VfR Aalen: Die zwei Gesichter des Uwe Wolf

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Stellt sich den Vorwürfen: Trainer Uwe Wolf vom VfR Aalen.
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Der Trainer des VfR Aalen spricht über die Vorfälle in Stuttgart und stellt klar: „Ich habe den Fans nie den Mittelfinger gezeigt.“

Stuttgart / Aalen. Uwe Wolf hat sich den Vorwürfen gestellt. Der Trainer des VfR Aalen ist nach der verbalen Keilerei mit den Fans des VfB II auch einsichtig.

Eines ist dem Trainer des VfR Aalen wichtig. „Ich habe nie den Mittelfinger gezeigt.“ Das sei in einigen Medien falsch dargestellt worden. Was er aber gemacht habe: „Ich habe beim Tor von Mark Müller viermal die Siegerfaust geballt und die 'Stefan-Kunz-Säge' gezeigt.“ Und: „Ich habe auf spanisch geschimpft. Sollte einer spanisch verstanden haben, entschuldige ich mich für meine Aussagen.“

Wolf sagt selbstkritisch, dass „ich während des Spiels ein emotionaler Trainer bin“. Dann gibt der 54-Jährige einen Einblick in seine Vergangenheit: „Meine Eltern haben schon früher gesagt, dass sie eigentlich zwei Söhne haben: einen privat und einen auf dem Sportplatz.“ Der Fußballlehrer sagt, dass er nie Profi geworden wäre, wenn er nicht so gewesen wäre. „Bei mir gibt es auf dem Sportplatz keine Freunde, und heute ich bin bei meinem Coaching ein Stück weit aggressiver und leidenschaftlicher als andere.“ Wichtig sei Wolf aber, dass „ich nach dem Spiel keinem Menschen böse bin“. Das sei in Stuttgart nicht anders gewesen. „Ich habe den VfB-Fans schon während des Spiels gesagt, dass es jetzt Emotionen gibt und wir hinterher ein Bier zusammen trinken können“. Da hätten einige Anhänger geantwortet: „Uwe, denk an das Tablett nach dem Spiel.“ Sie seien dann schon wieder freundlich gewesen. Dennoch: Uwe Wolf verspricht, dass er aus den Vorfällen lernen will. „Ich muss mich künftig ein Stück weit zurücknehmen.“

Ob die Fans in der Ostalb-Arena an diesem Samstag allerdings „den Wolf im Schafspelz“ sehen werden, kann Uwe Wolf nicht versprechen. Alexander Haag

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