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VfR Aalen: Der Abwehrchef trainiert und ist einsatzbereit 

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Gino Windmüller
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Über einen Zusammenprall, Neuzugänge und Nominierte.

Aufatmen beim VfR Aalen. Die Verletzung von Gino Windmüller ist nicht so schlimm wie zunächst vermutet. „Im ersten Moment sah es übel aus, aber es ist keine Gehirnerschütterung“, sagt Trainer Christian Demirtas. Der Innenverteidiger trainiert bereits wieder mit der Mannschaft und ist auch bereit für das wichtige Spiel am Freitagabend bei der TSG Hoffenheim II. Im Heimspiel gegen Rot-Weiß Koblenz hat Windmüller einen Kopfstoß gegen das Jochbein bekommen und war kurzzeitig sogar bewusstlos.

Ungewöhnlich ruhig ist beim VfR Aalen abseits des Platzes, vor allem was die Vertragsverlängerungen angeht. „Stimmt, wir haben alles zurückgestellt“, sagt Geschäftsführer Giuseppe Lepore. „Das ist gerade auch kein Thema, wir konzentrieren uns derzeit einzig und allein auf den Klassenerhalt.“ Dennoch: Lepore sagt auch, dass die Vereinsführung trotzdem ein besonderes Auge auf die Spieler habe, deren Verträge auslaufen. „Sie müssen uns Argumente für eine Verlängerung der Verträge liefern.“

Solche Sorgen hat der 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga nicht. Den Ligaverbleib hat das Team von Trainer Frank Schmidt wieder einmal frühzeitig eingetütet. Kein Thema mehr ist bei den Heidenheimern allerdings auch der Traum vom Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nur zwei der vergangenen zehn Partien hat der FCH gewonnen. Zuletzt gab's drei sieglose Spiele in Serie, der Rückstand auf den Relegationsplatz drei ist drei Spieltage vor Schluss auf acht Punkte angewachsen. Heißt: Im besten Fall kann die Schmidt-Elf sogar noch auf Rang drei vorrücken - oder im schlimmsten Fall auf Platz 14 abrutschen.

Zurück zu den Fakten. Und auf die internationale Bühne. Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat sich für die Europameisterschaft in Israel qualifiziert. Das Auftaktspiel steigt am 16. Mai, das Endspiel am 1. Juni. Zum deutschen Kader gehören auch zwei Nachwuchskicker aus dem Ostalbkreis: Mittelfeldspieler Samuele di Benedetto aus Schwäbisch Gmünd. Und Offensivspieler Laurin Ulrich aus Nattheim. Der hat das Toreschießen von seinem Vater gelernt. Sven Trouerbach hat in seiner Laufbahn 130 Oberligaspiele absolviert, in denen er 60 Treffer erzielt hat. 98 Mal trug er dabei das Trikot der SF Dorfmerkingen, und für die Härtsfelder schoss er 50 Tore.

Die TSG Hofherrnweiler hat einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet: Simon Lechleitner wechselt vom Fußball-Landesligisten SV Böblingen in die Aalener Weststadt. Die Mannschaft von Trainer Patrick Faber wird durch diese Verpflichtung im Defensivverbund noch variabler.
„Simon wird unsere Defensive verstärken“, sagt der Sportliche Leiter Christoph Discher. Lechleitner stammt aus Lorch. Er wechselte von der U19 des Zweitligisten 1. FC Heidenheim zum SC Geislingen. Aufgrund seines Studiums ging es für ihn 2016 zum TV Echterdingen. Bis Ende der Saison trägt er das Trikot des SV Böblingen. Hier konnte er in 18 Partien bereits drei Treffer erzielen.

Der FC Normannia hat einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Tobias Rössler wechselt vom Ligakonkurrenten 1. FC Heiningen zum Gmünder Verbandsligisten. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Tobi einen kopfballstarken und zweikampfstarken Innenverteidiger verpflichten konnten. Er bringt Führungsqualitäten mit und möchte Verantwortung übernehmen“, sagt der Sportliche Leiter Stephan Fichter. Ähnlich äußert sich Trainer Zlatko Blaskic: „Tobias bringt eine Präsenz mit, besonders in der Luft und hat zudem Führungsqualitäten, die er einbringen wird. Wir sind in der Kette dadurch noch flexibler.“

Drei andere Kicker verlassen am Saisonende den FC Normannia Gmünd: Ceyhan Dayan, Anthony Coppola und Christian Heinrich. Dayan kam nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und soll woanders mehr Spielzeit sammeln. Auch mit Heinrich hat man sich geeinigt, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.Nach langen Besprechungen zwischen Anthony Coppola und dem Sportlichen Leiter Stephan Fichter kamen auch hier beide Seiten überein, den Vertrag nicht mehr zu verlängern, weil der Spieler beruflich zu stark eingebunden ist.

Der Oberligist FC 08 Villingen hat für die neue Runde einen Stürmer verpflichtet. Der kommt vom TSV Ilshofen und ist auf der Ostalb ein alter Bekannter: Nico Rodewald. Der 24-jährige Stürmer wurde einst beim VfR Aalen ausgebildet, und bereits als 18-Jähriger feierte er unter Trainer Peter Vollmann sein Debüt in der 3. Liga. Im Sommer 2017 zog es ihn dann aber zum SC Freiburg II in die Regionalliga Südwest.

Zeit zum Regenerieren bleibt keine: Eine Woche nach dem Weltcup-Auftakt in Abu Dhabi fahren Simon Gegenheimer und Nils Riecker an den Gardasee. Die beiden Mountainbike-Profis vom Aalener Racingteam starten am Samstag beim „Bike-Festival“ in Riva del Garda. Zu absolvieren gilt es den Marathon, ein anspruchsvolles Rennen über 90 Kilometer und 4000 Höhenmeter. Ist das während der Weltcup-Saison für einen Sprinter machbar? „Ja, es geht weniger um eine gute Platzierung. Für uns ist das stattdessen eine lange Trainingseinheit“, sagt Weltmeister Gegenheimer.

Ein historisch kleines Team von nur drei Frauen und acht Männern hat der Deutsche Schwimmverband (DSV) für die Weltmeisterschaften in Budapest (18. Juni bis 3. Juli) nominiert. Darunter ist auch der für die Neckarsulmer Sportunion startende Henning Mühlleitner vom Schwimmverein Gmünd. Der 24-jährige Wirtschaftsinformatik-Student wird in der ungarischen Hauptstadt im Einzel die 400 Meter Freistil schwimmen und zudem in der DSV-Staffel über 4x200 Meter Freistil zum Einsatz kommen.

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