Unentschieden im Duell der Brüder

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Max Häfner setzte zur Aufholjagd an.

Kai und Max Häfner trafen beim letzten Saisonspiel aufeinander und trennten sich mit 26:26.

Stuttgart. Bis zum Schluss kämpfen, forderte Jürgen Schweikardt, der Trainer des TVB Stuttgart. Und das tat seine Mannschaft mit Jerome Müller, der in der letzten Minute den 26:26-Ausgleich sicherte und mit Torwart Jogi Bitter, der den letzten Freiwurf der Gegner sicher hielt. Der 38-Jährige absolvierte an diesem Sonntag sein letztes Spiel im Trikot der Stuttgarter vor heimischer Kulisse.

Doch war es nicht nur das letzte Spiel der Saison, in der sich Klein gegen Groß in einem spannenden Duell wehrte. Sondern es war auch das Duell der Brüder, in dem der Jüngere dem Älteren einen Punkt abluchsen konnte. Die gebürtigen Schwäbisch Gmünder standen sich bei dieser Partie gegenüber. Max Häfner (25) trägt seit 2017 das Trikot der Stuttgarter, Kai Häfner (31) wechselte 2019 zur MT Melsungen. Und sie standen sich in der Abwehr wortwörtlich gegenüber.

Zimperlich waren die Brüder aber nicht - die MT Melsungen wollte unbedingt einen fulminanten und erfolgreichen Schlusspunkt an die durchwachsene Saison setzen. Und der TVB Stuttgart wollte Vollgas geben, zeigen, was die Mannschaft drauf hat. „Wir hätten den Sieg gerne über die Zeit gebracht“, sagt Kai Häfner. „In den 60 Minuten vergisst man die Brüderlichkeit“,so der 31-Jährige weiter, als die beiden gemeinsam mit dem Auto nach Schwäbisch Gmünd unterwegs sind. Es steht ein Familientreffen an, das viel zu selten so stattfindet. Deshalb wird der Sonntagabend zusammen genossen, es wird mit einem Bier angestoßen.

„Natürlich kennt man vielleicht die Stärken und Schwächen seines Bruders etwas besser“, beginnt Kai Häfner, „aber man passt sich immer seinem Gegner an.“ Und Max antwortet: „Man kennt sich auch besser, weil wir an freien Abenden dann auch die Spiele des anderen verfolgen.“

Dass sie gegeneinander antreten ist für beide nichts Neues. Deshalb freuen sie sich, wenn sie sich bei einer Partie treffen, vielleicht schon einen Tag vor und ein paar Tage nach dem Spiel. An die erste Begegnung mit seinem Bruder auf dem Spielfeld erinnert sich vor allem Max Häfner. „Das war schon was Besonderes“, findet er. Denn Spielpraxis und Spielminuten, die hatte der große Bruder mehr. Aber heute trennen sie sich mit einem Unentschieden. sas

Kai Häfner traf dreimal gegen den TVB.

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