groben Foulspiel zeigte der Unparteiische die rote Karte, dadurch war die SG Bettringen dann in Überzahl. Durch die Überzahlsituation kam das Heimteam wieder besser ins Spiel und konnte in der 33. Minute den ersten guten Torabschluss verbuchen. Zum Ende der ersten Hälfte war das Spiel dann sehr körperlich und durch viele Fouls geprägt.

Nach der Pause hielt die Heimmannschaft in den ersten Minuten gut dagegen, doch Waldstetten lief immer wieder an und erhöhte den Druck. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff erkämpfte sich Waldstetten vor dem gegnerischen Sechzehner den Ball. Die daraus resultierende Flanke verwandelte Melih Zenen zum 1:0. Waldstetten hielt die Intensität hoch und kam dem gegnerischen Strafraum immer näher und so erzielte Jonas Kleinmann das 2:0 per Foulelfmeter. Bettringen gab sich noch nicht geschlagen und lief immer weiter an. Doch mehr als zwei Lattentreffer war nicht mehr drin und so warten die SG weiterhin auf ihre ersten Punkte in der Landesliga, während Waldstetten beim zwei Siegen aus zwei Spielen steht.

„Komplett eingebrochen“

Für Bernd Maier ist die SG Bettringen alles andere als ein unbekannter Gegner. Dementsprechend konnte er sich und sein Team auf das Spiel einstellen: „Ich kenne Bettringen gut und deshalb wollten wir vorne attackieren, um die Verteidigung zu lösen.“ Der TSGV-Trainer gibt sich deshalb auch zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Vorne konnten wir Druck ausüben und in der Defensive haben wir wenig zu gelassen. Auch nach der roten Karte haben wir taktisch nichts verändert. Wir wollten die Räume eng mache und das ist uns dann auch gut gelungen. Die Führung konnten wir gut verteidigen“

Steffen Mädger, Trainer des SG Bettringen, kann trotz der Niederlage etwas Positives mitnehmen: „In der ersten Hälfte ist es uns ganz gut gelungen, über Zweikämpfe in Kontersituationen zu kommen, und wir konnten definitiv mithalten“. Nach dem Seitenwechsel zeigte seine Mannschaft allerdings ein anderes Gesicht: „Vor dem 0:1 haben wir unseren Matchplan auch noch gut umsetzten können, danach sind wir allerdings komplett eingebrochen und es sah so aus, als wären wir in Unterzahl.“

Die Lehre aus der Niederlage ist für Steffen Mädger klar: „Wenn wir uns so präsentieren, wie im ersten Durchgang, dann müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken. Wenn wir so spielen, wie im zweiten Durchgang, dann wird es sehr schwer werden“.

Bettringen - Waldstetten⋌0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Zenen (54.), 0:2 Kleinmann (65./ Foulelefmeter)⋌Schiedsrichter: Johannes Deiß⋌Zusachauer: 250

Stimmen zum Spiel: „Wir waren wie gelähmt“

Jonas Kleinmann, TSGV Waldstetten: „Wir wollten das Spiel über die Zweikämpfe dominieren und das haben wir gut umsetzen können. Zum Ende hin sind wir dann etwas müde geworden und Bettringen hatte deshalb ein paar gute Möglichkeiten.“

Melih Zenen, TSGV Waldstetten: „In den ersten Minuten haben wir uns schwer getan, doch im weiteren Verlauf haben wir dann das Zepter in die Hand genommen und haben trotz des Rückschlags durch die rote Karte unser Spiel aufziehen können.“

Christian Strobel, SG Bettringen: „Leider konnten wir uns die rote Karte nicht zum Vorteil nehmen. In der zweiten Hälfte hat sich die Fehlerquote erhöht und das wird in der Landesliga dann bestraft.“

Oliver Glass, Sportlicher Leiter SGB: „Wir haben es trotz der Überzahl nicht hinbekommen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Wir waren heute wie gelähmt.Der Sieg ist verdient.“

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