TV Wetzgau bereit für die Rückrunde

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Carlo Hörr wird den TV Wetzgau voraussichtlich erst im Dezember unterstützen können.

TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau geht als Tabellenführer in die zweite Hälfte der Saison und möchte trotz Verletzungen in die Finalkämpfe.

Schwäbisch Gmünd.

Die Spannung knistert wie ein Winterfeuer im Wind. Für den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau geht es in die finalen drei Aufgaben in der Kunstturn-Bundesliga. Auf dem Weg zum Deutschen Meistertitel? Dem zweiten nach 2013?

Trainer Paul Schneider sagt: „So weit schauen wir noch nicht nach vorne. Aber wir wollen in die Finals in Neu-Ulm.“ Dafür wäre ein Sieg in Straubenhardt am Wochenende ein großer Schritt. Allerdings hat dieses Duell eine besondere Spannung in sich. Wie immer.

„Wir haben bislang eine perfekte Saison geturnt“, sagt Wetzgaus Cheftrainer Paul Schneider, der in den vergangenen Wochen seine Athleten bei den Wettkämpfen auf internationalem Terrain verfolgt hat. Gleich vier der Wetzgauer waren so zum Beispiel in der vergangenen Woche bei den Weltmeisterschaften im Einsatz. „Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir bestens vorbereitet in die Restsaison gehen werden“, fasst der Trainer zusammen.

TVW wird gejagt

Und dabei grüßt der Gmünder Turnverein mit der langen Tradition von der Tabellenspitze. „Das motiviert uns natürlich. Wir wollen dort oben bleiben – möglichst lange, am besten bis zum Finale. Aber wir wissen auch: Der Spitzenreiter ist der Gejagte. So ein bisschen wie der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga.“ Während der FCB allerdings erst seit vergangenem Samstag wieder ganz oben steht.

Die Wetzgauer Stärke dürfte in dieser Runde auch die Quantität sein. Denn von Ausfällen bleibt der Meister von 2013, der in den letzten Jahren mehrmals ganz oben mitmischte, nicht verschont. So müssen die Wetzgauer auf alle Fälle auf Carlo Hörr verzichten. Der zuverlässige Sechskämpfer und deutsche Meister am Reck musste sich einer OP an der Schulter unterziehen, ein Ödem wurde entfernt. Er wird wohl erst im Dezember wieder zum Kader der Gmünder gehören. Keinen Einsatz mehr wird in dieser Saison zudem Thore Beissel haben. Er wurde im Oktober ein zweites Mal am Knie operiert und wird die restlichen Wettkämpfe verpassen. Paul Schneider: „Natürlich vermissen wir die Stärken der beiden – aber wir haben das Potenzial, um dennoch ganz oben mitzumischen.“

Starke Konkurrenz

Dabei sieht der Cheftrainer vor allem die Konkurrenz aus Cottbus als stark: „Der SC ist, wie wir, in einer sehr guten Verfassung – und für mich einer der Favoriten, um am Ende im großen Finale zu stehen.“ Und da will auch das Team aus Schwäbisch Gmünd hin. „Wir benötigen aus den letzten drei Wettkämpfen noch zwei Siege. Das wird schwer, aber es ist auf alle Fälle machbar.“

Am besten wäre ein erster Triumph am Samstag in der Straubenhardter Halle. Dort wird für den Auftritt der Wetzgauer angerichtet sein – denn das Duell gilt seit vielen Jahren als das Prestigeduell auf beiden Seiten. „Wir wissen, was uns dort erwartet. Straubenhardt ist ein Hexenkessel. Vor allem wenn wir dort antreten. 1000 Zuschauer werden die Mannschaft zum Sieg treiben wollen. Aber wir können damit umgehen.“

Und dann steht gegen Siegerland am 19. November der letzte Heimkampf für diese Saison an. Beginn ist um 17 Uhr in der Großsporthalle.

Eine Woche später erfolgt der Abschluss der Runde in Vinnhorst – dann weiß nicht nur der TV Wetzgauselbst, wo er steht. Ein Platz unter den Top Vier und der Einzug ins Finale scheint schon so gut wie sicher. Die Frage ist dann nur noch: Geht es um Gold und Silber oder um Bronze?

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