Verteidiger mit Doppelpack

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Landesligist Waldstetten unterliegt beim Testspiel dem SV Kaisersbach mit 1:3 (1:1).

Ein Testspiel, das so gar nicht nach dem Geschmack von TSGV-Trainer Mirko Doll verlaufen ist. Die Waldstetter Landesligisten verloren auf eigenem Platz gegen den von Doll-Vorgänger Leo Gjini trainierten SV Kaisersbach mit 1:3 (1:1). Entsprechend kurz fiel das Fazit Dolls nach diesem Test aus: "Unterirdisch, schlecht. Es hat nichts gepasst. Weder Ballannahme, noch Präsenz, einfach gar nichts."

Bereits in der siebten Minute hätten die Kaisersbacher zwingend in Führung gehen müssen. Doch Timo Walter brachte es fertig, aus rund elf Metern das leere Tor zu verfehlen. Der SVK war auch in der Folge offensiv überlegen und verpasste durch Oguz Dogan die nächste dicke Gelegenheit, in Führung zu gehen (19.).

Führung verspielt

Die erste Offensivaktion der Gastgeber gab es in Person von Jonas Kleinmann, der den Torwart bereits umkurvt hatte, dann aber noch abgegrätscht wurde. Die anschließende Ecke dann aber brachte die Führung für den TSGV aus dem Nichts. Der aufgerückte Innenverteidiger Robin Zolnai verwertete den Eckball artistisch zum 1:0. Beytullah Cinar mit einem unglücklichen Rückpass sorgte dann aber dafür, dass die Gäste ihren längst verdienten Treffer markieren konnten: Tim Schneidereit spritze dazwischen und netzte ein zum 1:1 (34.). Hinterher gab Gjini grinsend zu Protokoll, dass Schneidereit eigentlich rechter Verteidiger sei, ihm aber seine Offensivkräfte urlaubsbedingt gefehlt hätten.

Drei Minuten später bediente Mario Schmidt Kleinmann glänzend und dieser war erneut am Torwart vorbei, bugsierte jedoch auch das Leder am Kasten vorbei. Zweimal dann noch zeichnete sich Max Helmli im TSGV-Tor aus: Einen wuchtigen Freistoß von Marc Folter faustete er weg (39.), im Eins-gegen-Eins dann stand er gegen Schneidereit mit dem Fuß parat. In der 47. Minute dann sah er nicht ganz so glücklich aus. Zu weit vor dem Tor stehend wurde er von Schneidereit per schönem Lupfer aus der Distanz überwunden, der SVK hatte das Spiel gedreht.

Drei Minuten später dann aber war er wieder gegen Timo Walter auf dem Posten. Nachdem ein Kleinmann-Freistoß pariert wurde (50.), plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. In der 65. Minute dann aber setzte sich Arnaud Seyfert auf links durch, traf den Innenpfosten, der Ball wurde schließlich von Helmli hinter der Linie wiederaufgenommen – 1:3. Dabei blieb es.

Die letzten 20 Minuten dann waren Sommerfußball vom Feinsten mit viel Mittelfeldgeplänkel. Gjini wurde hinterher nicht nostalgisch: "Für mich spielt es keine Rolle, auf welchem Sportplatz ich spiele, für mich ist es überall gleich", sagte er nach der Partie und dem Umstand, an alter Wirkungsstätte gespielt zu haben. "Ich denke, dass wir das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft waren. In der zweiten Halbzeit haben wir dem TSGV bewusst mehr den Ball überlassen. Daraus konnten sie aber kein Kapital schlagen, weil wir sie schon in der ersten Halbzeit zermürbt hatten." Für den TSGV Waldstetten war es ein gebrauchter Tag, allerdings eine Partie, aus der Doll seine Rückschlüsse ziehen kann – und dafür ist die Vorbereitung schließlich da.

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