TSV Essingen: Die Meisterschaft ist nicht das Ziel

+
TSV Essingen Kader
  • schließen

Der TSV Essingen hat seine Philosophie geändert: Statt krampfhaft aufsteigen zu wollen, will Trainer Simon Köpf jetzt junge Spieler einbauen und entwickeln.

Essingen

Mit einer gegenüber den vergangenen Jahren veränderten Philosophie geht der TSV Essingen in seine 9. Verbandsliga-Saison. Hatte man in den vergangenen Jahren  das Ziel Aufstieg in die Oberliga, geht der TSV jetzt mit der Maßgabe „vorne mitspielen“ in die Spielzeit 2022/23.

„Die Meisterschaft ist nicht das Ziel, sondern wir wollen junge Spieler in die Mannschaft einbauen und entwickeln, ein Platz Richtung erste Fünf wie in der Vorsaison wäre daher gut“, beschreibt Abteilungsleiter Dr. Siad Esber. Mit Simon Köpf habe man dafür den richtigen Trainer, ergänzt er. Des halb hat der TSV fünf junge Spieler, zwei davon aus der U19 des VfR und der Stuttgarter Kickers verpflichtet. Zwei weitere Quasi-Zugänge seien Besni Koci und Yannik Wiedmann, die beide fast die ganze vergangene Saison verletzt waren und jetzt zurück gekommen sind.

Der Kader besteht aus einer Mischung aus erfahrenen Spielern wie Tim Ruth, Niklas Weißenberger, Patrick Auracher, Felix Nerichlo und anderen, und eben diesen jungen Spielern, die laut Esber hungrig seien, lernen wollten und in die Mannschaft wollten. Dieser Zielvorgabe schließt sich Trainer Simon Köpf an. Er hat im vergangenen März die Verantwortung übernommen, als Stephan Baierl vom TSV als Cheftrainer freigestellt worden war. Köpf war zu der Zeit Co-Trainer. „Die Neuen fügen sich gut in die Mannschaft ein, bringen frischen Wind und werden sich entwickeln“, sagt der Trainer. Zudem habe man noch einen 17-Jährigen aus der eigenen Jugend hochgezogen. „Wir werden ohne großen Druck auf vorderer Platzierungen arbeiten, das haben wir in den vergangenen Jahren zu strak versucht“, sagt Köpf. „Der neue Weg wird mittelfristig sicher der bessere sein.“ Vorne mitspielen sei sein Ziel, dazu wolle man offensiv nach vorne spielen aus einer stabilen Kompaktheit in der Defensive. Denn ein Problem seien in der Vorsaison zu viele Gegentore gewesen. Dieses Manko gab es allerdings auch in den letzten Testspielen, ergänzt der Cheftrainer. So habe man sich „drei von vier Gegentoren gegen die Kickers Stuttgart selbst reingelegt“, stellt er fest. „Das müssen wir abstellen.“

Das sind Köpfs Favoriten

Eine Wunschelf hat Köpf nach der intensiven Vorbereitung für sich bereits im Kopf, beziehungsweise die ersten 13, 14 Spieler. Allerdings könne er die in den ersten Spielen eher nicht aufbieten, da einige Akteure dann im Urlaub seien, wie auch er selbst zeitweise. Favoriten in der Liga sieht er in den Absteigern dazu vor allem den FC Normannia Gmünd und Ehingen-Süd.

Los geht es für den TSV mit einem Knaller, denn zum Auftakt geht es am 6. August gegen die Normannia, am 13. August tritt man in Pfullingen an. „Da wissen wir dann, wo wir stehen“, schmunzelt Köpf.

Trainer Simon Köpf

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare