Sportmosaik

VfR Aalen schlägt alle anderen

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Markus Thiele

Alexander Haag und Alessandro Gleich über Tore, Transfers und Torhüter

Der VfR Aalen ist Spitzenreiter. Zwar nicht in der Tabelle der Regionalliga Südwest, dafür aber in einer Statistik der aktuellen Spielzeit. Denn: Keine andere Mannschaft erzielte bislang mehr Tore durch Freistöße. Neunmal hat die Elf von Trainer Uwe Wolf nach diesen Standards bereits getroffen - dreimal direkt und sechsmal nach indirektem Freistoß. Einer ist dafür hauptverantwortlich: Kapitän Alessandro Abruscia, der einige seiner elf Saisontore nach einem ruhenden Ball erzielte.

Gedulden muss sich Uwe Wolf bei einigen verletzten Spielern. Dass Keeper Daniel Bernhardt dem VfR Aalen noch lange fehlen wird, ist bekannt. Weiterhin verzichten muss der Trainer des VfR Aalen aber auch auf Jonas Arcalean und Sascha Korb, die sich beide im Aufbautraining befinden und vorerst keine Option sind. Aber es gibt auch Erfreuliches: Benjamin Kindsvater ist zurück im Mannschaftstraining. Wobei der Trainer bei dem Angreifer kein Risiko eingehen will. So ist der 28-Jährige fürs Spiel gegen den SV Neresheim an diesem Mittwoch keine Option. Das gilt auch für Steffen Kienle, sich an einer Oberschenkelzerrung laboriert. „Steffen hat aber seine erste Läufe bereits absolviert.“

Markus Thiele hat seinem Ex-Verein einen Gefallen getan. Zumindest indirekt. Denn der Geschäftsführer der SSV Ulm 1846 hat Stürmer Simon Klostermann von der TSG Balingen zu den „Spatzen“ gelockt. Heißt: Die Balinger als direkter Konkurrent der Ostälbler müssen ab sofort ohne ihren besten Torjäger auskommen, der in der laufenden Regionalliga-Saison bereits neun Treffer auf seinem Konto hat. Weniger Freude hat Thiele derzeit mit einem ehemaligen Aalener: Anton Fink wurde in Ulm einst als Königstransfer bezeichnet, überzeugen konnte der Drittliga-Rekordtorjäger aber selten. Der Geschäftsführer hat deshalb mit Fink über eine vorzeitige Vertragsauflösung geredet, „aber es gibt aktuell keinen anderen Verein“. Und dann gibt's in Ulm noch einen, den der Aalener gerne von der Gehaltsliste hätte: Ex-Trainer Holger Bachthaler. Denn: „Wir müssen genauso aufs Geld schauen wie andere“, sagt Markus Thiele. Immerhin: Seit Saisonbeginn sind bei den „Spatzen“ 21 neue Sponsoren und Partner dazugekommen.

„Glücklich über meine neue Aufgabe!“ So kommentiert Petar Sliskovic auf Instagram seine Vertragsunterzeichung beim SV Wehen Wiesbaden. Der Ex-Stürmer des VfR Aalen ist in der Winterpause von Türkgücü München zum Ligakonkurrenten gewechselt. Oder: vom Tabellen-17. zum Tabellen-10. In der laufenden Runde hat der 30-Jährige in 18 Spielen drei Treffer erzielt. Kurz war die Zeit des Torjägers im Jahr 2019 auf der Ostalb. Sliskovic kam ebenso im Januar und verließ den VfR im Sommer wieder. Immerhin: Mit sechs Treffern in der Rückrunde war er noch eine der positiven Erscheinungen in der Abstiegssaison.

Die Konkurrenz des VfR Aalen schläft nicht und nutzt das winterliche Transferfenster: Der Tabellenzweite 1. FSV Mainz 05 II hat sich mit dem defensiven Mittelfeldspieler Rasim Bulic verstärkt. Bulic wechselt vom Drittliga-Verein 1. FC Saarbrücken und erhält einen Vertrag für eineinhalb Jahre. Des Weiteren haben sich die Kickers Offenbach - aktuell auf Tabellenplatz drei - mit Stürmer Philipp Hosiner von Zweitligist Dynamo Dresden geeinigt. Der Offensivmann unterschreibt einen Vertrag bis Juni 2024.

Diant Ramaj, ehemaliger Torhüter des Zweitligisten 1. FC Heidenheim, machte bei seinem Profi-Debüt für die Eintracht Frankfurt eine unglückliche Figur. In der Bundesligapartie gegen den FC Augsburg verspekulierte sich der Keeper allerdings. Ramaj rechnete mit einer Flanke des Augsburger Angreifers - stattdessen landete der Ball im offenen Torwarteck, was den 1:1-Ausgleich für den FC Augsburg bedeutete. Am Ende blieb es bei diesem Ergebnis.

Alessandro Gleich
Alexander Haag

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