TVW: Eine beeindruckende Leistung

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Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau siegte gegen den deutschen Meister TG Saar relativ klar mit 44:27. Das Team wahrt durch den Erfolg die Chance auf das Halbfinale. Auf dem Bild zu sehen ist Glenn Trebing an den Ringen

Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau setzt sich gegen den deutschen Meister TG Saar mit 44:27 durch und wahrt die Chance auf das Halbfinale.

Schwäbisch Gmünd

Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau hat sich in der heimischen Großsporthalle gegen den deutschen Meister TG Saar relativ klar mit 44:27 durchgesetzt und den ersten Sieg der Saison gefeiert. Ausschlaggebend für den Erfolg war, dass im Vergleich zur vergangenen Woche wesentlich weniger Fehler gemacht wurden. Der TVW hat es nun selbst in der Hand ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft einzuziehen.

Diesen Samstag werden die knapp 600 Zuschauer mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Erst der beeindruckende Wettkampf der Hausherren – und abschließend wurde es emotional. Publikumsliebling Helge Liebrich wurde verabschiedet. Nach 18 Jahren beim TV Wetzgau und über 700 Geräteeinsätzen, beendet er nun seine aktive Karriere. Gegen die TG Saar kam Liebrich an den Ringen nochmals zum Einsatz. „Das Ganze ist nicht in Worte zu fassen. Ich habe Angst gehabt vor diesem Tag. Aber es war trotzdem wunderschön. Ich möchte mich bei allen bedanken, die das alles möglich gemacht haben. Einen besseren Abschied hätte ich mir nicht wünschen können.“ Nach dem Wettkampf wurde Liebrich von vielen Weggefährten gewürdigt, dazu gab es einen Rückblick auf die aktive Zeit und viele Präsente. Die Mannschaft ließ ihn dann abschließend hochleben. „Helge habe ich mit 15 Jahren nach Schwäbisch Gmünd geholt und betreut. Er war wie mein zweiter Sohn, er gehörte zur Familie. Er ist eine sehr zuverlässige Person und wenn er was sagt, macht er das auch. Ich freue mich einfach, dass wir ihn haben“, so Trainer Paul Schneider.

Auch Andreas Toba fand nur lobende Worte für seinen Teamkollegen. „Er hat mir im Turnen so viel gegeben und geholfen. Ich glaube das haben nur sehr wenige Menschen gemacht. Ich werde ihn schätzen und auf der Fläche vermissen. Ich bin sehr dankbar, dass ich ihn nicht nur als Teamkollege, sondern auch als Freund gewonnen habe, den ich nicht missen möchte.“ Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold wird Liebrich, im Rahmen einer stadteigenen Verabschiedungsfeier, nochmals persönlich verabschieden.

Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau bot dem restlos begeisterten Publikum eine ganz große und beeindruckende Show gegen den Meister TG Saar. Von der ersten Sekunde an, waren die Gmünder hellwach. Am Boden setzte man sich mit 7:6 durch. Die sogenannten Scores sicherten Nicolau Mir Rosello (4) und Felix Pohl (3). Im Vergleich zur vergangenen Woche gegen Vinnhorst, lief es gegen die TG Saar am Pauschenpferd wie geschmiert. 10:2 hieß es nach Scores von Nestor Abad Sanjuan (5), Glenn Trebing (3) und Andreas Toba (2). Nach den ersten zwei Geräten führte der TVW schon klar mit 17:8. An den Ringen waren die Gäste stärker – sie setzten sich mit 9:6 durch. Doch das sollte das einzige Gerät bleiben, das verloren ging. Im Sprung gewann Wetzgau 5:3, am Barren mit 6:5 und beeindruckend war die Leistung am Reck. 10:2 lautete das Ergebnis. Carlo Hörr präsentierte sich in überragender Form und sicherte fünf Scores, Nestor Abad Sanjuan vier und Andreas Toba einen. Trainer Paul Schneider war stolz auf seine Mannschaft nach dem starken Sieg: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen und es ist einfach ein gutes Gefühl. Wir haben sehr an der Stabilität gearbeitet und wenige Fehler gemacht. Wir wussten worum es geht, und die Jungs haben einen sehr konzentrierten Auftritt gezeigt. Den ersten Schritt Richtung Halbfinale haben wir gemacht“, so das Fazit von Trainer Paul Schneider. Der Wendepunkt zum Positiven war für Schneider das Pauschenpferd. „Vergangene Woche haben wir am Pauschenpferd mit 0:10 verloren, nun haben wir uns 10:2 durchgesetzt. Wir wussten, dass Saar sehr stark ist, doch wir waren einfach sicherer.“

Am 13. November steht für den TV Wetzgau der Wettkampf in Singen an, dann entscheidet sich, ob man in das Halbfinale der deutschen Turnliga einzieht.

Er hat mir im Turnen so viel gegeben.“

Andreas Toba, TV Wetzgau
  • TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau - TG Saar 44:27
  • Boden:
    TVW - TG 7:6
    Die Scores: Nicolau Mir Rossello (4), Felix Pohl (3) - Felix Remuta (4) Nikita Nagornyy (2) Pferd:
    TVW - TG 10:2
    Nestor Abad Sanjuan (5), Glenn Trebing (3), Andreas Toba (2) - Daniel Mousichidis (2)
    Ringe
    TVW - TG 6:9
    Nestor Abad Sanjuan (5), Glenn Trebing (1) - Nikita Nagornyy (5), Florian Lindner (4)
    Sprung
    TVW - TG 5:3
    Nicolau Mir Rossello (4), Arne Halbisch (1) - Nikita Nagornyy (2)Felix Remuta (1)
    Barren
    TVW - TG 6:5Nicolau Mir Rossello (3), Carlo Hörr (3),- Nikita Nagornny (4), Waldemar Eichhorn (1)
  • Reck
    TVW - TG 10:2Carlo Hörr (5), Nestor Abad Sanjuan (4), Andreas Toba (1) - Nikita Nagornyy (2)

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