TV Straßdorf fliegt zur Aufstiegsparty nach Thailand

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Der TV Straßdorf feiert den Aufstieg in die Bezirksliga.

Den Umbruch perfekt gemeistert: Der TV Straßdorf schafft nach einem Relegationskrimi den Aufstieg in die Bezirksliga. Ein Rückblick auf eine nicht immer einfache Saison.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf. Torhüter Klotzbücher hielt den neunten Elfmeter, jubelte kurz und schaute gespannt auf Mario Ruedi. Als Ruedi seinen Elfmeter verwandelte, kannte der Jubel nach einem unglaublichen Relegationsspiel gegen den TSV Hüttlingen keine Grenzen mehr. Nach vielen Jahren in denen der TV Straßdorf in der Kreisliga A oben mitspielte, war der Aufstieg in die Bezirksliga endlich vollbracht. Besser hätte der Zeitpunkt kaum sein können: die Fußballabteilung feiert an diesem Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen.

Ausgelassen feierte Trainer Manuel Doll mit seiner Mannschaft und den mitgereisten Fans den verdienten Aufstieg am Ende einer Saison, die nicht immer nur einfach gewesen ist.

Zunächst mal musste die Mannschaft einen enormen Umbruch meistern. Mit Manuel Doll stand ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der versuchte mit seinem spielenden Co-Trainer Marius Nuding seiner Mannschaft seine Philosophie näherzubringen. Auch die Mannschaft bekam für diese Saison ein völlig neues Gesicht. Mit acht Abgängen und sieben Neuzugängen musste sich zu Beginn der Saison einiges erst mal finden. Trotz des Umbruchs gehörte der TV Straßdorf zu Beginn der Saison zu den Favoriten um den Aufstieg in die Bezirksliga, waren unter den Neuzugängen immerhin namhafte Spieler wie Semih Ses, Patrick Gräßle und eben Nuding dabei.

Trotzdem begann die Saison erstmal mit einem großen Dämpfer. „Wir sind als Favorit nach Schechingen gefahren und haben erst mal ein 1:4-Packung bekommen. Da hab auch ich gemerkt, dass die Kreisliga A alles andere als ein Selbstläufer wird“, erinnert sich Nuding an den ersten Spieltag zurück. Auch Manuel Doll stellt in der Nachbetrachtung der Saison fest: „Auch Spieler wie Nuding, Gräßle und Ses haben ihre Anlaufzeit in der Liga gebraucht. Zu verinnerlichen, dass auch hier keine 70, 80 % reichen, war ein Prozess der auch bei solch gestandenen Spieler ein wenig Zeit in Anspruch genommen hat“.

Wagenblast und das Akkordeon

In der Rückrunde startete die Mannschaft dann nach einem schwachen Start und einem längeren Krisengespräch eine bemerkenswerte Serie und verlor kaum mehr ein Spiel. Hierfür sieht Doll seinen spielenden Co-Trainer Nuding als enorm wichtigen Faktor. „Neben den Toren die Patrick Gräßle dann am Fließband machte, war Marius mit seiner Art auf und neben dem Platz als Führungsfigur sicher auch ein Garant für unseren Erfolg in der Rückrunde und vor allem auch in den entscheidenden Relegationsspielen ist er mit seiner ganzen Erfahrung einfach super vorangegangen.“ Nuding selbst, der über seinen ersten Kontakt zu Cheftrainer Doll sagte, es sei „Liebe auf den ersten Blick gewesen“, muss sich auch eingestehen, die Liga zunächst etwas unterschätzt zu haben. „Auch, wenn das ein oder andere in den Köpfen der Spieler etwas langsamer passiert als weiter oben, herrscht hier genau der gleiche Einsatz und wahrscheinlich auch noch mehr Körperlichkeit und Zweikampfhärte, die richtig wehtun kann.“

Doch es gab auch wichtige Spieler in der Mannschaft mit der vor der Saison noch nicht so zu rechnen war. Exemplarisch hob Doll hier Davut Özbek hervor. „Er gehörte noch zum Kader der zweiten Mannschaft, entwickelte sich aber zum unverzichtbaren Stammspieler, der perfekt ins System passt und wahnsinnig viel für die Mannschaft arbeitet“. Als größten und wichtigsten Faktor sahen jedoch sowohl Doll als auch Nuding, dass man es schaffte, trotz des großen Umbruchs als Mannschaft gemeinsam mit allen Verantwortlichen und den Fans eine Einheit zu bilden.

Zu dieser Einheit gehört auch Ehrenpräsident Edmund Wagenblast. „Edmund steht wie kein Zweiter für den TV Straßdorf. Er unterstützt den Verein in allen Belangen und ist bei allen Feiern immer ganz vorne mit seinem Akkordeon dabei und animiert die Jungs mit ihm die Vereinslieder zu singen“ schwärmt Doll von Wagenblast.

Der neue Kader steht bereits

Und er erzählt, dass die Mannschaft im Januar gemeinsam mit Wagenblast nach Thailand fliegen wird und den Aufstieg nochmals gebührend feiern wird, im besten Fall bis dahin mit schon einigen gesammelten Punkten in der Bezirksliga.
Für die Bezirksliga sind die Planungen des Vereins abgeschlossen. Vom SV Waldhausen schließt sich Alexander Bechthold für die offensive Außenbahn an. Mit Semih Terzioglu kommt aus Bettringen ein Außenverteidiger und für die Zentrale schließt sich der Straßdorfer Lukas Hauss, der zuletzt in Bargau spielte, wieder an. „Mehr wollten wir aber auch nicht machen. Das Gerüst der Aufstiegsmannschaft soll auch in der Bezirksliga bestehen bleiben. Ich bin überzeugt, dass wir uns punktuell sehr sinnvoll verstärkt haben.“ Analysierte Doll den Kader für die neue Saison. Max Wanner

Sommerfest zum 100-jährigen Bestehen der Kicker

Der TV Straßdorf feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen seiner Fußballabteilung. Und der „neue“ Sportplatz feiert seinen 50. Geburtstag.

Das alles feiert der TVS mit einem großen Sommerfest am Samstag und Sonntag.
Am Samstag geht‘s um 16 Uhr mit einem E-Juniorenspiel los. Um 17 Uhr spielen die Ü30-Kicker Straßdorf Ost gegen Straßdorf West. Um 22.30 Uhr gibt‘s ein Feuerwerk.

Am Sonntag gibt es ab 10 Uhr ein Nachwuchsturnier. Um 16 Uhr wird der Jubiläums-Cup der Aktiven gespielt.

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