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VfR Aalen mit zehn Defensiven auf einen Streich

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Mehmet Bagci.
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Alexander Haag und Alessandro Gleich über Mauern, Messen und eine Marke.

„Das ist Abstiegskampf!“ So bewertete Sascha Korb die 90 Minuten in Koblenz. Der Mittelfeldspieler des VfR Aalen ging in diesem Kellerduell als Führungsspieler und Abräumer vor der Viererkette voran. Und er war beim Abpfiff einer von insgesamt zehn Defensivspielern, die die knappe 1:0-Führung über die Zeit retteten. Denn: Trainer Tobias Cramer hat in der Schlussphase die drei Angreifer Stefan Wächter, Holger Bux und Sean Seitz vom Feld genommen und dafür Eduard Heckmann sowie Michael Schaupp und Mehmet Bagci gebracht.

Mit Tim Schmidt, Ali Odabas, Michael Schaupp und Mehmet Bagci standen damit gleichzeitig vier gelernte Innenverteidiger für den VfR Aalen auf dem Platz. Wobei Bagci in ungewohnter Rolle agierte. Der 21-Jährige reihte sich ganz vorne im Angriff ein. „Meine Aufgabe war es, die Bälle festzumachen, mit Tempo anzulaufen und die Koblenzer Stürmer zu ärgern“, sagt Bagci. Es waren nicht nur die Stürmer, die sich am Ende geärgert haben.

Weil das Thema immer wieder aufkommt: Wie viele Mannschaften muss der VfR Aalen am Ende hinter sich lassen, um den (sportlichen) Abstieg aus der Regionalliga zu verhindern? Sicher absteigen werden drei Mannschaften, heißt, die Ostälbler müssten jetzt noch zwei Konkurrenten hinter sich lassen. Die Anzahl würde sich erhöhen, sollte am Ende ein für die Regionalliga Südwest relevanter Verein absteigen. Das sind die SV Elversberg, der 1. FC Saarbrücken, SV Wehen Wiesbaden, SC Freiburg II und Waldhof Mannheim. Die belegen aktuell die glänzenden Tabellenplätze 1, 2, 3, 5 und 8. „Ich rechne deshalb nur mit drei Absteigern“, sagt VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore.

Damit hätten wohl nicht einmal die eingefleischten Fans gerechnet: dass Alexander Zorniger die SpVgg Greuther Fürth innerhalb von vier Spielen vom letzten auf den 10. Tabellenplatz führt. Drei Siege und ein Unentschieden gegen den Spitzenreiter Darmstadt 98 ist die beeindruckende Bilanz des Trainers aus Gmünd. Der 55-Jährige gönnt seinen Profis nur eine kurze Winterpause. Bereits am 4. Dezember ist in Fürth Trainingsauftakt, am 2. Januar geht's dann ins türkische Belek ins Trainingslager.

Die Messe war für TSB-Torhüter Giovanni Gentile schon vor der Fahrt zum Spitzenreiter Blaustein am vergangenen Samstag gelesen. Besser: vorüber. Denn Gentile, der für einen großen Farben- und Heimtextilien-Großhandel arbeitet, war auf der „Herbstmesse“ seines Unternehmens als freundlicher, offener Ansprechpartner für Kunden und Aussteller in Essingen im Einsatz, bevor er sich anschließend mit seiner Mannschaft nach Blaustein aufmachte, wo die „Jets“ beim Tabellenführer einen überraschenden und klaren 38:30-Sieg einfuhren. Gentile wurde in den Schlussminuten eingewechselt und konnte sich noch mit ein paar Paraden auszeichnen.

Nachdem zuvor schon Normannia-Torwart Yannick Ellermann sowie Abwehrspieler Tobias Rössler Teil des ersten Patenschafttrainings waren, gaben nun Spielmacher Marvin Gnaase und Defensivmann Calvin Körner ihre Erfahrung und einige Tipps an die Jugend der U15 des FCN weiter. Mit Sicherheit profitierten die Gmünder Jungspunde auch beim zweiten Patenschaftstraining vom Besuch der Verbandsliga-Akteure.

Im letzten Spiel vor der Winterpause hat VfL Iggingens Stürmer Valentin Sachsenmeier die 20-Tore-Marke geknackt. Mit seinem Dreierpack am Sonntag gegen die TSG Abtsgmünd II erzielte er die Treffer 19, 20 und 21 und führt somit nach wie vor die Torjägerliste vor den beiden Eschachern Jannik Bauer (16 Tore) und Pascal Gosolitsch (11) an. In der Tabelle überwintert Sachsenmeier mit seinen Iggingern mit vier Punkten Rückstand hinter Tabellenführer FC Eschach auf dem zweiten Platz.

TSB-Torhüter Giovanni Gentile war vor der Partie gegen Blaustein noch auf der Herbstmesse seines Arbeitgebers im Einsatz.
Alexander Haag
Alessandro Gleich
Mehmet Bagci

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