TV Wetzgau will im DM-Finale um Gold turnen

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Turnen, 1. Bundesliga: TV Wetzgau - Siegerländer KV. Foto: Jan-Philipp Strobel

In Vinnhorst treffen der Deutsche Meister und der DeutscheVizemeister aufeinander – Wetzgau genügen bereits zwei Gerätesiege.

Schwäbisch Gmünd

Am Samstagabend um 18 Uhr schlägt in der Kunstturn-Bundesliga die Stunde der Wahrheit. Und mehr als nur mitmischen wird dabei der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Das Team von Cheftrainer Paul Schneider reist nicht nur als amtierender deutscher Vizemeister nach Vinnhorst, sondern auch als Tabellenführer. Die Vinnhorster, ihrerseits momentan noch Deutscher Meister, wollen ebenso wie die Gmünder in das Finale um Gold einziehen. Jedoch genügen Wetzgau, um eben dieses Finale zu erreichen, bereits zwei gewonnene Geräte.

Der Protest des TV Wetzgau gegen Straubenhardt hatte ja bekanntlich Erfolg – aus der Niederlage wurde ein 0:0. Das beschert den Gmündern eine herausragende Ausgangsposition für den letzten Kampf. Paul Schneider: „Wir wissen natürlich, dass uns bereits zwei Gerätesiege ausreichen. Dennoch fahren wir mit einem ganz klaren Ziel nach Hannover: Wir wollen dort gegen Vinnhorst gewinnen.“

Die Chancen stehen gut

Dabei will es der Saisonplan so, dass am letzten Wettkampftag der Deutsche Meister und der Deutsche Vizemeister aufeinandertreffen und beide noch auf den Einzug in das große

Finale um Gold (am 3. Dezember in Neu-Ulm) schielen. Mehr als das: Beide wollen unbedingt dorthin. Schneider sagte über eventuelle Spekulationen an welchen Geräten man Punkte holen wird:„Ich will mir heute noch gar nicht die Gedanken darüber machen, an welchen Geräten wir die Punkte holen können. Wir haben die Stärke, den Glauben, das Können und den Willen, den ganzen Wettkampf für uns zu entscheiden.“

Ausgeschlafen ins Finale

Dennoch lohnt sich ein Blick darauf, wo der TVW überlegen sein könnte. Spontan fallen dabei der Boden, der Sprung, das Reck und auch der Barren ein. Soll heißen: Die Wetzgauer Chancen sind vielschichtig. Dazu kommt, dass der TVW nahezu in Bestbesetzung antreten kann. An die Geräte gehen Andreas Toba, Glenn Trebing, Felix Pohl, Arne Halbisch, Christian Auer, Valentin Zapf, Samuel Oppold, Mir Nicolau und Milad Karimi. Somit fehlt nur Carlo Hörr, der aufgrund seiner Schulterverletzung geschont wird. Der Coach: „Unsere beiden Ausländer Mir Nicolau und Milad Karimi ergänzen sich bestens. Jeder wird voraussichtlich an drei Geräten antreten.“ Karimi stand in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft am Boden im Finale und gilt nicht nur dort als echtes Pfund.

Dennoch wird der Kampf keineswegs zum Selbstläufer. Daher setzt der TV Wetzgau auf eine ausgeschlafene Truppe: Bereits am heutigen Freitag fährt die Mannschaft in das Leistungszentrum nach Hannover und wird am Samstag noch ein Training am Vormittag bestreiten. Los geht es dann um 18 Uhr – wie immer am letzten Wettkampftag parallel mit allen anderen Duellen der Liga.

Große Finale wohl gegen Cottbus

Sicher scheint, dass der momentane Tabellenzweite SC Cottbus in das Finale um Gold einziehen wird. Die Cottbuser kämpfen gegen Siegerland, das als Tabellenletzter dem Abstieg nur noch durch ein großes Wunder entrinnen könnte. Zudem scheinen die Cottbuser zu stark, um sich die große Möglichkeit des Finaleinzuges noch nehmen zu lassen. Paul Schneider: „Ich rechne zu 100 Prozent damit, dass es für den SC schließlich in Neu-Ulm um

Gold gehen wird. Und der Kontrahent dort wollen wir sein.“ Dieses Finale (und parallel auch das „kleine“ um Bronze) wird am 3. Dezember in der ratiopharm-Arena stattfinden.

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