Ungeimpfte Spieler und Zuschauer haben Pause

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Die geoffnete CovPass-App auf einem Handy sowie ein Schnelltest auf der Tribuene einer Sporthalle Mund-Nase-Schutz und Corona-Schnelltest an einem Ellenbogen Symbolbild 2G-Regel und 3G-Regel
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Strengere 2G-Regeln gelten auch für Fußballspiele, mit Ausnahmen. Ungeimpfte Spieler dürfen nicht antreten, Zuschauer müssen draußen bleiben.

Ostalbkreis.

Die seit Mittwoch geltende Corona-Alarmstufe betrifft mit ihren strengeren Regeln auch den Fußball. Auch hier wird die Teilnahme für ungeimpfte Spielerinnen und Spieler und Zuschauer entsprechend eingeschränkt.

So gilt für Amateurspieler sowohl im Trainings- als auch im Spielbetrieb die 2G-Regel für den Innenbereich, 3G+ im Freien. Das bedeutet, dass Ungeimpfte die Umkleidekabinen und Duschen nicht mehr betreten dürfen, spielen und trainieren im Freien dürfen sie nur noch mit negativem PCR-Test. Das gilt auch für Schiedsrichter.

Ausnahmen gibt es für sogenannte „Beschäftigte“ in den Vereinen. Das sind bezahlte und ehrenamtlich tätige Trainer oder Betreuer und sogenannte „Vertragsspieler“. Für sie genügt der Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltest sowohl im freien als auch in Innenräumen. Auch werden alle Schüler wie in allen Bereichen als immunisiert gesehen, Personen unter 18, die nicht zur Schule gehen, müssen einen Antigen-Schnelltest vorlegen.

Ausnahme höherklassige Vereine

Als Vertragsspieler gelten Spieler, die einen schriftlichen Vertrag mit ihrem Verein abgeschlossen haben und Vergütungen von mindestens 250 Euro monatlich erhalten. Dieser Vertragsspielerstatus ist vor allem bei höherklassigen Amateurvereinen üblich, wie zum Beispiel dem FC Normannia Gmünd, TSV Essingen, SF Dorfmerkingen oder der TSG Hofherrnweiler. Viele Spieler haben dort Verträge über mehrere Spielzeiten und werden entsprechend bezahlt.

Hohe Impfquoten in den Teams

Über die Impfquote beim FC Normannia wollte der Sportliche Leiter Stephan Fichter keine Auskunft geben, auch nicht, ob der Verein die Tests bezahlt. Bei der SG Bettringen sind nach Auskunft von Spielleiter Oliver Glass bis auf zwei Spieler in den beiden Mannschaften in Bezirks- und A-Liga alle geimpft, einer davon ist Schüler. „Von daher haben wir bei den Spielen keine Probleme“, sagt er. „Ungeimpfte Spieler trainieren und spielen eben nicht. PCR-Tests können wir nicht bezahlen.“

Ähnlich sieht es beim A-Ligisten TSV Hüttlingen und beim Bezirksligisten FV 08 Unterkochen aus. Auch hier gibt es nach Auskunft von TSV-Abteilungsleiter Tobias Hieber beziehungsweise Vorstandssprecher Stefan Kurz eine hohe Impfquote, „Die ganz wenigen Ungeimpfte können ohne selbst bezahlten Test nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen“, sagt letzterer. „Und es sind ja nur noch wenige Spiele.“

Bei den B-Ligisten wie dem SV Ebnat ist die Hinrunde beendet. „Gott sei Dank ein Problem weniger“, sagt Sportlicher Leiter Dietmar Förstner. Beim SV betrifft es nur noch die Frauenmannschaft. Doch kann man den ungeimpften Spielerinnen zusätzliche Kabinen und Duschen beim Spiel am Wochenende zur Verfügung stellen.

Zuschauer nur mit 2G

Zuschauer dürfen nur noch geimpft oder genesen einem Spiel beiwohnen. Alle Vereine rechnen mit entsprechend weniger Zuschauern, wobei die Hinrunde ja bald vorbei sei. „Wir haben noch ein Heimspiel, da trifft es uns nicht so hart“, sagt Stefan Kurz vom FV Unterkochen. „Es ist ein enormer Aufwand und gibt wieder Diskussionen, wenn man Ungeimpfte abweisen muss“ bedauert Tobias Hieber, Abteilungsleiter in Hüttlingen. Aber es müsse eben sein.

Alle Vereinsverantwortlichen hoffen, dass die Welle möglichst bald gebrochen wird und die Rückrunde dann „normal“ angegangen werden kann.

Die ungeimpfte Spieler können nicht spielen und trainieren.“

Stefan Kurz, Vorstand FV 08 Unterkochen

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