Lesermeinung

„Uwe Wolf verunglimpft“

Zum Thema: Entlassung von Trainer Uwe Wolf beim VfR Aalen:

„Lieber VfR,

seit 50 Jahren bin ich ein treuer Fan und verfolge das Geschehen im Rohrwang hautnah. Ich habe Höhen und Tiefen miterlebt. Ich habe aber auch miterlebt, wie es dieser Verein immer wieder verstanden hat, sein Image in die Binsen zu setzen.

Wie der Verein jetzt mit der Trainerentlassung von Uwe Wolf umgegangen ist, das schlägt dem Fass den Boden aus. Das „Wie“ ist entscheidend, Ton und Art und Weise machen die Musik. Die Verantwortlichen versuchen, sich in der öffentlichen Vorgehensweise als maximal Geschädigte ins rechte Licht zu rücken. Klar hat Uwe Wolf Fehler gemacht, er ist nicht angenehm oder pflegeleicht, aber pflegeleichte Trainer haben noch nie etwas getaugt.

Uwe Wolf hat sehr zurecht immer wieder den Finger in die Wunden gelegt, weil Vorstandschaft und Sportmanager in vielen Dingen eine mehr als unglückliche Figur abgegeben haben. Wie Uwe Wolf jetzt abgehalftert und in der Presse verunglimpft wurde - ja, das ist einfach unwürdig und menschlich vernichtend.

Uwe Wolf hat verdammt gute Arbeit abgeliefert, er hat junge Spieler zu Regionalliga-Akteuren geformt. Er hat im Gegensatz zur Vorstandschaft hohen Fußball-Sachverstand bewiesen, ein Fußball-Experte aus dem Effeff. Ein zwar unbequemer, aber zur rechten Zeit (Klassenerhalt) der richtige Coach. Uwe Wolf war sich überdies keiner Arbeit zu schade, er hat im Umfeld gearbeitet wie ein Berserker - ja, er hat sogar für den finanzklammen Verein Physios bezahlt und mehr.

Sehr geehrte Herren Weißkopf und Lepore: Denken Sie über diese Worte nach. Sie haben aus eigener Schwäche heraus die Trainer-Leistung mit Füßen getreten. Die fristlose Entlassung ist für die Mannschaft ein herber Verlust.

Karl-Heinz Lange

⋌Untergröningen-Wegstetten

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