VfR Aalen: Hohes Tempo mit leichten Beinen

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Mark Müller in Aktion.
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Wird's die perfekte englische Woche? Nach den beiden Siegen wollen die Ostälbler gegen den FSV Frankfurt den nächsten Dreier holen. Sascha Korb fällt mit Muskelfaserriss aus.

Aalen

4:22 Uhr habe seine Uhr angezeigt, als er am Freitagmorgen das Büro aufgeschlossen habe. Trainer Uwe Wolf hat sich akribisch auf den kommenden Gegner FSV Frankfurt vorbereitet. Und mit diesem Fleiß und Engagement will der VfR Aalen an diesem Samstag den dritten Sieg in Serie feiern. „Wir brauchen dazu ein hohes Spieltempo.“ Anpfiff in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

Zwei von drei Spielen sind in der englischen Woche absolviert, und der VfR Aalen hat bereits sechs Punkte auf der Habenseite. „Da sind die Beine natürlich nicht so schwer“, sagt Wolf, der trotzdem darauf geachtet hat, die Spannung hochzuhalten. „Manche Trainer geben nach solchen Siegen gerne frei, ich habe meinen Trainingsplan bewusst nicht umgestellt.“ Damit wolle er den Fokus aufs Frankfurt-Spiel schärfen - ohne zu überdrehen. Deshalb war die Trainingseinheit am Freitag nach nur 60 Minuten beendet.

Wobei sich der Fußballlehrer ohnehin keine Sorgen macht, dass seine Profis nachlassen. Das Spiel beim VfB Stuttgart II (2:1) sei das beste unter seiner Regie gewesen. „Die Mannschaft war in seiner Leistung top, und dann hatten wir noch Individualisten, die ein überragendes Spiel gemacht haben.“ Ein Sonderlob gab's für Mark Müller, Daniel Elfadli, außerdem für Eduard Heckmann und Benjamin Kindsvater. „Und wenn wir so weitermachen, bin ich guten Mutes, dass wir weiter erfolgreich sind.“

Besonders gefallen hat Wolf die Kompaktheit innerhalb seines Teams. „Nur dadurch konnten wir ein hohes Pressing spielen und viele Ballgewinne haben.“ Und: „Wichtig ist auch, dass die Mannschaft lebt. Hier geht jeder für den anderen durchs Feuer.“

Allerdings wird Wolf mindestens eine Veränderung an dieser Mannschaft vornehmen müssen. Rechtsverteidiger Sascha Korb hat einen Muskelfaserriss erlitten und muss rund drei Wochen pausieren. Alternativ für ihn kommen Andreas Knipfer, der wiedergenesene Leon Volz oder - wie jüngst in Stuttgart - Angreifer Jonas Arcalean für diese Position in Frage. Der Schachzug mit Arcalean sei dem Trainer in Stuttgart gekommen, als er nach Korbs Aus umstellen musste. „Ich habe pfeilschnelle Spieler gebraucht. Deshalb habe ich Jonas Arcalean nach hinten gezogen und Sean Seitz davor gestellt.“ Was Wolf hoch lobt: „Alle Einwechselspieler haben sofort gezündet.“ Deshalb seien auch mögliche Umstellungen ohne Bedenken möglich.

4:0-Sieg mit neuem Trainer

Und welche Charakteren sind an diesem Samstag gegen den FSV Frankfurt gefragt? „Die Balinger haben am Mittwoch zu langsam gespielt, um die Frankfurter in Verlegenheit zu bringen“, sagt Wolf zu seiner Gegneranalyse. Deshalb brauche der VfR Aalen am Samstag ein hohes Tempo. „Wenn ein Gegner so kompakt steht, muss man versuchen, die Ketten durch schnelle Ballstafetten auseinanderzuziehen, um so Räume zu bekommen.“ Was die Frankfurter zudem gefährlich mache: Am Montag haben sie sich von Trainer Angelo Barletta getrennt, Nachfolger Thomas Brendel - gleichzeitig auch FSV-Sportdirektor - hat am Mittwochabend mit 4:0 gegen die TSG Balingen gewonnen.

Dass der VfR Aalen nach dem enttäuschenden Start mit fünf Niederlagen aus sieben Spielen jetzt plötzlich auch Ergebnisse liefert, ist für den Trainer keineswegs überraschend. „Wir haben schon zu Saisonbeginn einen sehr ordentlichen Fußball gespielt.“ Wichtig sei die Verpflichtung des erfahrenen Keepers Tim Paterok gewesen, der die Philosophie von Wolf hervorragend umsetze. „Durch ihn haben wir eine große Sicherheit bekommen, und wenn man die Statistik anschaut, war das Spiel in Stuttgart der dritte Sieg im vierten Spiel mit Paterok.“

Der nächste soll an diesem Samstag folgen - und das vor einer stattlichen Kulisse. Dank der Freikartenaktion hofft der VfR auf knapp 2000 Zuschauer.

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Volz, Windmüller, Odabas, Heckmann - Elfadli, Stanese - Arcalean, Abruscia, Kindsvater - Kienle

Alle Einwechselspieler haben sofort gezündet.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
Der VfR Aalen hat in Stuttgart überzeugt.

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