Überraschung knapp verpasst

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Zürn: neue Bestleistung.

Schwabsberg zeigt trotz Corona-Unterbesetzung mit Achtungserfolg bei Serienmeister Zerbst bei der 2:6 Niederlage gute Form.

Zerbst.

Bei den Keglern des KC Schwabsberg hatte man bis zuletzt gehofft, die Reise vollzählig zum Auswärtsspiel nach Sachsen-Anhalt antreten zu können. Leider lichtete sich das Corona-Lazarett nicht vollständig und man musste mit nur fünf Spielern beim SKV Rot-Weiß Zerbst antreten. Nichts desto trotz brachten alle Schwabsberger Akteure eine gute Leistung auf die Bahn. Bis kurz vor Ende des Spiels wäre theoretisch sogar ein 4:4 Unentschieden möglich gewesen. Letztendlich setzten sich die Gastgeber allerdings erwartet und verdient mit 6:2 bei 4033:3220 Kegel durch.

In der Startpaarung wollte man mit Mathias Dirnberger gegen Robert Ernjesi versuchen zu punkten. Gegen Christian Wilke, aktuell stärkster Zerbster Heimakteur (Schnitt 710 Kegel), musste die fehlende sechste Position leer besetzt werden. Dieser Plan sollte aber nicht aufgehen. Dirnberger setzte sich mit ordentlichen 637 zwar zur Wehr, aber Ernjesi zauberte mit 725 Holz eine absolute Weltklassezahl auf die Bahn und entschied das Duell klar für sich. Auch Wilke daneben, obwohl ohne Gegenspieler, zeigte mit 682 Kegeln eine überragende Leistung. So lief das Spiel von Anfang an in Richtung Gastgeber.

Zur Mittelpaarung um Stefan Zürn gegen Manuel Weiß und Stephan Drexler gegen Dominik Kunze wollte man sich aber weiter gut verkaufen. Und die beiden brachten tatsächlich wieder Spannung in die Partie. Drexler mit starken 659:627 Holz ließ seinen Gegnern Kunze und ab dem 60. Wurf Daniel Aubelj keine Chance und holte den Punkt für seine Farben.  Partner Zürn daneben spielte gar noch brillanter, erzielte eine überragende neue persönliche Bestleistung (661 Kegel), gewann seinen Mannschaftspunkt gegen Weiß (651) und brachte die Zerbster zum Nachdenken.  War doch jetzt tatsächlich noch ein Unentschieden möglich.

Der Schwabsberger Druck auf Zerbst sollte vor allem in den ersten beiden Sätzen der Schlusspaarung nicht nachlassen. So gestalteten Bastian Hopp gegen Timo Hoffmann und Daniel Beier gegen Jürgen Pointinger die Duelle zu Beginn auf Augenhöhe. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gastgeber allerdings deutlich die Schlagzahl und zogen davon. So musste sich Beier seinem Gegner mit 639:669 Holz und 1:3 Sätzen geschlagen geben. Auch Hopp konnte nur noch staunen, als der Zerbster Kapitän mit 194 und 189 Bahnen die zweite Hälfte klar dominierte. So ging auch dieses Duell mit 624:679 Kegel an die Gastgeber. Es war zwar die erwartet klare Niederlage gegen den Favoriten, allerdings mit Bestätigung der aktuellen guten Schwabsberger Form und der Tatsache sich gut  präsentiert zu haben.

Sein Ergebnis freut mich für Stefan.“

Stephan Drexler,, Kapitän KC Schwabsberg

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