TSV Essingen: Pokal-Aus im Halbfinale

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Der TSV Essingen (schwarz) unterlag im Halbfinale des WFV-Verbandspokals den Gästen aus Ulm.
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Gegen deutlich überlegene Gäste aus Ulm verliert das Team um Trainer Simon Köpf mit 0:3 (0:2). Ein schneller Doppelschlag zerstört früh alle Essinger Final-Träume.

Essingen

Auf das 7:0-Offensiv-Feuerwerk vergangenen Samstag folgte für den TSV Essingen im Halbfinale des WFV-Verbandspokals gegen Regionalligist SSV Ulm 1846 eine 0:3-Abreibung. Besonders im Angriff schienen die Essinger Hausherren ihr Offensiv-Pulver im vorherigen Spiel verschossen zu haben. „Eine richtige Torchance hatten wir in den 90. Minuten nicht“, gestand TSV-Trainer Simon Köpf.

Hinzu kam, dass die Gäste aus Ulm, die mit einem 4:1-Sieg über den VfR Aalen im Gepäck anreisten, sofort Alarm machten.

SSV Ulm fackelt nicht lange

So waren alle Essinger Pläne dahin, als bereits in der 4. Minute der Ball nach einem Sonntagsschuss von Philipp Maier im Kreuzeck des Essinger-Gehäuses landete. Weiterhin waren die Gäste spielbestimmend und legten ohne Umschweife nach. Adrian Beck kommt im Sechzehner zum Abschluss. Sein Schuss wird unhaltbar vom Essinger Abwehrmann Patrick Auracher zum 0:2 aus TSV-Sicht abgefälscht (11.).

„Ulm macht das in der Liga ähnlich. Die starten furios, und da haben wir auch darauf hingewiesen“, so Köpf. Aber: „Wir haben es nicht so gut verteidigt, wie wir es vor hatten und haben etwas gebraucht, um in die Zweikämpfe zu kommen und die Aggressivität an den Tag zu bringen.“ Tatsächlich wurde die Begegnung im Verlaufe ruppiger. Dies hatte zur Folge, dass Gästetrainer Thomas Wörle in den Schlussminuten von Halbzeit eins die Spieler Reichert und Beck verletzungsbedingt vom Platz nehmen musste. „Wir haben zwei Verletzte davongetragen, was bitter war“, so der Ulmer Coach Wörle. „Momentan wissen wir noch nichts. Sie sind im Krankenhaus und die Diagnose steht noch nicht fest, aber es sah jetzt nicht allzu gut aus.“

Der zweite Durchgang war schließlich ausgeglichener, auch weil die Ulmer in der Offensive etwas vom Gas nahmen. Fouls und kleinere Nickeligkeiten sorgten dafür, dass ohnehin schon zähe Spiel immer wieder ins Stocken geriet.

„Wir haben es nicht geschafft, richtig gefährlich nach vorne zu kommen“, so TSV-Trainer Köpf. „Ulm verteidigt das auch richtig gut und hat es uns schwer gemacht, eine richtige Druckphase aufbauen zu können.“

Nur ein Abschluss in 90 Minuten

So war es nach exakt einer Stunde so weit, dass der Gastgeber eine halbwegs nennenswerte Gelegenheit verbuchen konnte. Ein TSV-Freistoß landete im Sechzehnmeterraum der Ulmer und fand einen Abnehmer per Kopf. SSV-Schlussmann Niclas Heimann pflückte den schwachen Versuch problemlos aus der Luft.

Die Gäste taten im Angriff nur noch das Nötigste, ließen sich aber durch einen Konter die Chance zum dritten Tor nicht nehmen. Der eingewechselte Nicolas Wähling wurde mustergültig bedient und schob locker ins Essinger Tor ein.

Die letzte Viertelstunde plätscherte ohne nennenswerte Aktionen dahin und so hieß folgerichtig der verdiente Sieger und Finalist des WFV-Pokals SSV Ulm 1846. Im Endspiel treffen sie nun auf die Stuttgarter Kickers. Essingens Trainer Köpf ist dennoch zufrieden. „Wir haben einen richtig guten Erfolg gehabt. Das spricht für unsere Qualität“, so Köpf. „Wir hätten gerne das I-Tüpfelchen gesetzt, um den letzten Schritt zu machen, aber es hat nicht gereicht.“

TSV Essingen - SSV Ulm 0:3 (0:2)

TSV: Michalik - Lang, Auracher, Funk (46. Groiß), Ruth - Kilic, Biebl, Nierichlo, Weissenberger (79. Krasniqi), Coban (79. Joas)- Melo (70. Eckl)

Tore: 0:1 Maier (3.), 0:2 Beck (11.), 0:3 Wähling (74.)

Wir hätten gerne das I-Tüpfelchen gesetzt.“

Simon Köpf, Trainer des TSV Essingen

„Nach 10 Minuten ist das natürlich ein Nackenschlag.“

Felix Nierichlo, TSV-Mittelfeld: Eigentlich hatte uns der Trainer gut darauf eingestellt, dass Ulm am Anfang richtig Gas gibt. Da haben wir zwei Mal nicht richtig aufgepasst und dann steht's halt 2:0. Da hat Ulm die Qualität, das so auszuspielen. Die haben den Ball gut laufen lassen und wenig Fehler gemacht. Es war ein verdienter Sieg. Hätte man den Anfang nicht so verschlafen, wäre vielleicht mehr drinnen gewesen.

Julian Biebl, TSV-Mittelfeld: Ulm hat es wirklich gut gemacht. Die waren immer drei, vier Schritte voraus. Nach 10 Minuten ist das natürlich ein Nackenschlag. Wir haben es auch noch angesprochen im Training, dass wir einfach aufpassen müssen. Trotz allem können wir zufrieden sein. Wir haben Moral gezeigt und Körperspannung und haben es durchgezogen. Aber wir sind einfach nicht vorne in die Box gekommen.

Thomas Wörle, SSV-Trainer: Wir haben uns viel vorgenommen. Wir haben zwei frühe Tore erzielt und damit den Wind aus den Segeln genommen. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr souverän und viel im Ballbesitz. Wir haben es ruhig runtergespielt und dann das dritte Tor gemacht - da war das Ding durch. ag

Simon Köpf, Trainer des TSV Essingen
Der TSV Essingen (schwarz) unterlag im Halbfinale des WFV-Verbandspokals den Gästen aus Ulm.
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